Tagesarchiv: 2. Januar 2009

schreibaufgabe (20)

eine der spannendsten übungen für das kreative schreiben ist der perspektivwechsel. dabei kann man oft feststellen oder aus eigener erfahrung einbringen, dass zwei menschen, eine gemeinsame situation sehr verschieden erleben können. deshalb sollen dieses mal „paarblicke“ verfasst werden.

zwei menschen, möglichst ein paar, erleben etwas gemeinsam. entweder eine alltägliche situation, z.b. einkaufen im supermarkt oder einen streit, eine liebeserklärung, eine hochzeit, einen unfall, eine überraschung…

nun sind zwei innere monologe zu verfassen, die gedanken der beiden zu notieren, und nebeneinander zu stellen. wie erleben die beiden jeweils die situation, was geht ihnen durch den kopf? unterscheiden sich beide wirklich so sehr, wie es oft den anschein hat, oder sind ihre überlegungen doch ähnlicher als man vermutet. die freiheit der perspektiven kann voll ausgeschöpft werden und der fantasie sind keine grenzen gesetzt.

jeder text darf maximal 500 wörter enthalten. und dann mal sehen, wie einfühlsam die paare miteinander umgehen 😉

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kreatives schreiben und neujahr

das kreative schreiben bietet die spielerische möglichkeit, sich mit seinen sehnsüchten und wünschen auseinanderzusetzen. so kann über das verfassen von kleinen geschichten, auch der versuch unternommen werden, sich gedanken zum neuen jahr zu machen. klar, es ist heute mode, lieber keine vorsätze mehr zu fassen und höchstens die nächste diät anzugehen. aber irgendein datum benötigt man für sich, wenn man etwas an seiner lebenssituation verändern will. in diesen momenten bietet sich silvester natürlich an.

ein cluster zum thema „wünsche zum neuen jahr“, kann ein erster schritt sein, sich seinen vorstellungen anzunähern. anschließend verfasst man aus dem cluster heraus eine wunschgeschichte. sie sollte einen persönlichen bezug haben, ihr ende ist aber offen. der nächste schritt könnte nun darin bestehen, eine „umsetzungsgeschichte“ zu verfassen. hier verlässt man wahrscheinlich endgültig das kreative schreiben und wendet sich eher dem selbst-coaching zu. aber die techniken des kreativen schreibens können weiterhin verwendet werden.

es geht darum, eine umsetzung des vorsatzes in eine geschichte zu packen. die muss erst einmal keinen bezug zur eigenen person haben. sie sollte sich vor allen dingen die freiheit nehmen, wege zu denken, die bis jetzt nicht beschritten wurden. inwieweit dies umsetzbar ist sollte erst einmal keine rolle spielen. denn nur wenn das unmögliche überhaupt gedacht werden darf, denn kann es vielleicht doch irgendwann in angriff genommen werden. so lang aber schon bei der reflektion über lösungsmöglichkeiten verschiedene richtungen verhindert werden, so lang wird es schwerer sein, eine eigene umsetzung zu finden. viele situationen scheinen ausweglos oder vorsätze nicht durchführbar, da nur wenig raum für außergewöhnliches gegeben wird.

geschichten des kreativen schreibens dürfen alles. auch gute feen auftauchen lassen oder einem zauberkräfte verleihen. und schon der schritt zum neujahr, kleine wunder geschehen zu lassen, kann einem neue perspektiven eröffnen. damit das jahr 2009 eines der besten wird 😉

schreibidee (83)

texte können sich an alltagsgegenständen orientieren. dieses mal wird sich die schreibanregung an „mausefallen“ orientieren. es sollen also „mausefallen-texte“ geschrieben werden.

dabei handelt es sich um kleine texte, klein wie eine maus, die quirlig daher kommen. sie huschen über das papier und durch den kopf, bis sie den käse riechen. sie verändern ihre richtung und gehen in die falle, die dann zuschnappt. dabei kann es eine lebend- oder eine todesfalle sein.

doch der einstieg in der schreibgruppe sollte sich über die falle an sich gestalten. vielleicht kann man sogar eine falle mitbringen. die teilnehmerInnen der gruppe können diese in ruhe betrachten und dann über assoziationen einen kleinen text zur mausefalle schreiben. die texte werden gegenseitig vorgestellt.

anschließend wird dazu übergegangen, texte wie eine mausefalle zu verfassen (s.o.). von den anleiterInnen der gruppe wird noch einmal genau beschrieben, was unter diesen texten zu verstehen ist. es geht darum, wendungen in kurze texte einzubauen, die am schluss keinen ausweg mehr zulassen. dabei kann man sich zum beispiel im vorfeld für die eigene schreibidee überlegen, für was das stück käse steht, wie es in der geschichte auftaucht und in welchen momenten eine falle zuschnappt. die texte sollten nicht mehr als 200 wörter enthalten.

anschließend werden in der gruppe die geschichten gegenseitig vorgestellt und im feedback ist zu berücksichtigen, ob die zuhörerInnen das gefühl hatten, dass die falle zuschnappte. aus die maus 🙄