Tagesarchiv: 5. November 2008

web 2.0 und standortbestimmung

standortbestimmung ist hier in seiner reinen form, nämlich der erkennung des standortes von nutzerInnen technischer geräte, gemeint. die angabe der ip-adresse beim austausch von daten lässt schon einen rückschluss auf die anwenderInnen zu. die verwendung von handys lässt sich auf das sendegebiet der telefonierenden zurückführen. die verwendung von gps bei fahrzeugen erleichtert auch die standortbestimmung der fahrenden.

nun will firefox in seinen neuen versionen einen programmzusatz für den browser anbieten, der es anderen internetnutzern ermöglicht, ihr virtuelles gegenüber zu orten. das klingt erst einmal nett, da dadurch bei reisen oder ausflügen das standort-nahe angebot von gaststätten, unterkünften oder angeboten eingeholt werden kann.

die zusatzfunktion kann von den nutzerInnen des browsers ein- oder ausgeschaltet werden. doch langfristig war solch ein schnickschnack nie sicher, irgendwer hat sich dies gern aus anderen gründen zu nutze gemacht. da stimmt es traurig, dass inzwischen open-source-programme der verletzung des datenschutzes tür und tor öffnen. denn eine naive verwendung der funktion lässt rückschlüsse zu, dass sich die anwenderInnen zu bestimmten zeitpunkten nicht zuhause befinden. und es lässt sich natürlich eine wunderbare datensammlung der persönlichen adressen mit standortbestimmung herstellen. datenschützer haben anscheinend bei mozilla schon angefragt, wieweit die daten gesammelt werden oder werden können. der browser, der relativ hohe sicherheit versprach verspielt damit seine zuverlässigkeit. da ist es zeit, entweder den browser zu wechseln oder eine variante ohne das zusatzprogramm anzubieten.

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jazzfest berlin

da sich im schmuddelherbst in berlin die massenwirksamen outdoor-großevents nicht mehr so verwirklichen lassen, bietet es sich an, dass kleinere aber feinere kutlurveranstaltungen die bewohner und touristen aus ihren zimmern locken. neben den ausstellungen und märchentagen gibt es noch eine weitere feste institution, die nicht weniger bekannt ist und ein vielfältiges angebot bereit hält.

seit heute, den 5ten november, bis zum 9ten november findet das berliner jazzfest statt. dabei können viele verschiedene konzerte, wovon etliche natürlich ausverkauft sind, in der ganzen stadt verteilt besucht werden. mehr informationen sind hier zu finden: http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/07_jazzfest/jazz_start.php .

warum die info dazu in diesem blog? musik kann entweder eine untermalung zum schreiben darstellen oder die komposition von musik kommt der komposition von geschichten und romanen nahe. besonders interessant und auch einmal in seiner erscheinung macht die improvisation den jazz. dem sehr nah kommt das kreative schreiben, das jedesmal andere ergebnisse zeitigt und eine form der schreibenden improvisation darstellt. besonders interessant könnte da einmal die kombination von improvisierten texten und musiken sein.

schreibidee (67)

menschen spielen gern. egal ob jung oder alt, einmal angefangen, finden die meisten spaß am spielen. eine möglichkeit dies umzusetzen sind so genannte schreibspiele. doch man kann die ganze sache auch andersrum angehen. und zwar ist das ziel dieser schreibidee, mit einer schreibgruppe rätseltexte zu verfassen.

um einen einstieg in diese form des schreibens zu finden, können erst einmal etwas anspruchsvollere kreuzworträtsel ausgeteilt werden. solche rätsel sind in der „zeit“ oder im „süddeutsche magazin“ zu finden. diese stellen nicht einfach wissensfragen, sondern erwarten von den ratenden außergewöhnliche denkmuster, um eine lösung zu finden. vielleicht können rätsel gefunden werden, die von den teilnehmerInnen nicht zu schwer gelöst werden können. man kann aber auch selbst ein umschreibendes kreuzworträtsel entwerfen, das sich zum beispiel um das kreative schreiben drehen kann.

nach dieser raterei können rätsel in gedichtform vorgelesen werden und die teilnehmerInnen werden aufgefordert ähnliches zu formulieren. dann wird reihum geraten, um was es sich handeln könnte.

und nun werden die teilnehmerInnen der schreibgruppe aufgefordert, eine geschichte zu schreiben, die mit einer frage an die leserInnen endet. das zu erratende ergibt sich aus dem text. es kann sich entweder um eine kleine kriminalgeschichte oder um ein rätsel in textform handeln. die geschichten werden vorgestellt und die schreibgruppe versucht die lösung zu erraten. dafür sollte auf alle fälle genug zeit eingerechnet werden, damit auch wirklich gespielt werden kann.