Tagesarchiv: 16. November 2008

schreibpädagogik und buchtipps

schreiben ist ohne lesen unvorstellbar. menschen, die gern schreiben lesen meist auch eine menge. und der buchmarkt in deutschland ist ein großer vielfältiger. was bedeutet, dass niemand alle bücher gelesen haben kann, und viele menschen viele verschiedene bücher lesen.

deshalb bietet es sich in schreibgruppen an, sowohl einen zum thema passenden kleinen büchertisch einzurichten als auch die teilnehmerInnen aufzufordern, selber buchtipps zu geben. das wird oft gern gemacht, da alle bücher haben, die ihre eigene kreativität und fantasie angeregt haben. in diesem zusammenhang kann ein blog, extra parallel zur schreibgruppe eingerichtet, wunderbare dienste leisten. hier besteht die möglichkeit eine unterseite einzurichten, in der kleine literatur- oder fachbuchempfehlungen gegeben werden können. diese tipps sind dann nicht nur den teilnehmerInnen der schreibgruppe zugänglich, sondern auch anderen leserInnen des blogs.

letztendlich unterscheidet sich diese vorgehensweise nicht groß von den buchrezensionen bei „amazon“, die von kundInnen abgegeben werden können. aber es entsteht durch diese empfehlungen noch einmal eine weitere form des intensiven zusammenarbeitens in den schreibgruppen. richtig interessant bei einer länger arbeitenden schreibgruppe wird es, wenn mehrere personen das gleiche buch gelesen haben und sich dazu äußern, sind die einschätzungen doch oft sehr verschieden.

eine weitere variante könnte es sein, dass sich parallel zur schreibgruppe eine lesegruppe aus den teilnehmerInnen bildet, die sich für eine gewisse zeit vornimmt, ein buch zu lesen, dass anschließend in der lesegruppe diskutiert und analysiert wird, vielleicht auch unter schreibtechnischen und textaufbauaspekten. so wird das lesen als regelmäßiger bestandteil in die schreibgruppe eingebunden.

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schreibidee (70)

die zeit der laternenumzüge mit „laterne, laterne – sonne, mond und sterne“ hat mich auf die schreibidee gebracht, in einer schreibgruppe „all-geschichten“ schreiben zu können. einstieg in die schreibanregung können wortspielereien sein. die teilnehmerInnen werden aufgefordert, begriffe in den raum zu rufen, die mit der buchstabenfolge „al“ oder „all“ beginnen. diese begriffe werden auf die weiten des alls ausgedehnt.

auf einer tafel oder einem flipchart werden begriffe gesammelt wie „all-tag“, „all-ein“, „all-so“, all-raune“, „all-bern“, „all-arm“, „all-egorie“ oder „all-pen“. alle teilnehmerInnen sind aufgefordert, sich einen begriff auszuwählen, der ihnen am interessantesten erscheint. anschließend sollten sie ein cluster zu dem begriff erstellen. mitgedacht sollte auf alle fälle die unendlichkeit des alls werden.

anschließend werden all-geschichten verfasst, die sowohl die form eines science-fiction annehmen können, aber auch „all-umfassendes“ thematisieren dürfen.

anschließend werden die geschichten gegenseitig vorgetragen und ein feedback gegeben. sollten noch zeit und möglichkeit bestehen, dann könnte die schreibgruppe zum abschluss in ein planetarium gehen. natürlich kann die reihenfolge eine andere sein und das planetarium ist der einstieg in die schreibanregung.