Tagesarchiv: 5. April 2009

kreatives schreiben und digitale schreibwerkzeuge (2)

bis jetzt hatte ich von den komplikationen geschrieben, die sich dadurch ergeben können, dass sich das schreibverhalten den digitalen werkzeugen zuwendet und dies in schreibgruppen aufgegriffen werden kann (siehe hier ). kommen wir einmal zu den vorteilen. sollte zum beispiel die möglichkeit bestehen, allen teilnehmerInnen einen netzzugang zur verfügung zu stellen, lassen sich sehr intensive gemeinsame schreibanregungen umsetzen. angefangen bei gruppengeschichten über diverse formen des szenischen schreibens bis zum schriftlichen feedback oder der gemeinsamen veröffentlichung des geschriebenen. es kann gemeinsam im netz gesurft werden, um sich schreibanregungen einzuholen. es können so zu schreiben gemeinsame webausflüge unternommen werden, die nebenher im chat diskutiert werden, um dann in geschichten zu münden.

doch auch ohne internetanschluss lassen sich viele dinge leicht und anregend bewerkstelligen. so können geschriebene texte zum beispiel gleich layoutet werden. also der geschichte eine form gegeben werden, die das geschriebene unterstreicht. das ergebnis ist dann sofort für alle anderen sichtbar, die weitere vorschläge zum erscheinungsbild machen können. es können aber auch die entstandenen texte viel schneller zusammengefasst werden und zum beispiel nach einer mehrtägigen schreibwerkstatt sofort in eine gebündelte datei gepackt werden. ist dann noch ein effektiver drucker vorhanden, können die ergebnisse auch sofort ausgedruckt und allen mit nach hause gegeben werden.

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selbstbefragung (09) – glück

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich ab nun ein wenig unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um „glück„.

  • was ist für sie momentan glück? begründen sie.
  • wenn sie lotto spielen oder an einer anderen lotterie teilnehmen, weshalb machen sie das?
  • können sie es genießen, wenn sie glücklich sind oder fangen sie sofort an, daran zu zweifeln?
  • wie weit, glauben sie, können sie es beeinflussen, glück zu haben?
  • es heisst immer, glück können man nicht festhalten. haben sie es vielleicht doch einmal geschafft? und wenn ja, wie?
  • in der nähe welcher menschen sind sie glücklich? und warum?
  • fühlen sie sich besser, wenn sie am unglück anderer teilhaben?
  • was machen sie, wenn sie glücklich sind?
  • welches waren die besten zufälle ihres lebens? und waren es wirklich zufälle?
  • sind sie abergläubisch und versuchen dem glück auf die sprünge zu helfen? wie?

schreibidee (110)

in wäldern ist ständig etwas los. ganz gleich zu welcher jahreszeit man einen wald besucht, es ist etwas zu sehen und zu entdecken und zu beschreiben. wälder liefern ideen. darum soll die schreibanregung dieses mal zu „texten vom waldspaziergang“ führen.

der einstieg ist recht einfach. die schreibgruppe geht gemeinsam in einen wald. die anfahrt sollte nicht zu lang dauern. die leiterInnen haben sich vorher eine route von ungefähr einer halben stunde überlegt. während des spaziergangs durch den wald sind alle aufgefordert, sich notizen über die dinge, die ihnen ins auge fallen zu machen. ebenso können natürlich schreibideen, die während des spaziergangs entstehen, notiert werden. zudem erhalten alle teilnehmerInnen eine tüte, in die sie dinge, die sie im wald finden, sammeln können, wenn sie möchten.

nun ist es klimaabhängig, wie es weitergeht. entweder liegt auf der route eine schöne lichtung und das wetter spielt mit, damit sich alle dort niederlassen können. in einer kurzen runde werden sich gegenseitig in der gruppe die jeweiligen beobachtungen und ideen mitgeteilt. vorher wird gesagt, dass man auch notizen der anderen für den eigenen text verwenden kann. doch bevor dieser notiert wird, findet eine zehnmütige phase des fokussierten freewriting zum thema „waldspaziergang“ statt.

danach sind alle schreibgruppenteilnehmerInnen aufgefordert, entweder einen bericht über den spaziergang, eine einzelne beobachtung zu einer geschichte zu machen, eine der während des spaziergangs entstandenen schreibideen umzusetzen oder aus dem freewriting-text eine geschichte zu machen. im anschluss wird auf der lichtung eine kleine lesung abgehalten.