kreatives schreiben und regelmässigkeit

mit dem schreiben ist es, wie mit dem fahrradfahren: man verlernt es nie wieder. selbst wenn längere pausen entstehen zwischen einzelnen texten, die man schreibt. kaum nimmt man sich die zeit, kann man es auch wieder. doch dieses sich zeit nehmen ist für viele ein hinderungsgrund ins regelmäßige schreiben zu kommen.

es finden sich so viele gründe, weshalb man gerade gar keine zeit hat, sich hinzusetzen und zu schreiben. dabei sind der kopf, die journale, die schmierzettel und die kladden so vollgeschrieben mit ideen. hier scheint der innere schweinehund zu überwinden zu sein. denn dieser schweinehund kategorisiert die tätigkeiten in wichtigkeitsstufen. und da steht zum beispiel das spülen des geschirrs vor dem schreiben. erstaunlich scheint es oft, dass die eigenen, ganz subjektiven bedürfnisse hinter vielem „nebensächlichen“ zurückstehen müssen.

schnell ist vergessen, wie gut es sich anfühlt, etwas zu papier gebracht zu haben. doch die wertigkeit des eigenen schreibens wird gerne den beurteilungen der umwelt überlassen. und die versteht nicht so richtig, weshalb ein paar ideen zu papier zu bringen, die noch nicht einmal veröffentlicht werden, so wichtig sein soll. dieses urteil wird gern übernommen und alles andere vorher erledigt, bevor man sich hinsetzen darf, um den stift zur hand zu nehmen oder in die tastatur zu tippen. genau diese vorstellung bringt einen aber gern vom schreiben ab. es sammeln sich noch mehr ideen an, die nicht niedergeschrieben werden und irgendwann erscheint einem der tägliche text so weit entfernt, dass man das mit dem schreiben lieber erst einmal sein lässt. dabei kann auch in einer dazwischen geschobenen halben stunde schon viel niedergeschrieben werden. in solchen momenten der verhinderten regelmäßigkeit hilft vielleicht der gedanke wieviele sinnlose dinge man sonst im laufe des tages man macht, aber das, was einem spaß macht, lässt man liegen. übrigens ist ein blog wie dieser eine wunderbare aufforderung an die regelmäßigkeit. und ein wenig in übung, lassen sich die posts schneller verfassen als man vorher dachte. auch einfach mal so dazwischen geschoben. selbst wenn es sich dabei um keine kunstwerke, noch nicht einmal kreative geschichten handelt, der blog bewahrt für einen das geschriebene auf, es geht nicht mehr verloren. also, wer regelmäßig mitschreiben möchte, sei hier noch einmal herzlich eingeladen. übrigens ist der zweite hinderungsgrund natürlich der gedanke, dass man nicht gut genug schreibe, um es gleich zu veröffentlichen. doch vieles im internet zeigt, professionalität kann nicht das oberste gebot sein. doch die regelmäßigkeit fördert die eigene schreibe. der versuch ist es wert, kostet ja nicht viel zeit.

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