Tagesarchiv: 24. September 2008

web 2.0 und unübersichtlichkeit

 

das internet ist ein riesiger pool an informationen, die kein mensch bewältigen kann. das schreckt viele ab, sich in die tiefen des netzes zu begeben, könnte es einem doch passieren, dass zur gerade verfassten arbeit noch zwanzig weitere interessante informationen auftauchen. so zwingt das web 2.0 einen zum mut zur lücke oder man versinkt im strudel der daten.

die größte schwierigkeit besteht darin, den takt der nutzung selbst zu bestimmen. die krux des computers zeigt sich vor allen dingen in der geschwindigkeit des weiterklickens. denn je schneller man wieder woanders hinklickt, um so schneller werden einem weitere informationen zur verfügung gestellt. Weiterlesen

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kreatives schreiben und stress

 

eine der häufigsten begründungen, weshalb menschen keine texte und geschichten schreiben, obwohl sie lust dazu hätten, ist, dass sie nie genug zur ruhe gekommen seien, um sich hinzusetzen und zu schreiben. stress ist eine oft gebrauchte ausrede dafür, nicht das gemacht zu haben, das einem gefällt. es wäre eher zu fragen, weshalb so viele menschen dinge machen, die gar nicht ihren bedürfnissen entsprechen? aber das ist eine eher psychologisch-gesellschaftstheoretische frage.

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schreibidee (55)

diese schreibidee lässt sich nur mit guten freundInnen oder einer länger arbeitenden schreibgruppe umsetzen. denn die grundlage ist aufwendig und von längerer zeitdauer. es soll ein „postkartenroman“ entstehen. also ein fortsetzungsroman auf postkartenbasis.

wird die idee zu zweit umgesetzt, besteht die möglichkeit, dass an zwei geschichten gleichzeitig geschrieben wird. so ist gewährleistet das jede person der beiden eine geschichte starten darf. der anfang der karte wird auf eine postkarte geschrieben und an die andere person geschickt. diese schreibt die fortsetzung auf eine andere postkarte und schickt sie zurück. so geht es lang hin und her, bis die geschichte zu einem ende findet. gleiches findet in der gegenrichtung statt. das schöne an der schreibidee besteht darin, regelmäßig post zu erhalten und je nach tagesstimmung eine fortsetzung zu formulieren.

ähnliches lässt sich auch in einer schreibgruppe umsetzen. hierbei wird das ergebnis noch zufälliger ausfallen, denn die teilnehmerInnen erhalten nur die letzte postkarte zum weiterschreiben und wissen nicht, was vorher geschrieben wurde. wenn man den ablauf strukturierter haben möchte lässt sich so eine fortsetzungsgeschichte auch per mail in der schreibgruppe verfassen. hier ist es natürlich gar kein problem zu lesen, was andere vorher geschrieben haben. bis so eine geschichte zu einem „roman“ wird, geht jedenfalls eine ganze menge zeit ins land. also nur etwas für längerfristige gruppen oder freundschaften.