biografisches schreiben und medien

 

von woody allen gibt es den schönen film, der zeigt, wie groß die wirkung des radios und der sendungen, die verbreitet wurden auf das leben der menschen war, als ein fernseher noch nicht in jedem haushalt zu finden war. schon die erfindung des buchdrucks veränderte das verhalten ganzer gesellschaften, das erleben der gegenwart. heutige generationen wachsen in jeder hinsicht multimedial auf. früher waren es einzelne medien, die große wirkungen hinterließen. zum beispiel bei der frage, an welche fernsehereignisse man sich erinnern kann, formulieren viele menschen die mondlandung oder die öffnung der mauer bei der wiedervereinigung.

bei der betrachtung der eigenen lebensgeschichte kann man einmal einen blick darauf werfen, welche medialen ereignisse einfluss auf die eigene biografie hatten. was regte zum nachdenken an und an welcher gesellschaftlichen diskussion beteiligte man sich aufgrund eines solchen ereignisses. hat ein film im kino ein bestimmtes lebenskonzept vermittelt, dem man sich annähern wollte? oder hat eine berichterstattung eigenes gesellschaftliches engagement ausgelöst. medien werden bei uns allzuoft ausschließlich unter ihren negativen aspekten betrachtet und gar nicht beachtet, welche wirkung sie auf den einzelnen menschen haben. höchstens der manipulative aspekt wird dabei meist erwähnt, ein aspekt der häufig überschätzt wird.

es geht immer darum, was der einzelne mensch aus dem erfahrenen macht. sicherlich vermitteln medien auch immer moden oder bilden sogar die vorherigen gesellschaftlichen entwicklungen ab. sie können aber auch zu weiterem anregen, selbst wenn sie erst einmal einseitig wirken. so kann es beim betrachten der eigenen biografie hilfreich sein zu überlegen, welches das eigene lieblingsbuch, die lieblingszeitschrift, der lieblingsfilm oder die lieblingshomepage ist. und sich dann noch einmal gedanken zu machen, was denn an den jeweiligen medialen ausdrücken einem so wichtig ist, einem so gefallen hat. wurden eigene sehnsüchte verstärkt oder handelte es sich um ein ästhetisches erlebnis. um sich zum schluss die frage zu stellen, inwieweit die medien das eigene leben beeinflusst haben.

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