Tagesarchiv: 8. April 2009

web 2.0 und schulunterricht

ein schönes beispiel für die nutzung von blogs für den unterricht wurde hier über einen kommentar bekanntgemacht (siehe http://fensterl4b.wordpress.com/ ). eine vierte klasse bloggt also ab und zu und berichtet schriftlich von erlebnissen oder notiert eigene geschichten. dies scheint mir eine wunderbare möglichkeit zu sein, kinder und jugendliche an die möglichkeiten der modernen kommunikationsmittel heranzuführen. wichtig scheint mir dabei, dass dieses begleitet wird.

sehr schön an dem beispiel ist auch, dass die eltern sich beteiligen können. nicht auf der seite der texte der kinder, aber auf einer extraseite. durch dieses angebot, sind auch die eltern aufgefordert, sich über die kommunikationsmittel und medien kundig zu machen. hier könnte man sich zum beispiel eine eigenständige schulung der eltern vorstellen. im fernsehen kam vor ein paar tagen ein bericht, dass eltern einen kurs besuchten, in dem ihnen die egoshooter-spiele ihrer kinder vorgestellt wurden, um überhaupt einmal zu sehen, was ihre kinder machen.

medienpädagogik für eltern ist bestimmt eine hilfreiche idee. denn die heutige entwicklung unterscheidet sich von früheren verwendungen der kommunikationsmittel: den fernseher, die bücher oder das radio kannten die eltern auch. den computer schon nicht mehr so leicht und das internet viele beinahe nicht. oder zumindest abseits der klassischen pfade des informationsnetzes kaum. doch um die freitzeitgestaltung der kinder zu kennen und mit ihnen darüber kommunizieren zu können, ist es hiflreich sie zu kennen.

da scheint der versuch des begleiteten bloggens als möglichkeit auch für viele andere schulen. eine schwierigkeit besteht sicherlich darin, dass alle schülerInnen und deren eltern einen zugang zum internet haben oder zumindest die möglichkeit haben, einen zugang zu nutzen. dafür sind viele schulen technisch viel zu schlecht ausgestattet.

Werbeanzeigen

schreibidee (111)

haare sind ein seltsames körperprodukt. sie wachsen an den möglichsten und unmöglichsten stellen. auf dem kopf nehmen sie im lauf des alters meist ab, aber an anderen stellen zu (bei frauen zum beispiel auf der oberlippe bei männern auf dem rücken oder in der nase). haare wachsen zum beispiel ein wenig weiter, wenn ein mensch gestorben sind. tierhaare krallen sich an jedes sofa und etliche menschen sind allergisch dagegen. also ist es an der zeit, sich aufgrund einer schreibanregung „haarigen geschichten“ zu widmen.

dazu werden verschiedene haarformen vorgegeben von den schreibgruppenleiterInnen. so sollen nur halbseitige texte oder geschichten zu „bärten“, „schamhaar“, „achselhaaren“, „katzenhaaren“ und „langem haar“ verfasst werden. wenn die fünf kurzen texte fertig sind, betrachten die schreibenden noch einmal die eigenen kurzen geschichten. sie wählen eine aus. wenn die geschichten gewählt wurden, dann werden alle teilnehmerInnen aufgefordert, genau diese haare zu rasieren oder anderweitig zu entfernen.

was wird aus der geschichte, wenn die haare verschwinden? wie kann die geschichte ohne die haare, die im mittelpunkt standen, verlaufen? eine haarlose, längere geschichte soll geschrieben werden. wieweit verändert der verlust der haare die geschichte. wenn die geschichten fertig sind, dann wird erst die kurze geschichte mit den haaren vorgetragen und anschließend die längere ohne haare.

sollte dann noch zeit sein, dann kann die schreibgruppe aufgefordert werden, der berufsgruppe eine geschichte zu widmen die beständig mit haaren beschäftigt sind. es soll eine friseurInnen-geschichte verfasst werden. der schwerpunkt lautet „in haarigen zeiten, haarsträubende geschichten schreiben“.