Tagesarchiv: 23. Januar 2009

kreatives schreiben bei wikipedia

 

seit ein paar tagen finde ich mich mit dem eintrag „kreatives schreiben“ bei wikipedia verlinkt. dies freut auf der einen seite, dass es für notwendig befunden wurde, auf diesen blog hinzuweisen. auf der anderen seite fordert es mich auf, einmal einen blick in den eintrag zu werfen.

schon im ersten moment zeigt sich, dass der text weiterhin als diskussionwürdig empfunden wird. ich vermute einmal, dass sich dies auch in den nächsten jahren nicht ändern wird, da das label „kreatives schreiben“ ein sehr unklares ist. wer das lehrbuch zum kreativen schreiben von lutz von werden kennt, kann bemerken, dass auch dort keine eindeutige systematik für das kreative im schreiben gefunden wird. es gibt sie nicht. oder andersrum betrachtet, wahrscheinlich enthält jedes schreiben einen kreativen aspekt, da allein die formulierungen autorInnenabhängig. und außer ein paar konventionen zum beispiel für wissenschaftliche texte, für szenen oder literaturgattungen ist der spielraum unbegrenzt. das ist auf der eine das schöne am schreiben, auf der anderen seite eine frage des geschmacks und der mode.

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schreibaufgabe (21)

sprache lebt davon, dass sich immer wieder neue worte bilden. dies geschieht natürlich meist in zusammenhängen der gesellschaftlichen veränderungen. und so werden jahr für jahr „worte des jahres“ und „unworte des jahres“ bestimmt. aber reine fantasieworte finden selten verwendung in der alltagssprache. diese schreibaufgabe möchte einmal den versuch unternehmen, fantasieworte einzuführen.

vorgeschlagen werden von mir „tullern“ oder „uschelig„. zu einem der wörter oder einem fantasiewort eigener wahl ist ein lexikonbeitrag zu verfassen, der dieses wort erklärt. und nach der lexikalischen definition ist ein text (egal ob gedicht, geschichte oder haiku) zu verfassen, in dem das neue wort in seiner definierten variante verwendet wird und eine rolle spielt.

ich bin gespannt auf die „plaschigen“ texte.

schreibidee (89)

ein element, das eigentlich keines ist, sondern eine mischung aus gasen und nichts, die luft, bildet die grundlage dieser schreibidee. wir brauchen luft zum atmen. wenn etwas luftig ist, befindet es sich eher auf der heiteren seite, denn auf der schattenseite des lebens. doch „luftnummern“ sind viel heiße luft um nichts, die sich irgendwann in luft auflösen. luft ist ein widerspruch an sich, lebensnotwendig und flüchtig.

deshalb sollen dieses mal begriffe gesammelt werden, die mit luft zu tun haben. daraufhin wird die schreibgruppe aufgefordert, luft zu beschreiben, ohne die notierten begriffe zu verwenden. diese beschreibung sollte nicht länger als eine halbe seite sein. anschließend ist ein „luft-text“ zu verfassen. diese texte werden sich gegenseitig vorgestellt, um weitere ideen um die luft zu bekommen.

anschließend werden alle teilnehmerInnen aufgefordert, eine „luftnummern-geschichte“ zu verfassen, die sowohl lebensnotwendig als auch flüchtig ist. es gibt keine weiteren vorgaben. was die einzelnen unter luftnummern verstehen bleibt ihnen überlassen. diese idee kann auch bei anderen mehrdeutigen begriffen verwendet werden. sie bietet die annäherung an schwer fassbare allgemeinplätze. dadurch entstehen mit großer wahrscheinlichkeit sehr verschiedene texte und geschichten.

sollte noch zeit sein, kann ein haiku zur luftundurchlässigkeit verfasst werden.