Tagesarchiv: 30. November 2008

schreibpädagogik und planung

 

hat man die möglichkeit, eine schreibgruppe für längere zeit zu leiten, dann ist es hilfreich, nicht alles im detail bis zum letzten termin durchzuplanen. sowohl für die leitung als auch für die teilnehmerInnen kann es interessant sein, mindestens einen termin für eine aktuelle themenwahl offen zu lassen.

hier wäre es im vorfeld sinnvoll, zwei termine früher zettel in die schreibgruppe zu geben, auf die alle teilnehmerInnen jeweils drei thematische vorschläge für ein schreibgruppentreffen notieren sollten. die zettel werden eingesammelt und alle vorschläge notiert. dann wird abgestimmt, pro person gibt es drei stimmen, welches thema zum übernächsten termin der schreibgruppe grundlage für schreibanregungen sein soll.

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schreibidee (74)

sinnsprüche erfreuen sich weiterhin großer beliebtheit. besonders ansprechend kommen sie daher, wenn sie in verbindung mit einer mahlzeit gereicht werden. dies zeigt sich bei den glückskeksen, die gern einmal mit einem asiatischen essen ausgegeben werden. nicht identisch, aber vom klang her sehr ähnlich deutet die schreibidee in richtung der asiatischen gastronomie. dieses mal wird vorgeschlagen „glückstexte“ in der schreibgruppe zu verfassen.

zuerst wäre zu klären, was glück überhaupt ist. ein wissenschaftszweig der psychologie und anderer wissenschaften versucht dies schon seit jahren, doch sie scheitern daran, dass jeder mensch unter glück etwas anderes versteht. so ist es an den teilnehmerInnen der schreibgruppe, zu notieren, was für sie glück bedeutet. interessant wird es dadurch, dass gleichzeitig eine zeitliche staffelung vorgenommen wird. es ist zu notieren, was in diesem moment glück bedeutet, an diesem tag, in dieser woche, in diesem monat, jahr und im ganzen leben. unter den verschiedenen glücksvorstellungen ist eines auszuwählen (außer denen für das ganze leben) und ein cluster zu bilden. dann wird von allen teilnehmerInnen ein glückstext verfasst. die texte werden gegenseitig vorgelesen und ein feedback gegeben. anschließend nehmen sich alle ihre glücksvorstellungen für das ganze leben vor. sie notieren in fünf minuten assoziationen, die ihnen dazu einfallen und verfassen einen glückstext für das ganze leben. die texte werden nicht vorgelesen, sondern der glückstext verdichtet zu einem sinnspruch für einen glückskeks. diese sinnsprüche werden gesammelt. und falls die möglichkeit besteht, können nun kekse gebacken werden, in die jeweils ein sinnspruch eingebacken wird. die teilnehmerInnen erhalten jeweils einen keks, die sie mit nach hause nehmen können. wer weiß, ob der sinnspruch nicht im laufe der zeit wirkung zeigt.