Tagesarchiv: 17. Mai 2009

selbstbefragung (15) – tod

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich ab nun ein wenig unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um „tod„.

  • wie möchten sie sterben? notieren sich stichworte.
  • erscheint ihnen der tod als bedrohung? warum?
  • welchen für sie wichtigen menschen haben sie durch den tod verloren? erinnern sie sich daran.
  • sterben ist in unserer gesellschaft beinahe ein tabu. was denken sie dazu?
  • wie sollte ihre beerdigung aussehen? haben sie sich schon einmal gedanken dazu gemacht?
  • apropos gedanken, gibt es bei ihnen eine patientenverfügung? warum?
  • glauben sie an ein leben nach dem tod? erklären sie.
  • der „drohende“ tod kann ein ansporn dazu sein, jeden tag sehr bewusst zu leben und den eigenen interessen zu folgen. finden sie das auch? was tun sie dafür?
  • was halten sie davon, sich einfrieren zu lassen, um in 200 jahren wieder geweckt zu werden? wie sieht unsere welt dann aus?
  • können sie trauern?

schreibidee (122)

es gibt momente, in denen man das gefühl hat, alles um einen herum bewege sich, nur man selber kommt keinen deut voran, kann noch nicht einmal den kleinen finger heben. man fühlt sich wie paralysiert, wie gelähmt, kann nicht sprechen, doch gleichzeitig fühlt man sich hellwach und saugt alles in sich auf, dass um einen herum geschieht. diese situation soll anregung sein für die „paralyse-texte„.

dazu wird zuerst eine kleine körperliche übung in der schreibgruppe durchgeführt. man kennt das spiel, dass alle sich im raum bewegen und nebenher musik läuft. wenn die musik aussetzt verharrt man so lange in der position, bis die musik wieder einsetzt. genau dieses spiel wird gespielt und die teilnehmerInnen werden aufgefordert zu beobachten, was sie denken und wahrnehmen, während sie in ihrer position verharren. es gibt mehrere durchgänge des spiels und es können notizen zwischendurch gemacht werden. außerdem wird es momente geben, in denen lang in einer position zu verharren ist.

wenn das spiel beendet ist, werden alle aufgefordert, einen kurzen text von einer halben seite zum verharren zu schreiben. dann sollen sich die teilnehmerInnen vorstellen, sie seien vollständig gelähmt an ein bett gefesselt, sie könnten noch nicht einmal sprechen. dazu ist ein cluster zu erstellen und anschließend eine geschichte zu schreiben. diese kann länger werden, doch dabei sollten die eigenen erfahrungen mit dem spiel berücksichtigt werden.

und nun ist ein auslöser zu betrachten. es sollen paralysierende geschichten geschrieben werden. Weiterlesen