Monatsarchiv: Oktober 2008

biografisches schreiben und medien

 

von woody allen gibt es den schönen film, der zeigt, wie groß die wirkung des radios und der sendungen, die verbreitet wurden auf das leben der menschen war, als ein fernseher noch nicht in jedem haushalt zu finden war. schon die erfindung des buchdrucks veränderte das verhalten ganzer gesellschaften, das erleben der gegenwart. heutige generationen wachsen in jeder hinsicht multimedial auf. früher waren es einzelne medien, die große wirkungen hinterließen. zum beispiel bei der frage, an welche fernsehereignisse man sich erinnern kann, formulieren viele menschen die mondlandung oder die öffnung der mauer bei der wiedervereinigung.

bei der betrachtung der eigenen lebensgeschichte kann man einmal einen blick darauf werfen, welche medialen ereignisse einfluss auf die eigene biografie hatten. Weiterlesen

schreibaufgabe (16)

es wird herbst, es wird kalt. ein schöner anlass, einen „coolen“ text zu verfassen. in kombination mit halloween eine der jahreszeit angemessene aufgabe. denn es ist gar nicht so leicht, eine coole sprache zu finden. der rap versucht es botschaften mit cooler sprache und einem eingängigen rhythmus zu kombinieren. doch das ist schwerer als es im ersten moment scheint.

so besteht die aufgabe dieses mal darin, eine geschichte, einen dialog oder ein gedicht in cooler sprach zu verfassen. die länge ist beliebig, wichtig ist stimmung. denn das, was heute coolness ist, war früher wahrscheinlich teilweise gelassenheit. dazu kommt natürlich noch eine gewisse mackerhaftigkeit, die an größenwahnsinn grenzt. nach dem motto „mir kann keiner was“. und so sollte auch der text daherkommen. inhaltlich aufgreifen kann er alles, denn alles kann cool sein.

kreatives schreiben und lernen

 

wenn ein mensch lernt, dann hat er für sich neue handlungsmöglichkeiten für eine fragestellung oder ein problem gefunden. durch diese neuen handlungsmöglichkeiten zeigen sich ihm entweder weitere möglichkeiten oder er entgeht sanktionen. manchmal verursacht die lösung einer aufgabe auch ein positives gefühl, etwas geschafft zu haben oder lebenssituationen gewachsen zu sein.

doch wie lässt sich kreativität, gerade im zusammenhang mit schreiben lernen? viele menschen sind der meinung, dass man so etwas nicht lernen könnte. sie seien einfach nicht kreativ, andere könnten so etwas, aber sie nicht. diese haltung führt oft dazu, dass sie sich an kreatives nicht herantrauen. müssen sie natürlich auch nicht, denn kreatives schreiben lässt sich nur verwirklichen, wenn ein interesse besteht. 

wenn sich dann aber einmal jemand an seine eigene kreativität heranwagt, kann er meist recht schnell für sich eine positive erfahrung verbuchen. Weiterlesen

fernsehtalk zu jüdischen biografien in deutschland

die reichsprogromnacht jährt sich dieses jahr zum siebzigsten mal. aus diesem anlass gibt es im fernsehen des „rundfunks berlin-brandenburg (rbb)“ im rahmen der talkshow „im palais“ eine sendung am 06ten november um 22.35 uhr. es diskutieren unter dem titel „selbstverständlich jüdisch? lebensgeschichten aus deutschland“ unter anderem der schauspieler michael degen, der regisseur dani levy und die schauspielerin sharon brauner.

sicherlich eine interessante diskussion im zusammenhang mit biografien und lebensgeschichten, die einen rückblick auf erlebtes geben und anregungen für das eigene biografische schreiben geben können. denn die zeit des dritten reiches kann kaum mehr von zeitzeugen berichtet werden. so wird es um so interessanter, wie sich das leben in deutschland nach dem dritten reich entwickelt hat. wie geht es heute jüdischen mitbürgerInnen? wieweit hat die geschichte, die sie meist nicht mehr miterlebten, einfluss auf ihr leben gehabt.

