biografisches schreiben und natureinflüsse

der mensch unterliegt nicht mehr der evolution, soll heißen, er kann sich zu seinen umweltbedingungen verhalten und sich bewusst entwickeln. er hat sich der natur in bezug auf sein leben entzogen. angefangen bei der vorratshaltung bis zum umgang mit dem sexuellen trieb. so ist es dem menschen möglich für sich von fall zu fall zu unterscheiden, ob er sex haben möchte oder nicht. diese form des bewusstseins fällt tieren sehr viel schwerer beziehungsweise ist von hormonen und genetischen dispositionen gesteuert.

doch der mensch ist weiterhin ein lebewesen und unterliegt somit auch weiterhin etlichen natürlichen einflüssen. angefangen bei so schlichten dingen, wie der wetterfühligkeit, die daraus entsteht, dass der körper die wetterbedingungen oder heranziehende veränderungen registriert, bis zu hormonellen einflüssen. auch wenn der mensch bestimmten körperlichen anzeichen nicht vollständig unterworfen ist, so wird er doch von ihnen immer noch unbewusst beeinflusst.

kennen sie das, „sie können jemanden nicht riechen“. das ist zum beispiel ein überbleibsel der inzestschranke. die natur hat es so eingerichtet, dass sich lebewesen mit ähnlichem körpergeruch nicht paaren wollen, um den genpool weiter zu mischen und genetische störungen zu verhindern.

oder allein der einfluss der sonne auf die laune von menschen, ist nichts anderes als eine hormonelle reaktion auf jahreszeiten und klima. darum kann es beim verfassen der eigenen lebensgeschichte ganz interessant sein, einmal einen blick darauf zu werfen, wie weit man das gefühl kennt, an anderen menschen aufgrund von natürlichen einflüssen interessiert zu sein. ob dies nun der blick in die augen ist, die hormonelle grundlage oder eben der so genannte unumgehbare „trieb“.

eine kritische betrachtung ist in diesem zusammenhang angeraten, da die natürlichen grundlagen des menschen inzwischen domestiziert sind und wir vor allen dingen die situationen reflektieren können. da kann jemand für mich noch so gut riechen, wenn er mir ansonsten unsympathisch ist oder sich mir gegenüber unfair verhält, unterliege ich eben nicht meinen trieben, sondern kann auf distanz gehen. kein ganz unwichtiger aspekt, wenn es um beziehungen zu anderen menschen und die persönlichen sexuellen bedürfnisse geht.

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