Tagesarchiv: 29. April 2009

schreibidee (117)

aus anlass einer drohenden pandemie kann der begriff der „schweinegrippe“ ähnlich dem „flohwalzer“ aufgegriffen werden und eine schreibanregung daraus entworfen werden. so schlimm die erkrankung ist, sie ist nur der anlass für „hund-katze-maus-geschichten„.

es gibt alltägliche begriffe wie pferdewurst, muschelsucher, zitronenfalter oder läusekamm. doch als einstieg in die schreibanregung soll in der schreibgruppe nach ungewöhnlichen kombinationen gesucht werden. hier bieten sich zum beispiel der mausmixer, der elefantenschrank oder die raupenbank an. diese begriffe werden für alle sichtbar notiert. wenn zwanzig bis dreissig begriffe gefunden wurden, sollen die teilnehmerInnen sich jeweils zwei begriffe auswählen, die sie auf jeweils einer halben seite in form eines lexikoneintrags beschreiben. diese erklärungen werden gegenseitig vorgestellt.

im nächsten schritt wählen sich alle jeweils drei begriffe aus. zu jedem begriff wird ein elfchen geschrieben (ein wort, zwei worte, drei worte, vier worte, ein wort). auch die elfchen werden gegenseitig vorgelesen.

nach den aufwärmübungen folgt die eigentliche schreibaufgabe. alle schreibgruppenteilnehmerInnen wählen sich jeweils fünf begriffe aus (alternativ kann auch fünf begriffe gewählt werden, die allen vorgegeben sind) und schreiben eine geschichte dazu. sollte der einstieg schwerfallen kann zu den begriffen ein cluster erstellt werden. die verwendung der begriffe muss sich nicht an den vorher erstellten lexikoneinträgen orientieren. es genügt sie ganz alltäglich zu verwenden. denn wer hat nicht schon einmal von fledermausmessern oder krokodilschüsseln geträumt? wozu die gegenstände dann verwendet werden erklären die geschichten, die nach dem schreiben vorgestellt werden. bis alle mit ihrem amselauto nach hause fahren.

web 2.39 – fourhourworkweek.com

entschleunigung, prokrastination oder müßiggang, all dies sind versuche, das leben langsamer und intensiver zu machen. es geht darum sich „zeit“ leisten zu können, die gewichtung an den eigenen bedürfnissen auszurichten und das wirklich wichtige im leben zu tun. immer wieder werden diese versuche und überlegungen kombiniert mit dem versuch, trotzdem erfolg zu haben. es stellt sich immer die frage, um was für einen erfolg es dabei geht.

tim ferriss ist einer der vertreter, der mit seinem buch „the 4-hour-week“ großen erfolg in den usa und vor allen dingen im silicon valley hat. auf ihn aufmerksam wurde ich über seinen vortrag bei http://www.ted.com . das buch „die 4-stunden-woche“ gibt es inzwischen auch in deutschland, ich habe es aber noch nicht gelesen. dagegen aber seinen blog gefunden. „the blog of tim ferriss – experiments in lifestyle design„, zu finden unter: http://www.fourhourworkweek.com/blog/ .

und es scheint interessant. denn so schlicht die botschaft scheint, die eigene furcht als antrieb zu verwenden und sich dem zuzuwenden, das einen interessiert, unkonventionell zu lernen, ein angemessenes zeitmanagement für die wirklich wichtigen dinge im leben zu finden und davon auszugehen, alles lernen zu können, ist ein experiment. ein immer wieder lohnenswertes, obwohl man nie vorhersehen kann, wo es einen hinführt. manchmal wünscht man sich etwas weniger orientierung an einem leistungsprinzip und noch mehr orientierung am spaß. denn die vorstellung, dass lernen spaß machen kann und deshalb auch nicht so schwer fällt, wie es immer vermittelt wird, orientiert sich auch stark an den subjektiven wissensbedürfnissen. geht es doch um die erweiterung der verfügung über die eigenen lebensbedingungen.

also, ein anregender blog, der zum nachdenken animiert und ideen liefern kann für die eigenen interessen.