schreibidee (57)

dem wetter angemessen soll es dieses mal um stürmische texte gehen. der einstieg kann in schreibgruppen zum beispiel über die darstellung der zeit des sturm und drangs erfolgen. man kann sich aber auch auf die wetterphänomene oder den klimawandel berufen. ja, es kann sogar auf die „stürmischen zeiten“ bezug genommen werden. als erstes sollten die teilnehmerInnen eine definition formulieren, was ein sturm überhaupt ist. diese beschreibung ist kurz zu halten und wird anschließend in der gruppe vorgestellt. dadurch entsteht ein schöner pool an verschiedenen definitionen eines „sturms“.

angelehnt an die beschreibungen können nun alle einen text verfassen, der davon handelt, was passieren würde, wenn ein sturm durch das eigene leben rasen würde. diesen text verfassen alle nur für sich selber und er wird nicht vorgestellt. es bleibt ein persönlicher text, der die anregung für die letzte geschichte darstellt. denn nun ist es an der zeit, einen stürmischen text zu verfassen. der text kann bezug auf einen selber nehmen, muss es aber nicht. doch er sollte sehr emotional, vorwärtsdrängend, „alles hinwegfegend“ und unaufhaltsam sein.

dadurch können in der schreibgruppe „starke texte“ entstehen, die möglichst den inneren zensor hinter sich lassen und zumindest in der geschichte auch eine zerstörerische kraft entfalten. es kann aber auch die zeit nach dem sturm betrachtet werden, wenn wieder aufgeräumt wird und doch die welt um einen herum ein wenig „ver-rückt“ wurde, sich also etwas geändert hat. die am schluss entstehenden texte werden einander vorgestellt und können im feedback nach windstärken beurteilt werden. welcher text ist in den augen der anderen der stürmischste?

2 Antworten zu “schreibidee (57)

  1. Ein Billig Text mit 94 Worten

    Es war einmal ein Bauer.
    Um sein Korn verkaufen zu können, musste er mehrere Tage mit seinem Esel übers Land reiten.
    Einmal zog sich seine Reise zum Markt besonders in die Länge und sein Proviant ging zur Neige.
    Als der Bauer dem Esel sein letztes Stück Brot gab, wurde er von einem Hirtenjungen, der dies beobachtet hatte, gefragt: „Weshalb gibst du diesem Esel deinen letzten Bissen?“
    Der Bauer antwortete. „Na, wenn ich alles alleine esse, ärgert mich jeder Krümel, der auf den Boden fällt. So aber fühle ich mich reich.“
    Sprach´s und wanderte weiter.

    Sabine Samonig

  2. hallo sabine,

    ich habe den text noch einmal extra in den blog gesetzt, gehört er doch zur schreibaufgabe 14, denke ich 😆

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