Tagesarchiv: 13. April 2009

schreibpädagogik und beteiligung der teilnehmerInnen

bei den posts zur schreibpädagogik oder bei den schreibideen, gehe ich meist davon aus, dass die schreibgruppen  und -werkstätten von einzelnen personen angeleitet werden, die auch die verantwortung für den ablauf der veranstaltung tragen. das macht so lang sinn, so lang die materie des kreativen oder des biografischen schreibens für die teilnehmerInnen neu ist.

jedoch bei schreibgruppen, die schon länger stattfinden, bietet es sich an, ideen und vorschläge der teilnehmerInnen aufzugreifen und in den ablauf zu integrieren. entweder man gibt im voraus die themen der nächsten treffen bekannt und fordert alle auf, eigene ideen beizusteuern oder man bietet einen termin für die ideen der teilnehmerInnen an.

so können die schreibanregungen von den teilnehmerInnen selbst vorgestellt werden, der einstieg in die anregungen gestaltet werden oder auch einzelne aspekte des kreativen schreibens referiert werden. dies sollte konsequent auf freiwilliger basis geschehen und zeitlich beschränkt sein. denn sonst ist die schreibgruppe der meinung, dass es keine anleitung mehr gebe und stellt sich die frage, weshalb sie zum beispiel für ihre beteiligung zahlt.

eine andere möglichkeit ist es, dass letzte treffen einer schreibgruppe oder einer schreibwerkstatt dazu zu nutzen, den teilnehmerInnen die weiterführung ihrer treffen mit zu organisieren. oft kommt es im laufe einer veranstaltung zu dem wunsch, alles in eigenregie weiterzuführen. dieser wunsch kann aufgegriffen werden und ein überblick dazu gegeben werden, was für eine konsequente fortführung notwendig ist. die gruppe kann natürlich für sich entscheiden, ob sie den vorschlägen folgt, oder alles ganz anders organisiert. es kann angeboten werden in der schreibgruppe eine anleitung zu üben und umzusetzen.

die beteiligung der teilnehmerInnen greift das kreative potential aller auf und bietet auch anleiterInnen die möglichkeit beständig dazu zu lernen und neues zu entdecken. warum dieses nicht nutzen?

online-biografie-schreibkurs – ein tipp

ich habe hier schon manchen online-kurs des kreativen schreibens vorgestellt. habe auch die möglichkeit, sich seine biografie schreiben zu lassen benannt. doch jetzt wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass es auch einen online-kurs gibt, seine eigene biografie zu verfassen. das hört sich spannend an und nutzt die möglichkeiten des web, seine eigene lebensgeschichte zu verfassen.

dr. andreas mäckler bietet auf seiner homepage neben workshops in bad sooden-allendorf die möglichkeit an, in wöchentlichem rhythmus lehrbriefe von ihm per mail zu erhalten, um stück für stück seine eigene biografie zu verfassen. es handelt sich dabei um ein langfristigeres projekt, da insgesamt 100 lehrbriefe versendet werden, die so wie es klingt, an die bearbeitung der eigenen biografie heranführen. natürlich kostet dieses angebot etwas, aber der preis scheint für die fülle an informationen moderat.

dieses angebot ist sicherlich für menschen attraktiv, die entweder in der nähe keine kurse zum biografischen schreiben besuchen können, die schwer ihr haus verlassen können oder die ihrem eigenen zeitrhythmus beim schreiben folgen wollen. bei konsequenter bearbeitung der lehrbriefe hält man nach ungefähr zwei jahren seine eigene biografie in händen und hat sogar tipps erhalten, wie sie veröffentlich werden kann.

zu finden ist die seite unter: http://www.meine-biographie.com. hier kann man auch etwas über den herausgeber, seine verbindung zu einem biografiezentrum und vieles mehr erfahren.