Tagesarchiv: 30. Juni 2009

kreatives schreiben und fotoobjektive

welche möglichkeiten hat man, situationen und beobachtungen in eine geschichte oder einen text zu fassen? dies zu beschreiben, kann über vielfältige anregungen oder beispiele stattfinden. eine ganz gute möglichkeit bietet die fotografie-metapher. denn was macht man beim verfassen von schilderungen anderes, als das abbilden und wiedergeben von situationen.

man beschreibt einen ausschnitt, den man vielleicht heranzoomt, man nimmt das weitwinkel, blitzt und die geschehnisse zu erhellen, kann verfremden, wie mit einem filter oder verstärkt die kontraste. man kann die blende öffnen um mehr licht auf die vorgänge zu werfen, man kann die tiefenschärfe verstärken und die kleinsten details scharf sichtbar machen, selbst die dauerbelichtung und somit langfristige ablichtung einer situation ist möglich.

mit den fotografie-beispielen lässt sich ganz gut umschreiben, was ein text leisten kann, was wiedergegeben werden kann. so wählt man sich am anfang einer geschichte, das motiv aus, versucht den richtigen blinkwinkel einzunehmen und beginnt dann mit der wiedergabe dessen, was man noch erinnert oder sich im kreativen prozess im kopf entwickelt hat. einen unterschied gibt es zum fotografieren, der blickwinkel kann sich während des schreibens verändern, ja die gesamte geschichte eine andere werden als geplant. hier ist der fotoapparat nicht so flexibel wie das kreative schreiben. da das abbild des umfelds durch einen klick schneller erfasst wird, muss ein neues foto gemacht werden, um einen neuen blickwinkel zu erfassen.

aber selbst die entwicklung des filmes oder die nachbearbeitung der digitalen fotos am computer lässt parallelen zum überarbeiten eines textes erkennen. hier kann die farbe, also die emotionale ausstrahlung korrigiert werden, retuschiert und ausschnitthaft vergrößert werden. so werden texte zu abbildern der gedanken.

web 2.41 – lebensfreude50.de

befragungen und statistiken zeigen, dass die älteren generationen in deutschland inzwischen aufholen was dauer und häufigkeit der nutzung des internets bedeutet. viele haben nie in der schule informatik als unterrichtsfach gehabt, mussten in ihrem beruf wenig mit dem computer arbeiten und hielten im privatleben kontakte über das telefon oder briefe.

inzwischen müssen auch die 50plus-generationen an ihren arbeitstellen den computer als standardwerkzeug verwenden, haben sich als erstes das handy als kommunikationsmittel angeeignet und sind längst auf dem vormarsch das internet zu erobern. denn selbst in der rente lassen sich inzwischen reisen leichter über das web buchen und planen. die berührungsängste mit moderner technologie werden abgelegt.

so wie heute viele junge menschen meinen, ältere hätten keine ahnung vom internet, so wurde auch lang geglaubt, dass das interesse an beziehungen, freundschaften und sex ab einem gewissen alter keine rolle mehr spielt. man war mit einem menschen verheiratet, wenn der nicht mehr existierte, dann endete die zweisamkeit für immer. ein großer trugschluss, man kann sich auch mit neunzig noch hals über kopf verlieben. und inzwischen gibt es auch flyer zu einem internetangebot für die 50plus-generation. unter http://www.lebensfreude50.de findet sich „internet für junggebliebene„. oder wie der anbieter formuliert: „verabreden ohne junges gemüse„. hier liegt die zukunft des internets, da die bevölkerungsstatistik zeigt, der markt wächst. die digitale kontakt- und partnerbörse bietet alles was solche angebote bieten sollten.