Tagesarchiv: 29. August 2008

„abstrakt negiert ist halb kapiert“ – ein buchtipp

manchmal begegnet man in seinem leben menschen, die die eigene auffassung von der welt durcheinanderwirbeln. aus eigener erfahrung kann ich berichten, dass die vertreterInnen der kritischen psychologie dies bei mir schafften. und einer ihrer weiterhin sehr aktiven vertreter an der fu berlin, morus markard, hatte gerade einen runden geburtstag. und wie das gern in solchen momenten gemacht wird, verfassen ehemalige lernende eine festschrift.

so haben ehemalige mitstudentInnen den versuch unternommen einen aktuellen überblick über die diskussion in der kritischen psychologie zu geben. um es gleich zu schreiben, auch ich habe mich mit einem kleinen beitrag beteiligt. aber der eigentlich interessante aspekt ist der wunderbare gesamtüberblick darüber, was subjektwissenschaft alles bedeuten kann. in dem band „abstrakt negiert ist halb kapiert – beiträge zur marxistischen subjektwissenschaft – morus markard zum 60. geburtstag“ sind die verschiedenen aspekte und vertreterInnen der kritischen psychologie versammelt. es geht um die „kritik und weiterentwicklung psychologischer konzepte“, um „praxisverhältnisse“, um themen „über die psychologie hinaus“, um „kritische psychologie an der hochschule“, um „methodologie und methoden“ eines der steckenpferde von morus markard und um ihn selber.

je stärker der alltag einer psychologisierung ausgesetzt ist und je mehr das eigene verhalten einer gesellschaftlichen bewertung unterliegt, forderungen an die selbstverantwortung gestellt werden und die mainstream-psychologie sich der „glücksforschung“ und „neurologie“ widmen, um so wichtiger scheint es, dem eine kritische position entgegenzusetzen. das buch ist erschienen im verlag des bundes demokratischer wissenschaftlerinnen und wissenschaftler (bdwi) in marburg. ISBN 978-3-939864-05-9

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kurz-kurz-geschichten

sie haben keine zeit, zu schreiben. es muss schnell gehen, und sollte doch literatur werden. die literatur macht da einen vorschlag. und mit ihr cnn, der amerikanische infosender, der diese form des kurzen schreibens, wie die form der kurzen nachrichten, aufgriff. so kann zum beispiel „hund biss mann. mann verlor bein.“ eine der sech-wort-kurzgeschichten sein.

oder auch „flash fiction„,, „short short stories“ oder „microfiction“ genannt. also mir persönlich gefällt der ausdruck „flash fiction“ am besten: „der blitz schlug in sein herz“. diese sechs-wort-geschichten sind eine schöne übung für das schreiben aber auch eine wunderbare möglichkeit einen ideenpool anzulegen. darum will ich das hier abkürzen und nur auf die seite von cnn verweisen, wo manche kurz-kurz-geschichten gezeigt werden und alle sich schriftlich beteiligen können: http://edition.cnn.com/2008/WORLD/europe/08/15/short.stories/index.html

biografisches schreiben und liebe

 

erst wollte ich von liebesverhältnissen schreiben, doch dann habe ich mich eines besseren besonnen, da es mir wichtig erscheint, dass auch die lieben in die betrachtung der eigenen lebensgeschichte eingang finden, die eventuell nicht erwidert wurden oder sich nicht wirklich an eine person oder einzelne dinge richten.

also kommen wir hier zu den eigentlichen essenzen des lebens, die für jeden menschen im vordergrund stehen, die intensiven, emotionalen sozialen kontakte. menschen haben das wort „liebe“ dafür auserkoren, die zuneigung abzubilden. aber natürlich beschreiben auch andere worte das intensive gefühl. wichtig scheint mir, dass bei der eigenen biografie ein recht unverblümter blick auf die eigenen vor“lieben“ geworfen werden kann. dass keine hemmungen bestehen, zumindest für sich selber zu schauen, welche lieben die eigene lebensgeschichte begleitet haben. dabei lohnt auch ein blick auf die lieben, die nie offen ausgesprochen wurden, da sich nie eine gelegenheit ergab oder die situation aussichtslos erschien.

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