Tagesarchiv: 7. April 2009

web 2.0 und kinder oder jugendliche

nach dem amoklauf von winnenden wird nicht nur viel über computerspiele diskutiert, sondern auch über die rolle des internet. wie schlimm oder schlecht ist der einfluss von medien auf das verhalten junger menschen. diese diskussion ist keine neue, aber immer wieder ein schauplatz für wertedebatten. erstaunlicherweise wird weiterhin die rolle der eltern bei diesen diskussionen unterschätzt. im fall von winnenden weniger als sonst in diesen diskursen.

wie wäre es, wenn man diskutieren würde, inwieweit eltern eine aufsichtspflicht gegenüber ihren kindern haben, auch beim konsum von medien. dass dies nicht ganz einfach ist, vor allen dingen, wenn man selber noch die älteren medien nutzt und sich dem computer und internet wenig angenähert hat. hier gibt es eine alterstruktur in der nutzungshäufigkeit des web 2.0, die bände spricht.

eine studie zur nutzung des web 2.0 durch kinder und jugendliche der tu dortmund kann auf der seite der friedrich-ebert-stiftung heruntergeladen werden. darin zeigt sich zum beispiel, dass die jugendlichen inzwischen längst das interenet dem fernseher als medium vorziehen. daraus ergeben sich nicht nur fragen, nach der rolle der eltern in diesem zusammenhang, sondern auch nach den zugangsmöglichkeiten in abhängigkeit vom bildungsstand, und somit nach den zukunftschancen. womit wir wieder bei den eltern wären. auch nicht neu ist die erkenntnis, dass deutschland eines der länder ist, wo einkommen und besitz immer noch sehr stark die zukunftsaussichten der kinder bestimmen. so wäre zumindest beim internet endlich einmal eine andere vorgehensweise notwendig. und nebenher könnte man gleich einen führerschein für angehende eltern einführen, der zum beispiel die abfrage von computerwissen beinhaltet.

doch erst einmal der link zur studie der fes: http://library.fes.de/pdf-files/stabsabteilung/06048.pdf .

web 2.37 – die fes und web 2.0

jede partei hat ihre eigene stiftung, bei der spd ist es die friedrich-ebert-stiftung (fes), die sich immer wieder mit aktuellen gesellschaftlichen entwicklungen beschäftigt. so kommt die politik schon lang nicht mehr drumherum, sich mit der entwicklung des internet auseinanderzusetzen. die hat die fes aufgegriffen und auf ihren seiten der „akademie für management und politik“ informationen zusammengetragen.

darunter findet sich ein interview mit dem strategieberater rené märtin. es greift die aktuellen entwicklungen auf, im anschluss finden sich etliche links und informationen zu diversen aspekten des web 2.0. wer sich also in die auseinandersetzung mit aktuellen meinungsentwicklung und dem web begeben möchte, dem sei diese seite empfohlen. sicherlich nur ein blickwinkel, den man auf die aktuellen entwicklungen haben kann, aber auch ein anreiz zum diskurs.

zu finden ist die seite unter: http://www.fes-mup.de//index/themen/yes/TOKEN/aMKgKyGAZOvWgszonsrDeSaN9Cg/M/D-60bQ .