Tagesarchiv: 11. Februar 2009

schnickschnack (58)

mal wieder eine kleine humorvolle einlage. dieses mal für die freunde des schwäbischen dialekts und der schwäbischen eigenheiten. es gibt unter schwaben verhaltensweisen (dies ist natürlich eine unzulässige verallgemeinerung, die aber durch die eigene biografie eher bestärkt, denn abgeschwächt wurde), die zwei effekte gleichzeitig haben: es wird für ordnung gesorgt (für kenner sei hier nur das wort „kehrwoche“ notiert) und gleichzeitig engagement an den tag gelegt. dieses unerschrockene engagement der schwaben für das „gute“ und „ordentliche“ in der welt, treibt sie zum einen immer wieder in die weite welt hinaus, zum anderen bringt es sie in bekannte positionen. das geht in die eine richtung (siehe bundespräsident) als auch in die andere (siehe rudi dutschke).

da verwundert es nicht, dass auch barack obama ein schwabe sein könnte. auf „youtube“ ist ein wunderbar amüsantes, schwäbisch verfremdetes filmchen zu sehen, das kenner der klischees erfreuen wird. zu sehen ist der film unter: http://www.youtube.com/watch?v=fTYMqVe-MMM

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biografisches schreiben und erkrankungen

 

beinahe jeder mensch kennt im laufe seines lebens das gefühl der ohnmacht, einer körperlichen erkrankung ausgeliefert zu sein. da viele bestrebt sind, ihr leben selbst zu bestimmen und im griff zu haben, sind krankheiten ein moment, in dem man gewahr wird, dass dies nicht immer funktioniert. schon die zur zeit durch die lande ziehende grippewelle wirft viele für einige tage auf sich zurück.

abseits der kleinen erkältungen, gibt es sehr viele erkrankungen, die das gesamte lebenskonzept durcheinanderbringen können. so zwingt einen die so genannte „zuckererkrankung“ sein essensverhalten zu verändern, chronische erkrankungen können zur einschränkung der bewegungsfreiheit führen, der herzinfarkt kann eine warnung sein, sein gesamtes lebenskonzept zu überdenken.

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schreibidee (95)

in zeiten der digitalisierung verwendet kein mensch mehr sanduhren. manche haben noch kleine ausgaben zum eierkochen in der küche rumstehen, doch eigentlich lesen die meisten die zeit an den elektrogeräten oder dem handy ab, das auch wecken oder die zeit stoppen kann. dabei war die kunst, eine sanduhr herzustellen eine große. sollte doch eine gewisse zeit vergehen, bis der sand vollständig von der einen kammer in die andere durchgelaufen war.

für eine schreibgruppe kann ein treffen mit „sanduhr-geschichten“ geplant werden. dabei geht es weniger um das thema zeit, die nur am rande eine rolle spielt. es geht um die struktur einer sanduhr, die sich in den geschichten wiederfinden sollte. die sandkörner stehen für mosaiksteinchen in der geschichte. so sollen die geschichten mit vielen menschen, kleinen begebenheiten und details starten. dazu werden die teilnehmerInnen aufgefordert, sich einen raum vorzustellen, in dem viel los ist (z.b. eine party, ein bahnhof, flughafen oder supermarkt). sie sollen in stichworten mindestens fünf protagonisten notieren, drei begebenheiten und vier emotionen. nun wird der erste teil der geschichte verfasst, wie ein kameraschwenk über die szenerie mit den einzelnen stichpunkten. dann werden die schreibenden aufgefordert, sich ein detail, eine begebenheit auszuwählen, die ihnen besonders gefällt. dies wird nun in der geschichte fokussiert, wie die verengung in der sanduhr, hier verläuft die zeit etwas langsamer, es wird die situation detailreich beschrieben. das kann ein dialog, eine beobachtung oder eine begebenheit sein. nun wird dieser abschnitt geschrieben. wenn dies geschehen ist, werden die teilnehmerInnen aufgefordert, welche auswirkungen das eben geschriebene auf die gesamte szenerie hat. es werden stichworte notiert, die wieder alle vorherigen details einbeziehen. aus diesem blickwinkel wird nun die geschichte beendet, der sand aufgehäuft und ein zeitabschnitt beendet. anschließend werden die geschichten in der schreibgruppe vorgetragen. mal sehen, was da so durchrieselt.