weitere infos zur sendung gibt es hier:  http://www.rbb-online.de/_/impalais/naechste_jsp.html  und vor allen dingen nach der sendung im blog hier: http://blog.rbb-online.de/roller/impalais/  .

schnickschnack (44)

kunst wird diesen herbst in berlin groß geschrieben. ausstellungen aller orten. und dann eigentlich eine veranstaltung, die schon seit jahren regelmäßig stattfindet, sich aber immer mehr zu einer schau der aktuellen modernen kunst mauserte. und vor allen dingen zu einer galerienschau der hauptstadt. das art-forum berlin.

vom 31ten oktober bis 3ten november findet auf dem messegelände in drei hallen das forum platz. dabei besteht sowohl die möglichkeit (wenn das nötige kleingeld vorhanden ist), kunst zu kaufen, aber auch die verkaufsausstellung als museum zu betrachten und kunst zu konsumieren. angegliedert sind sowohl eine ausstellung als auch ausstellungsfläche für junge galerien. daneben gibt es diskussionen zur entwicklung der kunst und des kunstmarktes und ein pavillon mit verlagen und cafe. wer also schon alle ausstellungen in berlin durch hat, der kann sich die kunstmesse reinziehen. und wer einfach nur aktuelles sehen möchte, dem sei dieses forum ans herz gelegt. mehr infos gibt es auf der homepage hier: http://www1.messe-berlin.de/vip8_1/website/MesseBerlin/htdocs/art-forum-berlin/index_d.html .

schreibidee (65)

das wetter ist eklig. es wird kälter, es regnet und die tage werden immer kürzer, winterstimmung will noch nicht so richtig aufkommen. die menschen werden schlechter gelaunt und wer sich noch nicht sein nest für den winterschlaf gebaut hat, kann leicht in depressive stimmung geraten.

da es kreatives, biografisches, szenisches und literarisches schreiben gibt, weshalb soll es nicht einmal depressives schreiben geben. eigentlich gibt es schreibgruppen für depressive, die dazu dienen sollen einen ausdruck für die eigene verfassung zu finden, um sie zu bewältigen, um in einen besseren zustand zu gelangen. warum nicht einmal den spieß umdrehen. eine gute bekannte sagte einmal, man solle nicht nur die positiven momente zelebrieren, sondern auch die traurigen und negativen.

dafür bietet der november die besten voraussetzungen. also kann man den teilnehmerInnen der schreibgruppe, um sie auf die gefühlslage einzustimmen, einen kleinen fragenkatalog aushändigen. In dem katalog stehen fragen wie: was nervt dich zur zeit am meisten? welche unerfüllte sehnsucht schlummer in dir? welche situationen kannst du nicht leiden? welche menschen gehen dir auf die nerven? nenne zehn gründe, weswegen es dir schlecht gehen könnte…

diese fragen beantworten alle teilnehmerInnen für sich persönlich und sie werden auch nicht öffentlich gemacht. ist die liste der negativen gründe und stimmungen ausgefüllt, dann kann daran gegangen werden, einen text oder eine geschichte zu verfassen, die die schlechtigkeiten der welt in der momentanen stimmung widerspiegeln. es ist kein blatt vor den mund zu nehmen, sondern sich in den sumpf der eigenen depressiven stimmung fallen zu lassen. das hat zum einen den effekt, sich beim schreiben einmal vom fantasievollen, schönen und lustigen abzuwenden und das graue abzubilden. und zum anderen kann genau dieses auch eine befreiende wirkung haben, wenn es einmal niedergeschrieben. oder auch nicht. das sollte zumindest bedacht werden, wenn man einmal das depressive schreiben durchführt, das sicherlich keine ernstzunehmende schreibrichtung werden kann, sondern auch ein spiel mit dem inneren zensor ist. also einmal alle hoffnung fahren lassen und der schlechtigkeit ausdruck verleihen. dann kann selbst dauerregen einen versöhnlichen charakter bekommen 😦

