kreatives schreiben und freizeitvergnügen

eine der konsequenzen aus der mitbestimmung durch arbeitnehmer besteht in relativ viel freizeit im gegensatz zu den arbeitszeiten anfang des letzten jahrhunderts. diese freizeit will gefüllt sein, eine möglichkeit ist zum beispiel das kreative schreiben, und verbracht werden. manch einer gestaltet seine freizeit noch stressbehafteter als seine arbeitszeit. doch man kann diese zeit auch anders betrachten, indem man über sie schreibt.

man könnte sich vornehmen, zu jedem freizeitvergnügen, das man in nächster zeit absolviert, einen zettel und einen stift mitzunehmen und sich ein paar eindrücke und gedanken notieren. oder nach vollbrachter freizeitgestaltung, immer ein kurzes fokussiertes freewriting dazu verfassen. denn die freizeit bietet viele anhaltspunkte für zukünftige geschichten oder schreibanregungen, ist sie doch eine der kommunikativsten und emotionalsten zeit des menschen. hier kann man beobachten, mitfühlen oder auch nur teilnehmen.

wenige geschichten und romane spielen ausschließlich in der arbeitswelt. viele storys werden in der freizeit erzählt. um zum beispiel einen minigolfplatz beschreiben zu können, vielleicht als ort eines mordes mit dem minigolfschläger, sollte man zumindest schon einmal auf einem gewesen sein. da es aber nur noch wenige minigolfplätze gibt (ist bestimmt das wii-zeug dran schuld 😉 ), wäre es jetzt gut, wenn man noch notizen davon hätte, als man auf einem war.

diese kurzen notizen oder reflexionen können vor allen dingen auch die atmosphäre der jeweiligen orte und vergnügungen einfangen. sie bieten die möglichkeit, beobachtungen am rand festzuhalten, das gefühl, wie es ist einen minigolfschläger zu halten und hilflos damit rumzufuchteln. oder auch das siegesgefühl mit einem schlag, den ball ins loch zu bekommen. so lassen sich viele orte kurz erfassen: kreuzfahrtschiffe, segelboote, kirmes und rummel, bierzelte, fitnessstudios, restaurants, gaststätten, büchereien, shopping-malls, wanderwege und skihütten. ein paar notizen und es bildet sich im laufe der zeit ein großer fundus an handlungsorten für spätere geschichten, ebenso wie erlebnisberichte von diesen orten.

Eine Antwort zu “kreatives schreiben und freizeitvergnügen

  1. Die Idee finde ich gut, aber nicht nur deswegen, weil es kaum mehr Minigolfplätze gibt (… an was auch immer das liegen mag :-)), sondern weil es eine gute Übung ist, Stimmungen und Reflexionen einzufangen. Es ist garnicht so einfach, eine Stimmung oder ein Gefühl zu reflektieren und es auch noch aufzuschreiben. Ja – und das schöne daran ist, dass es wohl jeder ein bisschen anders empfinden würde. Man könnte also aus dem „Minigolfplatz“ tausende von Geschichten zaubern. Gefühlvolle, Spannende, für Kinder, für Erwachsene … es liegt alles drin in nur einem einzigen Minigolfplatz.

    Aber nur niederzuschreiben alleine reicht nicht aus für eine gute Geschichte oder Erzählung. Ich denke man muss den Minigolfplatz im wahrsten Sinne des Wortes spüren, fühlen, aufnehmen mit allen Sinnen und mit allem, was dieser Moment hergibt, um später authentisch zu bleiben. Ich habe jetzt auch ganz bewusst „Moment“ gesagt, weil ich glaube eine einzigartige Stimmung ist immer eine Momentaufnahme. Stimmungen kommen und gehen. Die Kunst ist die Einzigartigkeit darin festzuhalten, die Essenz, die darin enthalten ist.

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