Tagesarchiv: 24. November 2008

buchgeburt.de – ein blogtipp

im web tummeln sich eine menge hobbyschriftstellerInnen. das internet ist eine der wunderbaren möglichkeiten, erste leserInnen für die eigenen texte zu finden. aber es ist auch eine gute möglichkeit, den eigenen prozess zum eigenen buch offenzulegen. einer dieser autoren bloggt aus schweden auf http://buchgeburt.de und trägt zusammen, was alles notwendig und hinderlich sein kann, ein buch zu veröffentlichen.

allen, die vor der gleichen frage stehen, kann dieser blog eine kleine hilfe sein oder zumindest ein trost, dass sie nicht allein mit ihren schwierigkeiten der veröffentlichung sind. daneben gibt es noch bilder aus dem verschneiten stockholm 😉 . und zum beispiel einen interessanten link zu infos auf ard.de, wie ein drehbuch zu verfassen ist. der beitrag ist zu finden unter: http://buchgeburt.de/2008/11/20/rettet-die-katze/ .

die ard wiederum verweist auf eine seite des bayerischen rundfunks, die auch noch einmal einen überblick über das schreiben eines drehbuchs gibt. zu finden hier: http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/kino-kino/drehbuch-DID1222363283215/index.xml .

und wenn dann alle hürden genommen wurden, der blog von martin wird es berichten, kann man eventuell demnächst das ergebnis im bücherregal finden.

web 2.0 und europa

groß angekündigt wurde sie, die neue kulturdatenbank der eu. sie sollte kunstschätze, literatur, biobliotheken, fotografien, zeitdokumente, archive und vieles mehr aus den eu-ländern bündeln und im laufe der zeit ein riesiges archiv der europäischen kultur werden. letzte woche war es dann soweit, die datenbank ging und online. und verschwand auch gleich wieder. der server war überlastet und schaffte die anfragen nicht (anscheinend 10 millionen in einer stunde).

nun, da hat jemand mal wieder die bürger unterschätzt. aber eigentlich hätte das klar sein müssen, wenn man sich anschaut, was an kulturellem inzwischen alles im netz präsentiert wird, wieviele blogs sich mit kulturellen themen beschäftigen und wie groß der kunstausstellungstourismus in europa ist. dazu kommen dann noch journalisten und neugierige ebenso wie menschen, die recherchieren wollen. nun, der andrang brachte das ding zum abstürzen.

jetzt bekommt man, wenn man http://www.europeana.eu aufruft den hinweis, dass sich die veröffentlichung der datenbank in den dezember verzögert und daran gearbeitet wird, ein stabileres system aufzubauen. wie machen das nur andere? wir schaffen zwar einen teilchenbeschleuniger, der den urknall mit hilfe eines rechnerverbundes über die ganze welt verstreut simulieren soll. aber wir schaffen es nicht eine kulturdatenbank angemessen auf die beine zu stellen. wenn man sich anschaut, wie wenig geld für diese datenbank zur verfügung gestellt wird, wird einem die geringe wertschätzung der kultur in politischen kreisen wieder bewusst.

und die europagegner ruft dieser absturz sofort auf den plan, da sie das dilemma auf diversen kommentarseiten an der eu-bürokratie festmachen. wie wäre es damit, wenn man schon nationalistisch denkt, sich an die eigene nase zu fassen. deutschland steuert bis jetzt extrem wenig zu dieser datenbank bei und schafft es bis heute auch nicht, bundesweit eine übergreifende bibliothekendatenbank auf die beine zu stellen. peinlich, peinlich, vielleicht hilft ein bisschen weniger geschrei und viel mehr geld. dann kann auch wissen von allen genutzt werden und das große interesse gefeiert werden ❗

schreibaufgabe (17) – ergebnis

anstalt

 

soll´s geordnet sein, geregelt

widrigkeiten ausgepegelt,

lassen wir´s verwalten

mit hilfe von anstalten.

 

so wundert es den bürger nicht,

dass dieser tage,

der börsenkurs wurd´ grad zur plage,

´ne neue anstalt kommt ans licht.

 

das geld und die finanz,

sie gaben einen totentanz

und schien´ von tag zu tag labiler

gefolgt vom ruf: macht es stabiler!

 

die banken riefen: uns geht´s gut,

auch wenn der kurs nach unten stürzte,

die gewinnmargen erheblich kürzte,

nur den immobilien fehlt der mut.

 

jedoch, es fehlte das vertrauen,

in die worte dieser grauen

herren mit den großen boni

und schreibtischen aus mahagoni.

 

inzwischen war´n miliarden verzockt,

manches haus stand vor der pleite,

kunden suchten schon das weite,

aber es wurde jeder weitere kredit geblockt.

 

denn es ging um psychologie.

auch wenn sie alle riefen: nie!!

futsch war das vertrauen,

alle über´s ohr gehauen.

 

wer nun glaubte, es wird besser,

denn die vollständige deutsche staatgewalt

schuf die finanzmarktstabilisierungsanstalt,

glaubt auch an menschenfresser.

 

´ne halbe billion geschenkt,

kfz-steuern gesenkt,

die renten vergeigt,

keiner wurde angezeigt.

 

das system, das rattert weiter,

konsum, meint ein siemens-boss, sei „normal“,

co zwei und klimawandel erscheinen egal,

wo bleibt hier nur der anstaltsleiter?

 

(christof)