Tagesarchiv: 18. Januar 2010

schreibidee (152)

klimawandel scheint dieses jahr auszufallen, was natürlich nicht bedeutet, dass er nicht doch demnächst wieder die hitze in uns steigen lässt. nachdem also nach gut zwei wochen der dauerfrost beendet ist und die weiße pracht in matsch zerfließt, ist es an der zeit „tauwetter-texte“ zu verfassen.

vorraussetzung für tauwetter-texte ist es, dass etwas schmilzt. deshalb sollten die teilnehmerInnen der schreibgruppe erst einmal auf jeweils einer halben seite das schmelzen von dingen beschreiben. so kann ein herz dahinschmelzen, käse, eis, schnee oder zum beispiel blei, stahl, sand zu glas und dergleichen mehr. je nach zeitrahmen sind also mehrere schmelzprozesse kurz zu beschreiben.

anschließend ist ein schmelzendes ding auszuwählen, zu dem eine geschichte, ein text verfasst wird. dazu kann ein cluster erstellt werden. nun wird die geschichte verfasst, doch es gibt vorgaben zum stil. wie es bei schmelzenden gegenständen der fall ist, sind sie vorher fest, hart, bis die wärme ihnen zusetzt. ähnlich soll es sich mit dem text verhalten. er beginnt, hart, scharf, kantig und verwandelt sich in geschmeidig fließende worte. wie die schreibenden dies erreichen, bleibt ihnen überlassen. anschließend werden die texte vorgelesen.

sollte dann noch etwas zeit zur verfügung stehen, kann mit der schreibgruppe gemeinsam blei gegossen werden. die entstandenen kleinen skulpturen dienen als assoziationshilfe und anregung für eine weitere geschichte, die nichts mehr mit dem dahinschmelzen zu tun haben muss.

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schreibidee (151)

da gibt es dieses märchen mit der fee und den drei wünschen. der letzte wunsch würde bei vielen so ausfallen, dass man sich unendlich viel wünschen darf, doch da spielt keine fee mit. aber eine gewisse auswahl an zauber kann nicht schaden. darum sollen dieses mal „zaubergetränkeautomat-geschichten“ geschrieben werden.

der einstieg in diese schreibidee gestaltet sich recht einfach und fordert die fantasie. die teilnehmerInnen der schreibgruppe sollen jeweils 10 zaubertränke erfinden. sie müssen nicht unbedingt die zusammensetzung der tränke beschreiben, sondern die effekte, wenn man die flüssigkeiten zu sich genommen hat. jeder zaubertrank sollte in zwei bis drei sätzen beschrieben werden. anschließend stellen alle teilnehmerInnen ihre zaubertränke vor. es ist damit zu rechnen, dass es sich um sehr verschiedene wässerchen handeln wird.

nun werden getränkeautomaten aufgefüllt. alle stellen ihren jeweils eigenen automaten zusammen. dieser bietet platz für fünf getränke. dabei kann auch ein zaubergetränke von anderen teilnehmerInnen der gruppe übernommen werden. wenn aufgefüllt ist, stellt sich noch die frage, wo der automat steht. der ort der automatenaufstellung sollte auf einer halben seite beschrieben werden.

im anschluss wird eine längere geschichte über den automaten geschrieben. es kann zum beispiel eine situation hergestellt werden, in der jemand unverhofft einen zaubertrank konsumiert oder sich jemand sehr bewusst für einen bestimmten trank entscheidet. natürlich sollte in der geschichte das zaubergetränk seine volle wirkung entfalten. nachdem die schreibgruppe alle texte vorgelesen hat, kann sie ja gemeinsam eine cocktailbar besuchen.

woche der schreibideen

die pause im blog war länger als erwartet. doch im neuen jahrzehnt soll es gleich wieder richtig losgehen. dieses mal aber mit einem anderen konzept. jede woche gibt es einen schwerpunkt (was nicht bedeutet, dass sich andere themen darunter mischen können), der möglichst täglich bedient wird. ob dies eingehalten werden kann, kann ich noch nicht versprechen. aber der versuch ist es wert und die assoziationsketten sind geknüpft. dadurch wird der blog zwar nicht gehaltvoller, aber die einzelnen interessen werden geballt bedient. also starten wir mit der „woche der schreibideen„.

viel spaß!