web 2.0 und wissenspool

anhand von archiven und bibliotheken habe ich in diesem blog schon häufiger darauf hingewiesen, welche möglichkeiten sich durch das web 2.0 ergeben. was dabei nicht so klar zu tage trat, ist der punkt, dass dies eine herausragende neue qualität gegenüber früher darstellt. man betrachte nur einmal die möglichkeit des zugangs zu wissen in ländlichen regionen. es gab dort zwar auch kleinere bibliotheken, doch deren ausstattung war erwartungsgemäß eingeschränkt. in manchen zusammenhängen war vielleicht fernleihe möglich, aber auch hierzu war der zugang sehr beschränkt.

nun hätte man sicherlich viele bücher und fachzeitschriften per post bekommen können, doch auch dies gestaltete sich schwieriger, da der zugang zu den katalogen und verlagsmitteilungen nicht leicht war. denn nicht nur bibliotheken waren schwer zu erreichen, sondern ebenso buchläden oder gut sortierte kioske. das internet bietet für all dies eine lösung, die inzwischen selbst das angebot in metropolen bei weitem überschreitet. das heisst, wenn ein anschluss ins internet vorhanden ist, was sicherlich in manchen ländlichen regionen weiterhin schwierig ist, dann lässt sich die gesamte bandbreite des wissens im netz nutzen. abgesehen von den möglichkeiten der unkomplizierten bestellung der bücher und zeitschriften.

dazu kommt, dass der wissenspool inzwischen dimensionen erreicht hat, dass die üblichen suchformen nicht mehr ausreichen. zuerst ist es für jeden einzelnen hilfreich, sich auf bereiche zu beschränken. denn die recherche könnte im netz ausufernd werden. und dann sind die suchbegriffe wohlüberlegt einzugeben. denn gibt man einen zu übergreifenden begriff ein, hat man mal locker mehrere millionen treffer. wie sollte man diese bewältigen? also besteht die gefahr eines riesigen wissenspools sicherlich darin, dass in suchmaschinen schlechter platzierte ergebnisse übersehen werden. deshalb ist eine schrittweise eingrenzung der suche sehr hilfreich um sich den eigenen interessen anzunähern.  wenn das geschafft ist, dann bietet das web 2.0 allerdings informationen in einer bandbreite, die kein anderer ort leisten kann. und dies beinahe unbegrenzt an jedem standort. das ist eine chance für die jeweils eigenen interessen, die früheren generationen nicht zur verfügung standen.

schreibpädagogik und anregende diskurse

schreibgruppen schreiben, aber sie lesen sich auch gegenseitig die entstandenen texte vor und geben sich feedback. aus diesem verbalen austausch können diskurse entstehen, die sehr anregend sind. oder es wird eine kleine diskussion einer schreibanregung vorangestellt, die teilnehmerInnen der schreibgruppe werden aufgefordert, sich zu fragen zu positionieren. auch diese diskussionen können sehr interessant werden, so dass es von den teilnehmerInnen als störend empfunden werden kann, wenn die leitung diese diskurse unterbricht.

die gespräch haben sicherlich auch die funktion, sich in der gruppe näher kennenzulernen, sie haben also eine soziale funktion. doch sie verlieren ihre funktion eine schreibanregung zu sein, wenn sie sich verselbstständigen. so interessant solch ein diskurs sein kann, die schreibgruppenleitung ist ab einem bestimmten moment aufgefordert, ihn zu unterbrechen und zum schreiben aufzufordern. denn sonst wird zwar erst der diskurs geschätzt, doch später werden die teilnehmerInnen feststellen, dass sie in der schreibgruppe wenig zum schreiben gekommen sind.

