Tagesarchiv: 3. Februar 2010

schreibaufgabe (28)

diese aufgabe bezieht sich auf einen einzigen begriff: „wunderkerze„. man kennt sie von silvester oder anderen heiteren feierlichkeiten, diese grauen stäbchen, an eine flamme gehalten wandert ein knistern und glitzern an ihnen hinunter. sie geben einen leicht stechenden, metallenen geruch von sich, sind aber hübsch anzuschauen.

es soll eine geschichte um die wunderkerze geschrieben werden. was dabei herauskommt liegt im eigenen ermessen. man kann eine begebenheit beschreiben, die genau die zeitdauer einer abbrennenden wunderkerze hat, man kann die wunderkerze zum mittelpunkt einer geschichte machen, man kann wunder anführen, die in zusammenhang mit der verwendung einer solchen kerze auftreten oder, oder, oder… .

vielleicht helfen assoziationstechniken bei der ideenfindung weiter. oder man setzt sich zuhause hin und zündet eine wunderkerze nach der anderen an, bis sich auch eine idee entzündet (vorsicht! gut lüften, sollte man schon ein päckchen wunderkerzen verbraucht haben.). viel spaß damit.

p.s.: für die entwicklung eigener schreibaufgaben: worte, die sich aus zwei gegenständen zusammensetzen bieten vielfältige möglichkeiten für schreibideen und anregungen.

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schreibpädagogik und die förderung der schreiblust

kinder möchten immer gern lernen, was die erwachsenen können. so eignen sie sich schon als kleinkinder die sprache ihres umfelds an, teilweise auch die redewendungen der erwachsenen. anschließend versuchen sie sich gern darin, das schreiben zu erlernen, damit sie die geschichten ihrer bilderbücher irgendwann selber lesen können. es geht auch schon bei kindern darum, mehr teilhabe an der verfügung über das eigene leben zu haben.

doch leider kommt dann oft genug die schule dazwischen, die vielen kindern, sowohl das schreiben als auch das lesen verleidet. so führen diktate, schönschreiben und vor allen dingen vorlesen, nicht selten dazu, dass jemand später in seiner freizeit kaum mehr zum stift greift, geschweige denn ein buch liest. der computer hat die situation bei manchen jugendlichen und erwachsenen verändert. sie schreiben plötzlich wieder, sei es eine sms, sei es twittern oder mails und bloggen, es wird geschrieben ohne ende.

die schreibpädagogik kann nur eines in diesem zusammenhang leisten: die lust oder den bedarf am schreiben aufgreifen und ausbauen. dabei ist vor allen dingen darauf zu achten, aus lust nicht frust zu machen. noch schwerer ist es aus frust wieder lust auf das schreiben zu verursachen. doch wie dies bewerkstelligen?

am einfachsten scheint es, die schreibregeln und -konventionen erst einmal außen vor zu lassen. dies bedeutet nicht, dass bestimmte absprachen beim schreiben vollständig unter den tisch fallen gelassen werden können, da sonst die texte nicht mehr zu verstehen sind. es bedeutet aber, erst einmal ins schreiben zu kommen, um dann die texte stück für stück im laufe der zeit zu verbessern. um diesen schritt des „ich möchte mich gern schriftlich ausdrücken können“ zu schaffen, sollten die hürden für den einstieg nicht zu hoch sein. denn jeder mensch kann schreiben (sofern er es einmal ansatzweise in seinem leben gelernt hat). der vorteil der schreibpädagogik ist es, dass im anschluss nicht benotet wird, sondern die wirkung der texte in der gruppe betrachtet werden.

also kann man schon mit kindern und jugendlichen versuchen, einen schriftlichen ausdruck für das erlebte oder fantasierte zu suchen. aber auch erwachsene brauchen erst einmal kleine erfolgserlebnisse, dass das, was sie zu papier bringen, auch in ihren augen bestand hat. Weiterlesen