Tagesarchiv: 28. April 2009

schnickschnack (71)

mancher mensch macht es zu seinem beruf, sich auf eine bühne zu stellen und alles zu geben. manches theaterstück gleicht einem marathon, zumindest was die körperliche leistung der schauspielerInnen angeht. und manche stücke werden aus der ganzen bundesrepublik ausgewählt, um für eine kurze zeit zum berliner theatertreffen eingeladen zu werden.

vom 01ten bis zum 18ten mai findet das theatertreffen statt. neben der präsentation der ausgewählten stücke gibt es vor allen dingen die chance für junge (neue) autorInnen des szenischen schreibens, ihre stücke zu präsentieren, an einem wettbewerb teilzunehmen und workshops zu absolvieren. es handelt sich also um ein treffen von theaterschaffenden. der vorteil daran ist, andere haben auch etwas davon. sie können theaterstücke sehen, die sonst nur in anderen städten gespielt werden. weitere informationen sind zu finden unter  http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/03_theatertreffen/tt_start.php .

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1000tes post in diesem blog

es dauerte etwas länger als ein jahr bis mit hilfe von biance 1000 posts in diesem blog veröffentlicht wurden. darunter widmet sich weiterhin der größte teil den themen „kreatives schreiben“, „biografisches schreiben“, der schreibpädagogik und dem web 2.0. inzwischen sind es annähernd 120 schreibideen und 25 schreibaufgaben, die hier veröffentlicht wurden, diverse buchtipps, verlage wurden vorgestellt, worte und sprüche zerpflückt, alltägliches und politisches aufgegriffen.

manche diskussion fand statt, schreibwerkstätten wurden vorgestellt und kulturelle veranstaltungen angekündigt. außerdem homepages aus dem netz, die weiterhelfen können oder einfach nur spaß machen verlinkt.

und so wie es mit dem web ist, so ist es auch mit diesem blog und seinen posts, ein ende ist nicht abzusehen. das regelmäßige schreiben spornt dazu an, die augen für interessantes und erquickliches zu öffnen. eines lässt sich dabei schwer leugnen, die auswahl ist eine subjektive, sie wird es auch immer sein. denn es gibt sicherlich viele dinge, die eine erwähnung wert sind, aber hier noch nie erwähnt wurden. entweder sind sie einem nicht über den weg gelaufen oder sie wurden als nicht ganz so interessant eingestuft. das ist der vor- oder auch nachteil eines blogs, die auswahl ist von den administratorInnen abhängig. doch um die auswahl einzugrenzen und nicht alles lesen zu müssen, gibt es ja die suchmaschinen, aber auch die suchfunktion hier im blog. manche veröffentlichung wurde zudem in eigenen posts gebündelt, also eine interne verlinkung angelegt. und ja, es gibt einzelne tage, an denen nichts geschrieben wurde.

der schönste nebeneffekt bleibt dabei der versuch, täglich zum schreiben zu kommen, so ganz im sinne des kreativen schreibens, keine angst mehr vor dem weißen bildschirm zu haben. das hat funktioniert und funktioniert hoffentlich weiter. und vielleicht ist auch manches lesbare darunter. wohl wissend, dass sich auch mancher schrott in die öffentlichkeit bewegt, ebenso wie provokationen. wäre aber auch ganz schön langweilig ohne :mrgreen:

kreatives schreiben und regelmässigkeit

mit dem schreiben ist es, wie mit dem fahrradfahren: man verlernt es nie wieder. selbst wenn längere pausen entstehen zwischen einzelnen texten, die man schreibt. kaum nimmt man sich die zeit, kann man es auch wieder. doch dieses sich zeit nehmen ist für viele ein hinderungsgrund ins regelmäßige schreiben zu kommen.

es finden sich so viele gründe, weshalb man gerade gar keine zeit hat, sich hinzusetzen und zu schreiben. dabei sind der kopf, die journale, die schmierzettel und die kladden so vollgeschrieben mit ideen. hier scheint der innere schweinehund zu überwinden zu sein. denn dieser schweinehund kategorisiert die tätigkeiten in wichtigkeitsstufen. und da steht zum beispiel das spülen des geschirrs vor dem schreiben. erstaunlich scheint es oft, dass die eigenen, ganz subjektiven bedürfnisse hinter vielem „nebensächlichen“ zurückstehen müssen.

schnell ist vergessen, wie gut es sich anfühlt, etwas zu papier gebracht zu haben. doch die wertigkeit des eigenen schreibens wird gerne den beurteilungen der umwelt überlassen. und die versteht nicht so richtig, weshalb ein paar ideen zu papier zu bringen, die noch nicht einmal veröffentlicht werden, so wichtig sein soll. dieses urteil wird gern übernommen und alles andere vorher erledigt, bevor man sich hinsetzen darf, um den stift zur hand zu nehmen oder in die tastatur zu tippen. genau diese vorstellung bringt einen aber gern vom schreiben ab. es sammeln sich noch mehr ideen an, die nicht niedergeschrieben werden und irgendwann erscheint einem der tägliche text so weit entfernt, dass man das mit dem schreiben lieber erst einmal sein lässt. dabei kann auch in einer dazwischen geschobenen halben stunde schon viel niedergeschrieben werden. in solchen momenten der verhinderten regelmäßigkeit hilft vielleicht der gedanke wieviele sinnlose dinge man sonst im laufe des tages man macht, aber das, was einem spaß macht, lässt man liegen. übrigens ist ein blog wie dieser eine wunderbare aufforderung an die regelmäßigkeit. Weiterlesen