Tagesarchiv: 26. Februar 2009

web 2.0 und transparenz

 

das internet wirkt inzwischen sehr offen und zugänglich. jeder mensch kann sich eine eigene plattform ohne größere anstrengung einrichten. jeder mensch kann bilder ins netz stellen, andere einträge oder texte kommentieren und sich über gott und die welt auslassen. daneben kann schnell miteinander kommuniziert werden und kontakt aufgebaut werden. das klingt nach einer anderen dimension der offenheit im umgang miteinander.

doch leider läuft im hintergrund des teile der welt umspannenden netzes eine gigantische maschinerie aus rechenmaschinen und vernetzungswerken ab. und diese sind allein von der codierung her den meisten nutzerInnen nicht transparent. allein an den jeweiligen geschäftsbedingungen, die oft mehrere seiten füllen, kann man sich orientieren. das lesen der nutzungsbedingungen ist schon eine wissenschaft für sich und am besten hätte man noch gleich juristInnen neben sich sitzen, um die fallstricke zu entdecken. das hinterlässt bei allen das gefühl, dass unklar ist, wer welchen nutzen aus welchen angeboten und möglichkeiten zieht. so wird bei der nutzung des web 2.0 immer ein gewisses misstrauen im hintergrund mitschwingen.

leider wird dieses misstrauen durch einzelne vorfälle immer wieder bestätigt, was bedeutet, dass man sich selber absichern muss. also verstecken viele nutzerInnen ihre eigentliche identität, um nicht einen nachteil aus dem besuch des netzes zu erfahren. das hat zur folge, dass das web allen noch weniger transparent erscheint. dieser kreislauf des „fakens“ wird schwer zu durchbrechen sein, ist aber eine hürde für authentische kommunikation.

einzige lösung scheint Weiterlesen

web 2.32 – triboox.de

vor längerer zeit habe ich hier schon die plattform für frische autorInnen „bookrix“ vorgestellt (http://www.bookrix.de). seit anfang dieses monats gibt es den versuch, eine weitere plattform für autorInnen einzurichten. schon die namensgebung zeigt manche parallele auf: die plattform heisst „triboox„. zu finden unter http://www.triboox.de .

wo liegen nun die unterschiede. vom äußeren anschein her ist „triboox“ ein wenig übersichtlicher. vom ziel her möchte „triboox“ anscheinend vermehrt verschiedene berufsgruppen rund um das schreiben zusammenbringen. also soll es eine rubrik geben, die stellen für lektorInnen und andere verlagsangestellte anbietet. diese ist kostenpflichtig. das hochladen eigener texte nicht. den autorInnen soll die plattform die möglichkeit geben, mit verlagen kontakte zu knüpfen und eventuell verlegerInnen zu finden. wieweit das funktioniert kann jetzt noch nicht gesagt werden.

generell ist es sinnvoll, sich die „allgemeinen geschäftsbedingungen (agb)“ bei beiden anbietern durchzulesen, damit das copyright an eigenen texten immer gewahrt bleibt. bei „bookrix“ gibt es die verpflichtung zu feedbacks, um eigene texte einstellen zu können. bei „triboox“ bis jetzt wohl nicht. generell sind beide angebote eine gute möglichkeit, seine eigenen texte zu veröffentlichen und darauf eine reaktion zu erhalten. hier kann sich ein vorteil des web 2.0 herausbilden, nicht gleich einen verlag zu benötigen, um eine leserInnenschaft zu finden. doch auch hier gilt, bis es zum erfolg kommt, kann es sehr lang dauern. durchhaltevermögen ist sicher eine wichtige voraussetzung. aber man spart sich erst einmal die kosten für den versand der eigenen manuskripte an verschiedene verlage.

selbstbefragung (04) – alltag

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich ab nun ein wenig unter rubriken zu bündeln. angefangen habe ich mit fragen zum „alltag“.

  • warum arbeiten sie so viel? gibt es gründe dafür?
  • denken sie beim lebensmitteleinkauf manchmal daran, dass in diesem moment menschen auf der welt verhungern?
  • was nervt sie beim einkaufen mehr: menschen, die sich vordrängeln oder verkäuferInnen, die ihnen noch etwas zusätzlich andrehen wollen? begründen sie bitte!
  • haben sie spaß an ihrem besitz?
  • was gefällt ihnen an ihrem wohnumfeld?
  • wo würden sie gern leben?
  • sind sie eine „lerche“ oder eine „nachtigall“, also stehen sie am tag früh oder spät auf? warum?
  • langweilen sie sich manchmal? wobei?
  • welche rituale begehen sie täglich?
  • wie wichtig ist ihnen tägliche arbeit, wenn sie damit nicht ihre existenz sichern müssten?