schreibpädagogik und selbstorganisierte schreibgruppen

 

schreibgruppen brauchen nicht unbedingt eine anleitung, auch wenn anleitungen für die teilnehmenden eine menge vorteile haben können. angefangen bei dem vorteil, einfach keine verantwortung übernehmen zu müssen und sozusagen etwas, das einem spaß macht, einfach nur zu „konsumieren“. bis zu der tatsache, von den erfahrungen langjähriger tätigkeit profitieren zu können.

sind aber keine anleiterInnen bei der hand oder möchte man mit menschen gleichen interesses etwas gemeinsam unternehmen, lässt sich auch so eine gruppe gründen. dabei sind aber ein paar dinge zu beachten. es macht sinn nach einer gegenseitigen vorstellung relativ schnell in die diskussion um regeln des ablaufs und der struktur überzugehen. das klingt erst einmal einengend und bei selbstorganisierten gruppen herrscht oft die vorstellung vor, dass vieles sich von selbst entwickelt und entsteht. doch gerade beim schreiben und gegenseitigen vorstellen der texte kann dies schnell zu konflikten führen. alle teilnehmerInnen geben im laufe der zeit sehr persönliches preis, auch wenn sie nicht geschichten von sich selbst schreiben. gehen diese eigenen anteile in einer unklaren struktur unter, fühlen sich menschen leicht verletzt und gekränkt. das muss nicht geschehen, doch die möglichkeit, dass sich die durchsetzen, die am dominantesten sind, ist recht hoch. bei einer vorab geklärten struktur können die verantwortungen und beteiligungen gleichmäßig und gerecht verteilt werden. so können alle teilnehmerInnen einmal eine schreibaufgabe entwickeln und selber anleiten oder es wird festgelegt, in bestimmter zeit schreibaufgaben gemeinsam zu entwickeln.

ansonsten besteht natürlich die möglichkeit, die gruppe sich so entwickeln zu lassen, wie es sich gerade ergibt. hilfreich um sich gegenseitig zu vergewissern, dass möglichst viele teilnehmerInnen von der entwicklung profitieren, ist eine absprache in regelmäßigen zeitabständen, ein resümee zu ziehen. und vielleicht weitere entwicklungen zu planen. der rest besteht sicherlich auch darin, sich gegenseitig das vorhandene wissen zum schreiben und schreibpädagogik zur verfügung zu stellen. und dann kann geschrieben werden ohne ende.

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