Tagesarchiv: 11. November 2008

schnickschnack (46)

mancher theoretiker behauptet, kreativität und künstlertum entstehen aus der abwesenheit von sexualität. nun, aktuell müssten dann die usa das kreativste land der welt sein. wie ich darauf komme? aus den usa kommt die bewegung, die jugendlichen und jungen erwachsenen vor allen dingen vermitteln möchte, vor der ehe sexuell abstinent zu bleiben.

die konsequenz aus dieser modernen prüderie lässt sich inzwischen an den vielen jugendschwangerschaften ablesen. doch man sollte nicht unterschätzen, wieweit auch bei uns der trend, sexualität wieder ins verschlossene kämmerlein zu sperren. das ist schade und der lust abträglich. aber gut, jeder so wie er möchte. als gegner dieser entwicklung sollte man aber zumindest wissen, welche positionen im land der christlichen fundamentalismen vertreten werden. dies ist zu finden beim „abstinence clearinghouse“ und dessen homepage: http://www.abstinence.net/  . noch aktueller präsentiert sich der blog unter: http://blog.abstinence.net/ .

und dann einfach kreativ sein und sich freischreiben, egal in welche richtung. 👿

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wortklauberei (13)

„schicksalsreportage“

dann, wenn der aberglaube ins spiel kommt (wie hier bei der wortklauberei „13“), dann stehen alle tore für absurdes offen. immer wieder tuen sich die privatsender des fernsehens durch einen hang zur mystik und zum aberglauben hervor. darum fällt es ihnen auch so leicht, über ufos, außerirdische und dergleichen mehr zu berichten. hat wohl was mit der kundenbindung zu tun. der mensch widmet sich in unsicheren zeiten gern dem gedanken, er habe keinen einfluss auf die entwicklung und außergewöhnliche ereignisse im hintergrund steuerten sein leben. ist der hang zu den männlein vom mars und weiblein von der venus beim einzelnen gering, dann gibt es immer noch den gedanken ans „schicksal“. das soll hier nicht heißen, dass es nicht ereignisse gibt, die einen überraschen und auf die man keinen einfluss hat.

es soll nur heißen, dass die schicksalsereignisse so überraschend kommen, dass eine kamera nun nicht dabei sein kann. so wird es schwierig mit der „schicksalsreportage„, die sich eher in einer schicksalsnacherzählung erschöpft. zu den erzählungen gehört es, dass von den betroffenen möglichst dass innerste nach außen zu kehren ist, damit etwas entsteht, das manche journalistInnen als „authentisch“ bezeichnen. da wird dann gern die kamera auf die verzweifelten gehalten und viele zuschauer befinden sich sofort im zustand des „fremdschämens“. sie halten diese reportage schwer aus. ebenso wie die menschen, über die berichtet wird. meist realisieren sie erst einige zeit später, dass ein schwacher moment in ihrem leben dafür genutzt wurde den voyeurismus anderer zu befriedigen. und im nachhinein entwickelt sich die reportage für sie zu einer katastrophe. wahrscheinlich ist das mit dem begriff „schicksalsreportage“ gemeint 😦

kreatives schreiben und kombinationen

 

ein zeichen von kreativität ist es, dinge kombinieren zu können und einfach zu kombinieren, die eigentlich nicht kombiniert werden können. wie hier schon einmal beim „überraschungseffekt“ aufgezeigt, macht meist das unerwartete texte interessant. aber es geht nicht nur um die überraschung bei einer gewissen kombinationsfähigkeit. es geht darum, dinge miteinander verknüpfen zu können.

nehmen wir einmal die situation, dass ich zwei erlebnisse im alltag hatte, die ich mir als mögliche geschichtsideen notierte. nach einer gewissen zeit entsteht die idee, etwas über den alltag zu schreiben. beim kreativen schreiben fällt es dann nicht mehr schwer, verschiedene erlebnisse in einer geschichte zu vereinen. bei einer geschichte zum alltag mag das noch leicht fallen, da erlebnisse aneinandergereiht oder verschränkt werden können.

schwerer fällt es, wenn die zwei ideen eigentlich nichts miteinander zu tun haben. und doch ermöglichen es die kreativität und das kreative schreiben, dass absurde geschichten entstehen und gedacht werden dürfen. oder es besteht die möglichkeit, eine verknüpfung zu finden, die bis dahin nicht gedacht wurde, aber nichts mit absurdität zu tun hat, sondern realität nur anders abbildet.

diese fähigkeit zur kombination kann erlernt werden. Weiterlesen