urs widmers frankfurter poetikvorlesungen – ein buchtipp

eigentlich heisst der titel des buchs „vom leben, vom tod und vom übrigen auch dies und das – frankfurter poetikvorlesungen„. doch das wäre zu lang gewesen als überschrift dieses posts. das büchlein an sich ist handlich und klein, aber darum auf keinen fall uninformativer. das gegenteil ist der fall.

in dem buch von urs widmer, dem schweizer schriftsteller, sind fünf vorlesungen abgedruckt, die er anfang des jahres 2007 in frankfurt gehalten hat. dabei beleuchtet er die situation in der sich schriftstellerInnen befinden, wenn sie versuchen zu schreiben. er zeigt auf, wie man nicht drumherum kommt, abweichend von der norm, leidend, sich mit leben und tod auseinandersetzend, ein wenig größenwahnsinnig mit fantasie, literatur zu schaffen. das buch liest sich beschwingt mit einer prise humor versehen und schlüsselt das besondere am schreiben auf. dabei bezieht sich urs widmer auf viele schriftstellerInnen, sieht diese in einer beinahe logischen abfolge einer entwicklung, die beeinflusst wird vom umfeld und der geschichte. es macht spaß, die detailreichen erklärungen nachzuvollziehen und in manchen momenten kann man eigene aspekte wiederfinden, auch wenn man nicht schriftstellerIn ist. eigentlich ein weiteres buch, in dem ein schriftsteller über seinen beruf (oder seine berufung) auskunft gibt. aber es reiht sich eher in die ganzen werke ein, als nur etwas zu wiederholen, das man woanders schon gelesen hat.

das buch iist im diogenes verlag in zürich 2007 erschienen. ISBN 978-3-257-06598-5

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