Tagesarchiv: 15. Mai 2009

kreatives schreiben und entspannungsmethoden

wie entstehen ideen? wie entstehen schreibideen? schwer zu sagen, wahrscheinlich eine mischung aus assoziationen, zufällen, beobachtungen und erlebnissen, dann noch träume, neuronale verschaltungen und dergleichen mehr. die „produktion“ von schreibideen lässt sich durch formen der entspannung zusätzlich anregen.

entweder werden diese entspannungsübungen in die anleitung einer schreibgruppe eingebaut oder man selber hat sich eine entspannungsmethode angeeignet und setzt sie ein. dies kann in verschiedenen formen geschehen. zum einen setzt man die entspannung ein, um die gedanken im anschluss frei fließen zu lassen ohne zu viele gedanken an geschehnisse aus dem alltag zu verschwenden. oder man setzt die entspannung ein, um seine gedanken auf einen aspekt zu fokussieren.

so wie beim freewriting oder beim fokussierten freewriting der versuch unternommen wird, die assoziationen und gedanken nicht zu unterbrechen, sie nicht zu sehr zu lenken, sondern einen fluss beim schreiben entstehen zu lassen, so ähnlich kann man entspannungsübungen zur unterstützung einschalten. da bietet zum beispiel das autogene training oder auch tai-chi unterstützung, den kopf frei zu bekommen. ebenso wie sport diesen effekt haben kann. aber auch yoga, teilweise dem sport recht nahe ist ein solches mittel.

oder man fokussiert seine gedanken verstärkt auf eine sache. dies kommt dann der meditation nahe. hierfür gibt es viele varianten, sich in einen meditativen zustand zu versetzen. bei allen methoden ist nicht damit zu rechnen, dass sie bessere, geniale texte hervorrufen. sie dienen einzig dazu, neue ideen zu haben, von einer anderen richtung auf die entstehung eines textes zuzusteuern. sollte also einmal das gefühl vorherrschen, dass einem nichts einfalle, lege man eine kurze entspannung dazwischen, und es wird einem schon etwas einfallen. außerdem kann man im entspannten zustand den weg ins schreiben erleichtern.

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schreibspiel (06) – wortspiele (01)

das wort, die grundlage von sätzen und geschichten, soll im mittelpunkt der schreibspiele stehen. dabei wird die bildung von anagrammen für ein spiel verwendet. anagramm bedeutet, ein wort zu nehmen, wie zum beispiel „butterbrotpapier“ und daraus neue wörter zu bilden. dabei können viele verschiedene spielvariationen angwandt werden.

  • einfachste variante ist es, möglichst viele verschiedene wörter zu bilden, also ein offenes anagramm zu bilden. das bedeutet, es können wörter mit drei, vier, fünf, usw. buchstaben aus „butterbrotpapier“ gebildet werden. nach einer vorgegebenen zeit wird gezählt, wer wieviele wörter gefunden hat.
  • es kann aber auch die variante gespielt werden, wer als erstes ein geschlossenes anagramm bilden kann. das bedeutet, wer als erstes aus exakt den vorhandenen buchstaben wieder ein neues wort bilden kann. dazu sollten aber die spielleiterInnen schon im vorfeld geklärt haben, ob ein geschlossenes anagramm überhaupt gebildet werden kann. diese variante kann erweitert werden, dass auch sätze gebildet werden dürfen.
  • außerdem kann festgelegt werden, dass spielregel ist, wer die meisten wörter mit fünf buchstaben in einer vorgegebenen zeit findet. oder die wörter mit vier buchstaben, die mit sechs buchstaben und so weiter.
  • oder man macht es zur aufgabe, dass aus „butterbrotpapier“ in einer festgelegten zeit viele wörter gebildet werden, aus denen dann ein satz geschrieben werden soll. wer den längsten oder aussagekräftigsten satz zustande bekommt, hätte in diesem moment gewonnen.
  • als weitere variante wäre vorstellbar wieder in einer vorgegebenen zeit, möglichst viele wörter zu bilden, die direkt im anschluss dafür verwendet werden müssen, eine geschichte zu schreiben. anschließend werden die geschichten vorgelesen und darüber von der gruppe abgestimmt, welches die beste ist. fortsetzung folgt…