datenschutz und interne oder externe rasterung

 

es geisterte die meldung durch die medien, die telekom habe nach dem 11ten september ihre gesamten kundendaten dem bka zur rasterung zur verfügung gestellt. daraufhin dementierte das bka, dass dies nicht so gewesen sei. es eröffnet sich ein weites feld für verschwörungstheorien und paranoia.

doch es muss gar nicht so gewesen sein, um eine liste aufstellen zu können, was man eigentlich nicht mehr machen sollte, wenn man seine persönlichen daten schützen möchte. denn eines ist gewiss, die techniken, die firmen oder behörden intern anwenden, werden sie garantiert auch extern anwenden. es wäre die erste technik, die nicht auch genutzt würde, wenn sie schon einmal da ist. die meldungen der letzten zwei jahre bekräftigen die auffassung, dass man eigentlich vor niemandem mehr sicher ist, privatheit auf dem abstellgleis steht. und jedes mal wäre zu betrachten, wer eigentlich ein interesse daran hat, alles von allen zu wissen. also:

  • kreditkarten fördern nicht nur das schuldenmachen, sondern die erfassung persönlichen kaufverhaltens
  • kundenkarten und rabattkonten dienen dem gleichen zweck, der rasterung der verbraucher
  • empfangsbereite handys erleichtern die ortung des einzelnen, telefonate an handys geben noch zusätzlich die verbindungsdaten preis. telefonzellen mit telefonkarten zum beispiel auch, selbst wenn der telefonierende unbekannt ist.
  • google versucht das suchverhalten für personalisierte werbung zu nutzen
  • die autobahn-maut erleichtert die erfassung von bewegungsdaten
  • die buchung von reisen über das internet ermöglicht die erfassung der aufenthaltsorte der bürger
  • cookies erleichtern generell bewegungsmuster im internet zu erfassen und persönliche verhaltenweisen zu speichern
  • videoüberwachung ermöglicht die abgleichung mit gesichtsdatenbanken
  • genanalysen versuchen krankheitswahrscheinlichkeiten vorherzusagen und besonders skurril, verhaltenseigenschaften zuzuschreiben
  • die krankenkassenkarte bündelt den körperlichen zustand der versicherten, der abgeglichen mit kreditkartendaten „ungesundes“ verhalten aufzeigen könnte
  • digitaler finanzverkehr offenbart den besitz des einzelnen
  • voipen erleichtert die aufzeichnung der digitalisierten persönlichen gespräche
  • tv-boxen erfassen das sehverhalten einzelner im fernsehen oder von videos
  • firmencomputernetzwerke erfassen,wann sich ein- oder ausgeloggt wird, welche seiten aufgerufen werden und wie lang dort verweilt wird

da gäbe es noch eine ganze menge. ob alles genutzt wird? warten wir es ab, welche meldungen in den nächsten jahren die medien erreichen.

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