Tagesarchiv: 18. Januar 2009

web 2.0 und autokorrektur

 

tippfehler können vorkommen. da kann es hilfreich sein, wenn der computer und seine programme darauf aufmerksam machen, dass man eventuell etwas falsch getippt hat. doch diese autokorrektur entwickelt ab und zu ein eigenleben, das anstrengend wird.

eigentlich bietet „google“ nur den hinweis, ob man eventuell etwas anderes gesucht habe. doch inzwischen ist festzustellen, dass überhaupt nicht mehr gefragt  sondern einfach durch autokorrektur der suchbegriff verändert werden kann. das entwickelt sich zu einem nervigen vorgang. hatte ich doch „diso“ in berlin gesucht. der begriff erschien der suchmaschine so absurd, dass sie einfach entschied, der user kann nur nach „disco“ suchen. habe ich aber nicht gemacht.

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schreibidee (86)

eine lästige grippe zwingt einen zur entschleunigung des lebens. es lässt sich definitiv nicht das erledigen, was ansteht. abgesehen von der frage, wer eigentlich so eine blöde beeinflussung der lebensqualität erfunden hat, nicht einmal ein buch kann gelesen werden, entstand zumindest eine schreibidee. wenn schon alles langsamer oder gar nicht geht, wieso nicht gleich so schreiben. man kann „schnecketempotexte“ verfassen.

dabei fallen vielleicht details auf, die in der hektik des alltags untergehen. in einer schreibgruppe kann diese form des schreiben schrittweise eingeführt werden. so können die teilnehmerInnen dazu aufgefordert werden, aufzulisten, was sie am vorherigen tag alles gemacht und erlebt haben. aus der liste wählen sie sich ein ereignis aus, das sie detailreich auf einer din A4-seite beschreiben.

dann ist es an der zeit, noch einen schritt weiterzugehen. die teilnehmerInnen werden aufgefordert, nun eine minute aus dem ereignis herauszugreifen und diese minute auf zwei din A4-seiten zu beschreiben mit allen aspekten, die einem dazu einfallen. sollte jemand das gefühl haben, dies lasse sich für das ausgewählte ereignis nicht umsetzen, kann die alternative angeboten, irgendeine andere situation auszuwählen, die für einen zeitraum von einer minute geschildert wird.

zum schluss werden beide texte nacheinander vorgetragen. dies kann meiner ansicht nach sehr spannend werden, da alle teilnehmerInnen noch einmal vor augen geführt bekommen, wie detailreich sich einzelne situationen im schneckentempo schildern lassen, also eine zeitdehnung umgesetzt wird.