biografisches schreiben und kinder

 

was bisher in diesem blog zum biografischen schreiben überhaupt noch nicht berücksichtigt wurde ist, dass sich etliche menschen dafür entscheiden gemeinsam kinder zu bekommen oder zu adoptieren. dazu kommt noch, dass manche diese entscheidung gar nicht treffen, sich dies aber ergibt. diese veränderung, nämlich verantwortung für junge menschen zu übernehmen, verändert vieles im leben.

natürlich ist es interessant einmal zurückzublicken, wie zum beispiel die beweggründe aussahen, für nachwuchs zu sorgen. ist es möglich, jahrzehnte später eine kritische distanz zur eigenen entscheidung einzunehmen? von außen betrachtet gibt es zum beispiel eine ganze menge eltern, die anscheinend durch ihre kinder etwas leben wollen, was sie sich selbst versagt haben oder mussten. oder inwieweit hat sich das leben durch kinder so entwickelt, wie man sich das vorgestellt hat? wie groß war die angst, fehler bei der erziehung zu machen? ist der nachwuchs so geraten, wie man ihm dies wünscht oder ergaben sich eher dramen, die eine distanzierung von den eigenen kindern verursachten?

kinder haben wahrscheinlich mindestens einen so großen einfluss auf die eigene entwicklung wie beziehungspartner. man wählt bestimmte berufswege, um die versorgung aufrechterhalten zu können, unterwirft seinen rhythmus dem alltag der lieben kleinen, konzentriert sein privatleben auf die familie und vieles andere mehr.

weitere aspekte sind natürlich auch, wie die jungen subjekte eigentlich die eigene sicht auf die welt und das leben verändert haben. schon die entscheidung, kinder zu bekommen, zeugt ja von einem ganz schönen optimismus, da man davon ausgeht, dass die gesellschaft ein attraktives leben für den nachwuchs bietet. wieweit konnten aber kinder auch die eigene weltsicht hinterfragen. wer kennt sie nicht, die diskussion über das jeweilige lebenskonzept? wie weit konnte man von den erfahrungen der eigenen kinder profitieren, also selber noch etwas dazulernen? um das weite thema beim verfassen der eigenen lebensgeschichte ein wenig in den griff zu bekommen, kann man sich zum beispiel auf einzelne aspekte kinder zu haben konzentrieren, oder man arbeitet sich an den lebensjahren des nachwuchses entlang. was war in dem jeweiligen das einschneidendste, schönste, intensivste erlebnis miteinander. und zum schluss kann ein blick darauf geworfen werden, wie das eigene leben wohl verlaufen wäre, wenn man keine kinder bekommen hätte.

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