eine zusätzliche alternative bietet inzwischen das internet. es kann die schreibgruppe dazu angeregt werden, sich doch in einem blog oder in einem chatroom weiter auszutauschen. so kann der anregende diskurs an einen anderen ort verlagert werden. dabei kann sich herausstellen, dass er doch nicht weitergeführt wird, das tut aber dem grundgefühl, nicht vollständig gestoppt zu werden während der schreibgruppe keinen abbruch. denn als leitung einer schreibgruppe hat man nicht nur die rolle, die entscheidungen zu treffen, sondern auch auf die bedürfnisse der teilnehmerInnen einzugehen. die verlagerung des diskurses in das internet bietet dazu eine gute möglichkeit. einzig zu beachten ist dabei, dass alle sicherheitsstandards erfüllt und der diskurs nicht öffentlich wird, sondern an einem ort, der nur mit passwort zu erreichen ist, geführt werden kann.

biografisches schreiben und kinderbücher

harry potter war ein viel beschriebenes phänomen, das eigentlich der zeit widersprach, in der kinder sich nicht unbedingt dem buch, sondern anderen unterhaltungen zuwenden. wer kann sagen, wie dies in wenigen jahren aussehen wird. doch bei der betrachtung der eigenen lebensgeschichte erinnern sich beinahe alle menschen noch an die bücher, die sie als kinder berührt haben. ob das der „räuber hotzenplotz“, die bücher von „hanni und nanni“ oder die werke von astrid lindgren und michael ende waren, beinahe alle haben ihre geschichten, die auch später noch präsent sind.

so ist es für das betrachten der eigenen biografie unterstützend, neben dem blick auf die kinderspiele, die gespielt wurden, einen weiteren blick auf das gelesene oder vorgelesene zu werfen. was hat einen damals bewegt? mit welchen protagonisten fieberte man mit? eine interessante frage, da dies die eigene entwicklung sicherlich mit beeinflusste. so wie manche pädagogen damals vor der anarchischen „pippi langstrumpf“ warnten, so sehr schlossen sie kinder in ihr herz und versuchten eigene fantasievolle wege zu beschreiten. denn pippi langstrumpf besaß fähigkeiten, die sie unabhängiger von der erwachsenenwelt machten.

ähnlich war es mit harry potter, der sich durch seine fähigkeiten bei der zauberei, der welt der erwachsenen entziehen konnte. und auch die „unendliche geschichte“ von michael ende, verwob die fantasie des kindes mit der fantasiegeschichte eines buches, abseits der welt der erwachsenen. wahrscheinlich sind die bücher deshalb so erfolgreich gewesen.

beim biografischen schreiben besteht nun die möglichkeit einen blick darauf zu werfen, welche formen man selber entwickelte, sich der welt zu entziehen, welche fantasien in spiele eingingen. in diesem zusammenhang scheint der blick lohnenswert welche anregung einen beeinflusst haben. womit ich wieder bei den kinderbüchern wäre, denn auch karl may oder die tiergeschichten und romane über pferdeställe hatten keine andere bedeutung.

kreatives schreiben und visuelle medien

was regt die kreativität an? das können verbale oder schriftliche schreibanregungen sein. es können aber ebenso visuelle reize wie fotografien und gemälde sein. doch heute ist eine änderung im ausdruck zu verzeichnen. manche sprechen schon von einer schreibenden und redenden vergangenheit zu einer visuellen zukunft. lesen ist auch visuell, doch die audiovisuellen medien sind auf dem vormarsch.

das fernsehen existiert schon länger, doch es wird inzwischen noch ergänzt von den angeboten im internet. ob das der zuwachs bei youtube oder flickr ist, die verlagerung des fernsehens ins internet oder die ganzen flash-animationen sind, bewegte bilder mit ton sind weiter auf dem vormarsch.

