Tagesarchiv: 19. April 2009

selbstbefragung (11) – liebe

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich ab nun ein wenig unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um „liebe„.

  • haben sie schon einmal so geliebt, dass sie regelrecht körperliche schmerzen spürten? wenn ja, beschreiben sie. wenn nein, spekulieren sie.
  • sind liebe und sex bei ihnen untrennbar miteinander verbunden? warum?
  • wie oft haben sie in ihrem leben wirklich geliebt? berichten sie.
  • das gegenteil von liebe sei nicht hass, sondern gleichgültigkeit. stimmt das?
  • ist eifersucht für sie besitzdenken? begründen sie.
  • ist die aussage „ich liebe dich“ für sie der anfang vom ende oder ein anfang? wie reagieren sie?
  • was schreiben sie in liebesbriefe? schreiben sie überhaupt liebesbriefe? warum nicht?
  • hilft liebe der menschheit?
  • was denken sie über die aussage: liebe ist ein bürgerliches konstrukt?
  • wen lieben sie zur zeit? erzählen sie doch mal.

schreibidee (114)

 

manchmal verirrt man sich. meinereiner früher bevorzugt in kreuzberg, da dort die straßen teils diagonal zueinander verlaufen. so fand ich mich des öfteren am ausgangsort wieder. aber man kann sich auch in sich selbst verirren oder überhaupt in den zwischenmenschlichen labyrinthen. und da gerade alles wieder grünt, wälder undurchsichtiger werden und wir alle wie rotkäppchen durch wald und flur mit unserem picknick-weidenkörbchen wandern, soll es dieses mal um „labyrinth-geschichten“ gehen. ob dann am schluss der böse wolf wartet bleibt allen schreiberInnen überlassen.

ein hübscher einstieg in diese schreibanregung könnte der besuch eines wirklichen labyrinths sein, wenn sich in der nähe zum beispiel ein maisfeld befindet, das im sommer als labyrinth gestaltet wird. oder man greift auf gedruckte labyrinthe zurück, die mit dem stift durchschritten werden sollen. es geht immer darum die eine spur zu finden, neben all den seitengassen, die irgendwann zu sackgassen werden oder einen zum ausgangsort bringen.

ähnlich sollten anschließend von den teilnehmerInnen der schreibgruppe geschichten geschrieben werden. zum einen gibt es eine menge wendungen und abzweige, die alle angedeutet werden, aber am schluss befindet man sich in der mitte des labyrinths und erhält entweder eine auflösung des erzählten oder erreicht damit den höhepunkt der geschichte. um einen einstieg in labyrinthische geschichten zu finden, kann ein cluster zu „irrungen und wirrungen“ erstellt werden. oder man nimmt sich ein aufgezeichnetes labyrinth vor und notiert in den lösungsweg und die seitenarme stichworte, die grundlage der geschichte werden.

die schreibidee kann noch aufwendiger gestaltet werden, aber dafür wird etliche zeit benötigt. als gruppenarbeit genügt ein treffen sicherlich nicht. Weiterlesen