Tagesarchiv: 26. Mai 2009

schnickschnack (72)

die homophobie ist ein großes thema, zumindest in berlin. dabei geht es um die täglichen diskriminierungen und weiterhin häufigen angriffe auf homosexuelle (meist männlich) sowohl verbal als auch teilweise körperlich gewaltätig. es gibt etliche versuche, aufzuklären, zu integrieren und zu unterstützen, wenn man gewalt erlebt hat. doch nur recht langsam formiert sich eine haltung der homosexuellen, dass sie einmal die faxen dicke haben und frei ihre meinung sagen, dass sie es sich nicht mehr gefallen lassen wollen, von allen seiten angegriffen zu werden, nur weil sie sind, wie sie sind.

als ansonsten recht friedliebende menschen, geschieht dies nicht körperlich (niemand geht heteros klatschen, was ja auch bedeuten würde, dass gleiches mit gleichem beantwortet würde). aber verbal kann man mal formulieren, was man von der ständigen diskriminierung hält. ein sehr schönes beispiel kann man aus frankreich bei youtube finden. der text ist schlicht, die musik nett, und doch kann man ein wenig humor bei diesem ernsten thema nicht verleugnen. es dürfte davon mehr beispiele geben. zu finden ist das musikfilmchen zum internationalen tag gegen homophobie unter: http://www.youtube.com/watch?v=UV26OMSb_VQ&feature=related .

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„annie leibovitz: leben in bildern“ – ein filmtipp

die gerade zu ende gegangene fotoausstellung über das leben von annie leibovitz in berlin zeigte, wie man sein leben fotografisch festhalten und öffentlich machen kann. also eine biografische arbeit mit anderen mitteln. sie ist eine anregung, dem eigenen biografischen schreiben eventuell noch eine fotografische komponente hinzu zu fügen. nicht dass man gleich davon ausgehen kann, so tolle bilder zu produzieren wie annie leibovitz, aber fotografie ist natürlich sehr unterstützend.

wie auch für einen biografischen film. die jüngere schwester von annie leibovitz, barbara leibovitz hat ihre schwester sowohl bei der arbeit begleitet, als auch viel archivmaterial, familienfilme und –fotos zusammengetragen. der film „annie leibovitz: leben in bildern“ wurde letzten sonntag auf „arte“ gezeigt. ein film, der eine tolle persönlichkeit vorstellt, eine grandiose fotografin und ein spannendes leben, sozusagen die chronik der amerikanischen gesellschaft seit 1967 am beispiel einer lesbischen fotografin. zum glück wird die dokumentation noch ein paar mal wiederholt, denn manchmal sieht man für den blog zu spät, was es an biografischem gibt. und zwar kann man den film am 05ten juni um 0.55 uhr, am 08ten juni um 10.40 uhr und am 14ten juni um 14.00 uhr.