eine folge ist die abnahme der werbung in den printmedien und eine verlagerung ins internet. es wird stärker mit bewegten bildern und lettern gearbeitet. das kann vom versuch, einen kreativen ausdruck zu finden nicht ganz getrennt werden. das kreative schreiben wird dadurch langsam zum gegenpol, zur gegenbewegung. es stellt die ruhige, ungeschnittene kreative alternative dar. so wie es eine bewegung zum low living, zur entschleunigung gibt, die sich nicht mehr der beständigen beschleunigung von kommunikation und information unterwerfen will, so lebt das kreative schreiben von zeiträumen, die einer einzigen tätigkeit gewidmet sind.

kreatives schreiben kann eine erholungsphase in einer welt des multitasking darstellen, die verstärkt geschätzt wird. sowohl das schreiben als auch das vortragen der texte kann nicht verbunden werden mit telefonieren am handy oder dem zwischenzeitlichen blick auf den fernseher. man ist „gezwungen“ sich auf eines zu konzentrieren. einzig musik kann noch den schreibprozess untermalen.

und doch können visuelle medien eine anregung für das kreative schreiben darstellen. was hier schon anhand von fotografien aufgezeigt wurde, lässt sich erweitern auf kleine spots, videofilme oder kurzfilme. all dies kann auch in einer schreibgruppe anregung sein, wie ein gemälde oder der alltag. die moderne literatur versucht sich teilweise auch in der kurzen sprache, ähnlich dem hiphop oder der kurz-kurz-geschichte, aber das bleiben einzelne versuche, da der intensive ausdruck doch meist den aufbau der spannung benötigt, also mehr text. vielleicht sollte sich das kreative schreiben dieser stärke vermehrt bewusst werden, einen keil in die hektik zu treiben.

schreibidee (64)

schreiben über und mit gemüse. gemüse erfüllt im leben mehrere funktionen, als speisebeilage und als eigenständiges gewächs. so kann es auch in der schreibgruppe verwendet werden.

zum einen kann man sich bei einer geschriebenen geschichte über das literarische gemüse, also die beilagen unterhalten und sie entwerfen. wird zum beispiel in der schreibgruppe eine geschichte mit einem erzählstrang verfasst, ließe sich danach ein zweiter beilagen-strang entwickeln. die teilnehmerInnen sollten sich, einem speisenteller gleich überlegen, welche beilage ihnen zu der geschichte anderer teilnehmerInnen einfällt. dieser strang wird geschrieben und dann in die erste geschichte im reissverschlussverfahren eingefügt.

zum anderen lässt sich aber auch über das gemüse an sich schreiben. dazu ist es sinnvoll, dass die leiterInnen der schreibgruppe eine auswahl an verschiedenen gemüsesorten mit in die schreibgruppe bringen. nun ist es an den teilnehmerInnen, sich eines auszuwählen, es vor sich an den schreibplatz zu legen und assoziationen anzustellen. dann soll eine geschichte zu dem jeweiligen gemüse verfasst werden. die geschichten werden in der schreibgruppe vorgestellt. während die geschichten vorgelesen werden, notieren sich alle anderen teilnehmerInnen assoziationen zu den vorgelesenen geschichten. denn zum schluss wird ein gemüseeintopf geschrieben. eine geschichte aus den assoziationen zu allen anderen gemüsegeschichten. und dann kann, wenn die möglichkeit besteht, gekocht werden.

web 2.0 und … – übersicht bis 25.10.08

es gab in den letzten monaten eine menge posts zum thema „web 2.0 und …“ . hier sind die bisher angesprochenen themen aufgelistet. wenn die überschrift „web 2.0 und begriff“ in die suchfunktion eingegeben wird, kann das post noch einmal gelesen werden. dies waren die themen der letzten monate:

