Tagesarchiv: 8. Januar 2009

schnickschnack (51)

heute schnickschnackt es nur noch so. doch gerade lief mir ein ganz interessanter link über den weg. es betrifft weniger das schreiben, denn die gesellschaftlichen hintergründe und sozialen netzwerke. vor ein paar jahren wurde von der humboldt-universität und der viadrina in frankfurt an der oder eine governance-school gegründet.

der schwerpunkt dieser einrichtung liegt bei den themengebieten, ehrenamt, bürgerschaftliches engagement, zivilgesellschaft, ngo´s und gesellschaftstheorien. im rahmen der gründung, wurde auch eine präsenzbibliothek zu diesen themenschwerpunkten in berlin geschaffen. der katalog der bibliothek kann online eingesehen werden. ansonsten handelt es sich um eine bibliothek, in der der bestand frei zugänglich ist.

wer sich also zu erwähnten themen kundig machen will, findet eine recht einmalige zusammenstellung entsprechender literatur. da es in der gesellschaft anscheinend immer wichtiger wird, die versorgung und organisation selbst zu übernehmen, abseits der üblichen handlungsfelder politik und verwaltung, können die informationen der bibliothek zum beispiel ganz hilfreich sein beim aufbau eigener projekte oder bei der unterstützung von ngo´s („nichtregierungsorganisationen“).

zu finden ist der katalog der humboldt-viadrina-governance-school-bibliothek (was für ein wort) unter: http://vzlbs2.gbv.de./DB=52/ .

schnickschnack (50)

schreiben im web 2.0 oder internet hat viele verschiedene gesichter. einige aspekte wurden hier schon vorgestellt. doch es gibt einen weiteren, der darüber hinausgeht, den computer als neues regelmäßiges schreibwerkzeug zu nutzen.

man kann den computer selber schreiben lassen. soll heißen, man programmiert ein programm, schreibt also eigentlich die software für eine rechenmaschine, die wiederum aus den ihr zur verfügung gestellten materialien wieder etwas neues generiert. dabei spielen zufall und mathematik eine rolle, aber auch die vorauswahl der materialien durch die programmiererInnen. es ergibt sich eine schnittstelle zwischen mensch und maschine und doch produziert mensch nicht alles.

einen überblick über die recht aktuellen diskussionen zum generiern von literatur am computer erschien das buch „electronic literature“ von n. katherine hayles. und es wurde zeitgleich eine homepage zu dieser thematik eingerichtet. diese bietet sowohl einige essays, eine menge links auch zu den projekten der autorInnen und eine auswahl an lehrveranstaltungskonzepten zu „elektronischer literatur“. zu finden ist die englischsprachige seite unter: http://newhorizons.eliterature.org/index.php . über die qualität elektronischer literatur lässt sich streiten, aber das mensch-maschine-verhältnis könnte sich durchaus verändern.