Tagesarchiv: 6. Juli 2009

web 2.0 und freiheit der kommunikation

ein kleiner hinweis, auf zwei ganz hübsche plakate der „international society für human rights„, die die angst von regierungen vor der freien kommunikation thematisieren. das internet bietet große chancen, sich auch in ländern, die versuchen die digitale kommunikation zu kontrollieren, offener auszutauschen. die plakate sind als bild oder pdf-datei hier zu finden: http://www.ishr.org/index.php?id=1289 .

doch es zeigt sich, selbst in den wirtschaftsnationen, dass der zugriff auf die kommunikationsmittel ein leichter und vor allen dingen ein beliebter ist. so finden sich viele beispiele, wie daten beschränkt werden sollen, wie der fluss der informationen gelenkt werden soll und wie die menschen mit moralischen appellen erzogen werden sollen.

im widerspruch steht gleichzeitig dazu, dass der datenschutz der daten, die ich nicht preisgeben will, ein mieser ist. gerade sind neue gesetze in deutschland erlassen worden, die eigentlich aufgrund diverser skandale die digitale rasterung der menschen erschweren sollten. doch die werbe- und dossierindustrie hat gewonnen und die gesetze sind alles, nur nicht umfassend. angeblich ist das der lobbyarbeit geschuldet. nun würde natürlich interessieren, welche politiker sich davon beeinflussen ließen. man könnte die eigenen spam- und werbemails einfach gebündelt an sie weiterleiten. vielleicht fiele dann die nächste gesetzgebung ein wenig klarer aus. aber komischerweise greift hier der datenschutz erstaunlich gut 😛

wortklauberei (43)

„internationaler tag des kusses“

die welt hat vor etlichen jahrzehnten die aktionstage entdeckt. diese aktionstage können auf nationaler, auf europäischer ebene oder auf internationaler ausgerufen werden. sie sollen botschaften, gedenken oder produkte thematisieren und ins gedächtnis rufen. so ist heute der „internationale tag des kusses„. das wirft einige fragen auf.

beginne ich doch mal bei den ganz praktischen dingen: um welchen kuss handelt es sich, der ins gedächtnis gerufen werden soll? der zungenkuss, der lippenkuss, der bruderkuss oder der todeskuss? vielleicht sind ja alle gemeint und das küssen an sich. ein weites feld, das eigentlich täglich, stündlich und sekündlich beschmatzt wird. besteht etwa die gefahr, dass der mensch das küssen vergisst, es verlernt? auf den ersten blick macht dies nicht den eindruck. eher das gegenteil scheint der fall zu sein: bussi hier und bussi da wird an allen ecken ausgetauscht, auch wenn die menschen, denen man begegnet nicht unbedingt eine freundschaft mit einem verbindet.

vielleicht soll die wichtigkeit des eigentlichen, echten, nicht lapidar dahingedrückten kusses hervorgehoben werden. das wäre zumindest einmal eine sinnvolle perspektive. den öffentlichen, aufdringlichen und grenzüberschreitenden begrüßungskuss wieder in den hintergrund drängen, um sich auf das wesentliche zu konzentrieren, den austausch von körpersäften wie speichel. soll ja auch einen positiven effekt neben dem kalorienverbrauch haben, er dient der stabilisierung des immunsystems.

laut „wikipedia“ ist die idee vor ungefähr zwanzig jahren in großbritannien entstanden Weiterlesen