Tagesarchiv: 14. September 2008

kurzmeldung: büchergilde meldet aussetzung des essaypreises

der essaywettbewerb von büchergilde und taz war hier schon häufiger thema und es stellte sich heraus, dass er dieses jahr, obwohl erst angekündigt, nicht stattfindet. da dies nicht zu erklären war, recherchierten mitarbeiterInnen der taz. nun hat auch die büchergilde nachgezogen und eine meldung auf der eigenen homepage plaziert. da die rückläufe zum essaypreis recht gering waren, wurde dieser ausgesetzt, soll aber zu einem anderen zeitpunkt wieder angekündigt werden. so sind dann erst einmal alle unklarheiten beseitigt. link: http://www.buechergilde.de/essaypreis/index.shtml . cookies müssen nicht freigeschaltet sein, um die nachricht lesen zu können.

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web 2.19 – arts & letters daily

einer der großen vorteile des web 2.0 ist die enge verzahnung mit suchmaschinen. dazu kommt eine sehr aktuelle berichterstattung im netz. diese vorteile werden vor allen dingen von nachrichtenredaktionen und ihnen folgenden blogs genutzt. seltener finden sich gebündelte kunst- und kulturnachrichten.

doch das web 2.0 wäre nicht das web 2.0 wenn es nicht eine extreme ausnahme gäbe. die seite „arts & letters daily“ versucht im englischsprachigen raum zu bündeln, was nur zu bündeln ist. und bietet dadurch ein gigantisches feuilleton zum nachklicken. ob es sich nun um aktuelle meldungen, einer riesigen auswahl an buchrezensionen, an kommentaren und essays handelt, man kann  beinahe alles finden. dadurch erscheint die seite erst einmal unübersichtlich, doch wenn man sich ein wenig eingelesen hat, eröffnet sich einem eine große fundgrube. eigentlich besteht die seite nur aus weiterführenden links, die kurz beschrieben werden. es wird zu den führenden zeitungen und zeitschriften, die ihre texte ins netz setzen verwiesen. dabei werden themen, wie kunst, literatur, film, architektur, philosophie und mehr bevorzugt.

daneben gibt es eine nicht enden wollende linkliste, auch zu sendern und verlagen und ein unüberschaubares archiv aus den letzten jahren. mit dieser seite kann man sich monatelang beschäftigen, wenn man sich nur noch für kultur interessiert. ansonsten lohnt immer wieder ein abstecher zum reinschnuppern unter http://www.aldaily.com .

schreibidee (52)

hier im blog wurde schon einmal das „szenische schreiben“ an der udk berlin vorgestellt. dieses mal kann in der schreibgruppe gemeinsam ein theaterstück verfasst werden. bevor damit begonnen wird, muss eine kleine handlung festgelegt werden. und zwar in maximal zwei sätzen. so verfassen alle teilnehmerInnen eine handlungsbeschreibung in zwei sätzen. diese beschreibungen werden vorgestellt und es wird abgestimmt, welche genommen wird. anschließend müssen fünf rollen für das stück gefunden werden. die gruppe sollte sich innerhalb von 15 minuten auf fünf rollen einigen, die sie in diese handlung haben möchte.

und jetzt wird es sehr zufällig. einzige vorgabe, es muss von allen teilnehmerInnen jeweils eine kleine szene mit mindestens zwei rollen geschrieben werden. es handelt sich also mindestens um einen dialog oder szenen mit mehr akteuren. das gespielte, also erst einmal geschriebene sollte irgendwie in die handlung passen. es gibt aber keine weitere vorgaben. nun besteht eine ganze menge zeit, die szene zu verfassen.

im anschluss werden alle szenen vorgelesen und die schreibgruppe entscheidet, in welche reihenfolge sie gebracht werden. da die wahl der handlung für die szenen recht frei ist, müssen die szenen nicht wirklich zueinander passen. es entsteht also ein experimentelles stück. zum schluss, wenn die zeit in der schreibgruppe besteht, wird festgelegt, wer eine der fünf rollen übernimmt. dann kann das stück mit so vielen szenen, wie die schreibgruppe teilnehmerInnen hat an einem stück durchgespielt werden. wahrscheinlich wird doch ein interessantes stück entstanden sein, auch wenn lücken in der handlung auftauchen können.