Tagesarchiv: 19. August 2009

die surfpoeten – ein tipp

es gibt einzelne versuche, eine verbindung zwischen schreiben, politik und abendunterhaltung herzustellen, die schon in der ankündigung viel spaß bereiten. eine dieser gruppen, die sich ein wenig von dem inzwischen weit verbreiteten poetry slam unterscheiden, sind in berlin die „surfpoeten„.

sie laden wöchentlich zur versammlung ein, die inzwischen im „klub der republik“ stattfindet. begonnen werden die veranstaltungen mit einem „gebet gegen die arbeit“ (zu finden auf der homepage der surfpoeten unter: http://www.surfpoeten.de/gebet_gegen_die_arbeit ). im anschluss werden texte, die im laufe der woche entstanden sind, vorgetragen. daneben wird musik, teil passend zum text, präsentiert, es gibt eine offene bühne und es kann getanzt werden. auch den wünschen nach preiswertem eintritt, relativ preiswerten getränken und der möglichkeit zu rauchen, wird gefolgt. denn wie schon bemerkt, geht es nicht allein um das geschriebene, sondern um den versuch dieses in einen gesellschaftlichen kontext zu bringen.

wer einen kleinen vorgeschmack davon bekommen möchte, sollte auf alle fälle die homepage aufsuchen: http://www.surfpoeten.de . diese bietet auch die möglichkeit, eigene texte den kritischen leserInnen zur verfügung zu stellen und diese bewerten zu lassen. zudem wird ein sudoku-lösungsrechner, ein wahl-automat und eine automatische entscheidungshilfe angeboten. man kann manches über das konzept der „surfpoeten“ erfahren, texte nachlesen und aktuelle ankündigungen finden. viel spaß bei dieser empfehlenswerten einrichtung.

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schreibidee (149)

wasser, es ist warm, also wasser. viel wasser soll der mensch zu sich nehmen, er besteht auch hauptsächlich aus wasser. wasser ist sowohl existentiell, umkämpft, teilweise sehr knapp, wird verschwendet, überschwemmt und macht nass. es kühlt, es friert, es fließt vor allen dingen und regt zu vielem an, wie zum beispiel „wassermusik“. darum eine schreibanregung zu „wassergeschichten„.

hier kann der einstieg in das schreiben auf vielfältige weise geschehen. man kann ein flussufer, einen bachlauf oder den meeresstrand aufsuchen. man kann diverse trink- und tafelwasser mitbringen, man kann den klimawandel mit seinen zunehmenden meeresspiegeln ansprechen, dokumentationen über das wasser zeigen, die verschiedene aggregatzustände des wassers präsentieren oder einfach reden wie ein wasserfall. diese einstiege dienen dazu, die teilnehmerInnen der schreibgruppe aufzufordern, ein cluster mit all den assoziationen zu wasser zu erstellen.

als nächstes ist von allen ein fokussiertes freewriting durchzuführen, das sich der frage des persönlichen bezuges zum wasser widmen soll. nun wird zur anregung gemacht, dass eine kurze zweiseitige geschichte zu verfassen ist, die entweder „im wasser“, „am wasser“ oder „auf dem wasser“ spielt. diese geschichten werden in der schreibgruppe vorgetragen.

und in der folge soll aus all den vorbereitenden texten und assoziationen eine idee für eine „wassergeschichte“ ausgewählt werden, die über eine längere schreibzeit verfasst wird. diese geschichten werden nochmals in der runde der schreibgruppe vorgestellt und anschließend bei einem gemeinsamen schluck wasser gewürdigt.