 

content management system – copyright – das ist erst der anfang – denunziation – der buchmarkt – die „generation google“ – ehrlichkeit – eltern und kinder – erscheinungsbild – exhibitionismus und voyeurismus – googlization – kreatives schreiben – internet-online-kurse – lesen – macht – olympia und zensur – olympia und zensur (2) – philosophie – politik – politik-netzpolitik.org – prêt-à-porter – regulation – schreiben – sicherheit – sucht – texte veröffentlichen – unübersichtlichkeit – veraltete blogs – virtuelle festplatten – wahlkampf – wirtschaft in „brand eins“ – zugang

schreibpädagogik und … – übersicht bis 25.10.08

es gab in den letzten monaten eine menge posts zum thema „schreibpädagogik und …“ . hier sind die bisher angesprochenen themen aufgelistet. wenn die überschrift „schreibpädagogik und begriff“ in die suchfunktion eingegeben wird, kann das post noch einmal gelesen werden. dies waren die themen der letzten monate:

 

aufgabenverweigerung – autismus – beratung – berufstätigkeit – bibliotheken – blog und interaktivität – der anspruch von außen – der eigene anspruch – die schweiz – e-learning – feedback zur schreibgruppe – gesellschaftstheorie – gespräche – gruppendynamik – gruppengröße – gruppenzusammensetzung – interaktivität – kleingruppen-konflikte – klima – kreativitätsforschung – lebenskrisen – lehrbriefe – leitung – lernen (1) – lernen (2) – lernplattform – lesegruppen – lust am schreiben – migrationshintergrund – narzissmus – psychologisches (1) – psychologisches (2) – schreibgeschwindigkeit – schreibtherapie – schulaufsätze – schule – selbsterfahrung – selbstorganisierte schreibgruppen – sexuelle orientierung – tabu – universitäten – virtuelle textkritik – wissenschaften – zeitrahmen

biografisches schreiben und … – übersicht bis 25.10.08

es gab in den letzten monaten eine menge posts zum thema „biografisches schreiben und …“ . hier sind die bisher angesprochenen themen aufgelistet. wenn die überschrift „biografisches schreiben und begriff“ in die suchfunktion eingegeben wird, kann das post noch einmal gelesen werden. dies waren die themen der letzten monate:

 

arbeitsverhältnisse – archive – briefe – daten – die wahrheit – entschleunigung – feinde – finanzen – fotografien – freundschaften – geheimnisse – gelesenes – generationen – geräusche – gesellschaftliches engagement – gewinn / verlust – hobbys – jahreszahlen – kindheit – kunstfreiheit – laster – liebe – lieblingsorte – mindmapping – moden – nachbarschaft – niederlagen – politik – politische bewegungen – sachzwänge – sammlungen – schulanfang – schulzeit – schwule – selbstwert – sozialer status – therapeutischer effekt – tradition – traumata – umbrüche – unterstützung – verwandtschaft – wiedervereinigung – ziele

kreatives schreiben und … – übersicht bis 25.10.08

es gab in den letzten monaten eine menge posts zum thema „kreatives schreiben und …“ . hier sind die bisher angesprochenen themen aufgelistet. wenn die überschrift „kreatives schreiben und begriff“ in die suchfunktion eingegeben wird, kann das post noch einmal gelesen werden. dies waren die themen der letzten monate:

 

alter – anerkennung – beziehungen – der computer – der innere zensor – dialekt – die internationale funkausstellung in berlin – die zukunft – emotionen – entschleunigung – entspannungsübungen – esoterik – experimente – fotografie – gefühligkeit – geld – gelesenes – großstädte – humor – krankheiten – kreativität – legasthenie – lesen – liebe – lust – lyrik – nahverkehr – nonsens – online-kurse – poetry slam – reden schreiben – reisen – schreibgruppenleitung – schreiborte – schreibtisch – soziale berufe – stil – stress – subjektivität – tod – überraschungseffekt – vorlesen – vorträge – wortschöpfungen – wortschöpfungen (2) – zeitschriften

