wortklauberei (14)

„handy“

es wäre einmal interessant, wer den namen für das „mobile phone“ im deutschen erfunden hat. ein witz besagt, es wären die schwaben gewesen, da sie immer fragten „hänn die des kabel vergässa?“. doch es ist zu vermuten, dass das „handy“ seinen namen der tatsache verdankt, dass es in der hand liegt und von dieser gehalten wird. aber wann das geschah ist schwer zu sagen. waren die früheren mobiltelefone doch eher von der größe einer schweinshaxe und hatten die form eines walkie-talkie.

heute verschwinden die dinger in der hand und werden in kindersöckchen gepackt. so sollten sie inzwischen eigentlich „losy“ heißen. und nicht zu vergessen, sie sind eine seuche geworden. es vergeht kein tag, an dem einem nicht jemand vor den füssen rumlatscht und nicht vom fleck kommt, da schnell im gehen die neuste sms gelesen werden muss. es vergeht kein tag, an dem nicht ein autofahrer einen fast vom fahrrad schmeißt, da die rechte hand das telefon ans ohr hält. und es geht vor allen dingen kein tag, an dem nicht jemand über den gesamten u-bahnhof brüllt, da er nicht glauben kann, dass so etwas kleines einen guten empfang haben kann.

so plädiere ich dafür, den namen des geräts zu verändern in „loudy“, „wriggly“ oder „killy“. aber es würde mir auch gefallen, wenn man sich dazu durchringen könnte, worte wie „nervy“ oder „strahly“ zu verwenden. das „y“ sollte man auf keinen fall beseitigen, ist es doch so süss, das kleine. 🙄

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