Tagesarchiv: 18. März 2009

biografisches schreiben und … – übersicht bis 17.03.09

 

einjahrblog

es gab im letzten jahr eine menge posts zum thema „biografisches schreiben und …“ . hier sind die 67 bisher angesprochenen themen aufgelistet. wenn die überschrift „biografisches schreiben und begriff“ genau in diesem wortlaut in die suchfunktion eingegeben wird (also mit dem „und“ ausgeschrieben), kann das post noch einmal gelesen werden. dies waren die themen der letzten 365 tage:

altern – anfang – arbeitsverhältnisse – archive – auslassungen – briefe – daten – die wahrheit – entschleunigung – erinnerungsvermögen – erkrankungen – essen – familienfeiern – feinde – finanzen – fotografien – freundschaften – geheimnisse – gelesenes – generationen – geräusche – gesellschaftliches engagement – gewinn / verlust – hobbys – interview – jahreszahlen – jahrzehnte – kinderbücher – kindheit – kunstfreiheit – laster – lebenslügen – lebensphilosophie – lebenssinn – liebe – lieblingsorte – lücken – medien – mindmapping – moden – nachbarschaft – niederlagen – partnerschaft – politik – politische bewegungen – sachzwänge – sammlungen – schreibverhalten – schulanfang – schulzeit – schwerpunkte setzen – schwule – selbstbefragung – selbstwert – sozialer status – spielzeug – strukturierung – therapeutischer effekt – tradition – traumata – tristesse – umbrüche – unterstützung – verwandtschaft – volker schlöndorff – wiedervereinigung – ziele

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schreibidee (105)

normalerweise geht es darum, texte und geschichten zu verkürzen, um sie in eine literarische form zu bringen. die meisten schreibenden neigen zu ausschweifenden betrachtungen und zur detailverliebtheit. in diesen momenten regiert der korrekturstift und streicht ganze passagen. doch dieses mal versucht die schreibanregung, den spieß umzudrehen. texte und geschichte kommen in der schreibgruppe zum „aufpolstern„.

der einstieg in diese schreibanregung ist recht einfach. entweder werden die schreibgruppenteilnehmerInnen aufgefordert schon geschriebene kurze texte mitzubringen oder es wird zu beginn geclustert und ein text, nicht länger als ein halbe seite, zu einem beliebigen thema verfasst. die texte werden alle zusammengetragen und alle teilnehmerInnen ziehen einen text der anderen. 

nun werden alle aufgefordert, dem vorliegenden text nach jedem geschriebenen satz einen eigenen satz einzufügen. anschließend werden in der runde die erste version und die „aufgepolsterte“ version vorgetragen.

jetzt wendet sich die schreibgruppe der weltliteratur zu. die leiterInnen haben drei verschiedene ausschnitte mit der länge von zwei absätzen aus bekannten werken als kopie für alle mitgebracht. die schreibanregung besteht nun darin bei einem text einen eigenen absatz voranzustellen, bei einem anderen einen eigenen absatz zwischen die beiden absätze einzufügen und bei dem letzten text einen absatz anzuhängen. bei welchem der text, welche änderung vorgenommen wird, bleibt den teilnehmerInnen überlassen. in der abschlussrunde müssen die drei vorlagen nicht mehr gesondert vorgestellt werden, da alle sie gelesen haben. hier werden nur noch die änderungen vorgetragen. im feedback kann von den anderen beurteilt werden, wie gut sich ein abschnitt ihrer ansicht nach einpasst.

Herzlichen Glückwunsch!!!

 Ein Jahr lang tummeln sich – fast stündlich und täglich – die Wörter auf Christofs schreibschrift blog. Eine riesige Bereicherung für die Begriffsfindung der Schreibpädagogik!

Mittlerweile könnte man alles zusammentragen und die Schreibpädagogik im web positionieren und definieren. Mit Christofs blog in der Tasche wäre das eine wahre Herausforderung.

Besonders wichtig finde ich die Artikel und Beiträge für mein schreibpädagogisches Berufsprofil. Die vielfachen Verlinkungen zu weiteren schreibpädagogischen Links eröffenen die Welt der Schreibpädagogik als Ganzes. Das wäre in einem Buch kaum möglich, da sich ja ständig neue Vernetzungspunkte finden. Und das ist eben das Besondere für mich an schreibschrift, dass sich ein riesiges Repertoire bietet zu den Fragen:

  • Was ist Schreibpädagogik?
  • Wo findet Schreiben überall statt, welche Möglichkeiten gibt es für die Schreibschrift im Alltag und im web?
  • Was bewirkt Schrift?
  • Was kann aus der Schreibpädagogik und dem Schreiben werden?

Apropos werden:

Etwas schade ist die geringe Anzahl der Autoren und Autorinnen hier auf dem web. Ich habe mich zwar auch erstmal geziert aber eigentlich könnte es – wie Christof schon sagte – eine Art des freewriting sein. Naja, und etwas Courage gehört natürlich auch dazu sich und seine Texte im web zu veröffentlichen.  Dennoch, mit dem was hier bereits schon alles geschrieben wurde von sämtlichen blog-Besuchern hat ja schon jede Menge Autorentum. Ein guter Anfang, oder?

Was ich mir zum „schreibschrift“ Geburtstag wünsche?

Das es so weiter geht und sich weiterhin so viele Leute dafür interessieren, kommentieren und vielleicht auch mal mitartikeln.