Tagesarchiv: 25. März 2009

schnickschnack (66) – mannkann.com

der besuch von toiletten ist heutzutage nicht mehr nur der versuch, körperflüssigkeiten loszuwerden. viele menschen bringen nach dem gang für kleine königstiger bunte postkarten und lesematerial mit. doch nicht genug damit, in den letzten jahren etablierte sich die augenfällige werbung direkt über dem pissbecken, die männern zusätzliche informationen zur verfügung stellen. die toilette als litfasssäule für die sinnlich vitalen bedürfnisse oder probleme.

wer in den letzten monaten mit einem ice durch die deutschen lande rauschte, konnte vor den toiletten, wenn er sie verließ direkt auf ein plakat mit einem mann darauf schauen, auf dem stand: „harndrang unter kontrolle“. darunter bot sich ein produkt an, das dem mann eine große hilfe sein sollte.

doch der schönste hinweis fiel mir vor kurzem beim laufen lassen ins auge. der hinweis, dass auch der mann zu multi-orgasmen fähig ist. natürlich wurde sofort das passende buch, mit alten geheimnisvollen techniken angeboten, um dem mann die freude zu verlängern. da anscheinend der mann ein problembesetztes wesen ist, was seinen sex angeht. zum buch gibt es auch eine homepage: http://www.mannkann.com .

dort ist nachzulesen, dass man seinen sex „unter kontrolle“ bringen kann, also nicht nur den harndrang. schön, immer wieder zu erfahren, wenn man sich erleichtert, also loslässt, dass eigentlich alles unter kontrolle sein sollte. vielleicht sollte man generell die toiletten für männer abschaffen, wäre ein gute training 😛

schreibidee (107)

große schwierigkeiten bereiten oft textanfänge. wie den einstieg in die geschichte oder das buch schaffen? deshalb soll der frühlingsanfang dieses mal vorbild sein für die Schreibanregung. es werden „textknospen“ erstellt, die ein anfang sein können.

einstieg in dieses thema könnte es sein, dass die leiterInnen der schreibgruppen einen packen weltliteratur mitbringt und sich vorher die ersten zwei sätze der jeweiligen bücher notiert hat. diese sätze werden zu beginn vorgelesen und die teilnehmerInnen raten, zu welchem buch die sätze gehören. anschließend werden die bücher zu den anfängen präsentiert.

dann werden in der gruppe verschiedene anfangssätze für geschichten notiert. dazu wird reihum gearbeitet. alle teilnehmerInnen notieren das erste wort auf einem zettel, geben diesen weiter, die nächsten schreiben das zweite wort. so geht es immer weiter, bis zwei sätze auf jedem blatt stehen. diese sätze sollen den anfang zu geschichten oder texten bilden.

nun werden die anfänge verlost und die teilnehmerInnen der gruppe schreiben die ersten zwei seiten dazu. wenn dies geschehen ist werden die jeweiligen Einstiege in einen längeren text vorgelesen. wer möchte, kann bis zum nächsten mal seinen text oder ihre geschichte vollenden. nach der leserunde formulieren alle teilnehmerInnen für sich fünf verschiedene anfänge von maximal drei sätzen. diese textanfänge werden anschließend vorgestellt. sie können gern ausgetauscht oder anderen geschenkt werden, wenn interesse daran besteht. ob die knospen zur blüte werden, liegt nun an allen schreibgruppenteilnehmerInnen selber.