web 2.21 – 13dinge

das web 2.0 und das bloggen gibt es nun schon eine geraume zeit, doch für viele menschen, die bisher in ihrem berufsleben und in ihrer laufbahn nicht allzuviel kontakt mit dem computer hatten, ist dies ein neues feld. wenn einmal gelernt ist es vor allen dingen ein feld das vieles erleichtert. wer zum beispiel für seine arbeitsstelle einen internetauftritt plant, dem erleichtert die blogger-software das layout inzwischen enorm. früher quälte man sich durch dien html-code und versuchte stück für stück zu verstehen, wie sich bilder, texte oder auch kommentarfunktionen integrieren lassen.

für die erstellung eines blogs ist die kenntnis über den html-code beinahe nicht mehr notwendig (auch wenn es weiterhin hilfreich ist sich damit auszukennen). doch einen blog zu bedienen erschließt sich zwar leichter aber nicht von allein. und da anscheinend im bibliothekswesen ein größerer bedarf besteht, das bloggen zu lernen und das web 2.0 kennenzulernen, wird inzwischen wieder ein online-kurs, in den man auch noch später einsteigen kann, angeboten. man kann entweder die vorgeschlagenen 13 schritte selber für sich zu hause probieren oder sich bei dem kurs anmelden und seine ergebnisse den anderen teilnehmerInnen zur verfügung stellen. für diesen kurs gab es vor kurzer zeit schon einmal einen vorläufer, der inzwischen aber vollständig durchgeführt wurde. das relativ neue angebot findet sich unter http://13dinge.wordpress.com . viel spaß und erfolgreiches bloggen.

aktionswoche „deutschland liest – treffpunkt bibliothek“

die öffentliche bibliothek ist auch eine institutionen des bildungsauftrages der gesellschaft wie das fernsehen. sie wird weiterhin gern genutzt, auch wenn ihre ausstattung inzwischen in vielen bereichen zu wünschen übrig lässt. auch hier ergibt sich das problem, dass die finanzen beständig verringert wurden und somit für viele bibliotheken die neuanschaffungen geringer ausfielen. aber bürgerInnen nutzen weiterhin das große angebot, ein buch nicht selbst kaufen zu müssen, wenn es ausgeliehen werden kann.

leider erheben viele bibliotheken inzwischen eine gebühr für die mitgliedschaft, die das ausleihen für familien wieder zu einem kostenfaktor werden lässt. da ist der internetanschluss mit der teilweise kostenlos zur verfügung gestellten literatur die preiswertere alternative. nun starten heute die bibliotheken in deutschland eine aktionswoche und imagekampagne für ihr angebot. eine sinnvolle sache, über viele veranstaltungen zum preiswerten bücher lesen einzuladen.

auf der homepage http://www.treffpunkt-bibliothek.de ist das gesamte bundesweite programm für die aktionswoche vom 24ten oktober bis zum 31ten oktober zu finden. besucherInnen der seite können die angebote für ihre region auswählen und es wird vieles geboten. die webseite ist erfrischen layoutet. leider kommen die begleittexte für die aktionswoche sehr altbacken und rechtfertigend daher. anstatt das wirklich interessante programm auf der extra für die aktionswoche eingerichteten internetseite in den vordergrund zu rücken und die vielfalt der bibliotheken aufzuzeigen, verstellen beinahe wissenschaftlich-bürokratische begründungen für das bibliothekswesen den weg. leselust kann anders dargestellt werden. trotzdem ist die seite ein pool an informationen, aus dem man sich auswählen sollte, was einen interessiert. denn bibliotheken sind toll! 😀

wer macht hier für wen fernsehprogramme? – ein kommentar

 

stellen sie sich vor, sie sind 14 tage im urlaub. sie kommen nach hause, lesen die angesammelten tageszeitungen und stellen fest, dass ihre lieblings-politik-sendung im fernsehen einen skandal aufgedeckt hat, der den rücktritt eines bundesministers zur folge hatte. alle zeitungsartikel beziehen sich auf die sendung, die sie sich noch einmal im internet ansehen wollen. das geht nicht, denn ihr urlaub findet nach dem mai 2009 statt. die 12. novelle des rundfunkstaatsvertrags ist gerade in kraft getreten und selbstproduzierte sendungen dürfen nur noch 7 tage vorgehalten, also im internet gezeigt werden. wer heckt so einen wahnsinn aus?

sie zahlen ihr zeitungsabo, um auch nach ihrer abwesenheit die alten zeitungen noch einmal lesen zu können. sie zahlen gez-gebühren und wenn sie einen betrieb haben, sogar für ihre computer, dürfen aber alte sendungen nicht mehr sehen. und das in einer so genannten informationsgesellschaft. dafür können sie aber bei den privaten tv-anbietern den ganzen „schrott“ bis zum abwinken noch einmal ansehen. wer heckt so einen wahnsinn aus?

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schreibpädagogik und virtuelle textkritik

das internet hat einen vorteil: über weite distanzen kann man sich über geschichten und texte austauschen. sollten sich also im näheren umfeld erst einmal keine menschen finden, die sowohl selbst gern schreiben, als auch sich gern über geschriebene texte auseinandersetzen, bieten mail, chat und web viele möglichkeiten. auch das übliche textverarbeitungsprogramm kann dabei eine große hilfe sein.

so lassen sich in den geschriebenen texten, einzelne abschnitte markieren, mit kommentaren versehen, textänderungen und -vorschläge einfügen. wiederum software für das web 2.0 bietet die chance eines beinahe direkten austausches. so kann blogger-software dafür verwendet werden, auf einer verschlüsselten seite, sich gemeinsam über einen oder mehrere dort veröffentlichte texte auszutauschen. oder es besteht die möglichkeit, wenn mehrere teilnehmerInnen die autorInnenrechte haben, sich überhaupt die texte gegenseitig auszutauschen. es ist dabei immer zu beachten, nur die menschen teilhaben zu lassen, die man teilhaben lassen will. zu beachten ist dabei, dass sich schriftlich kritik häufiger direkter, ja schmerzhafter formulieren lässt als mündlich. hier sind alle angehalten, sich selbst dabei zu beobachten, ob sie jetzt etwas formulieren, das sie so nicht sagen würden oder ob sie aus lauter angst etwas falsch machen zu können, nur nette kritiken schreiben. auch in diesem zusammenhang geht es um die überwindung des inneren zensors. und sollte sich einmal ein konflikt bei der gegenseitigen virtuellen textkritik ergeben, dann kann immer noch überlegt werden zum telefonhörer zu greifen und sich darüber in einem ausführelichen gespräch auszutauschen.

aber es ist nicht zu leugnen, das internet bietet die chance in hoher geschwindigkeit, gemeinsam an texten zu arbeiten. eine sache, die sich früher eher mühsam gestaltete, bis die texte per post ankamen und in der folge entweder abgeschrieben, kopiert oder handschriftlich verändert werden mussten. wichtig bei den heutigen virtuellen möglichkeiten ist die abspeicherung der zwischenschritte, um sich den verlauf noch einmal vergegnwärtigen zu können.

biografisches schreiben und gewinn / verlust

 

selten verläuft ein leben gradlinig, wie es sich manche menschen wünschen. denn es gibt eine menge faktoren, die weder vorhersehbar, noch berechenbar sind. die meisten menschen erklären im nachhinein, dass die momente, die sie am meisten wachsen ließen, die überraschenden waren. also die momente, in denen das so genannte „schicksal“ zuschlug. um sich seiner lebensgeschichte anzunähern, also die selbstreflexion zu intensivieren, ist eine stimmungskurve oft hilfreich. dabei soll es dieses mal um die subjektive einschätzung diverser ereignisse im nachhinein gehen, also aus zeitlicher distanz.

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