Tagesarchiv: 15. Februar 2010

selbstbefragung (44) – gerechtigkeit

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um „gerechtigkeit„.

  • wie gerecht finden sie unsere welt? warum?
  • was empfinden sie als sehr ungerecht? beschreiben sie.
  • wer soll gerechtigkeit ihrer ansicht nach definieren, festlegen?
  • wie wehren sie sich gegen ungerechtigkeit? wie oft haben sie dies gemacht? beschreiben sie.
  • wer ist für sie in ihrem umfeld der gerechteste mensch?
  • wann waren sie das letzte mal ungerecht zu jemandem?
  • was würden sie an unserem rechtssystem verändern? begründen sie.
  • wo oder an wem wird gerade das größte unrecht begangen? wer ist ihrer ansicht nach dafür verantwortlich?
  • wann ist ihnen wirkliche gerechtigkeit widerfahren? zählen sie auf.
  • wie gerecht empfanden sie ihre eltern?

selbstbefragung (43) – gesundheit

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um „gesundheit„.

  • wann waren sie das letzte mal krank? beschreiben sie.
  • wie gesund fühlen sie sich?
  • ab wann sorgen sie sich um ihre gesundheit? beschreiben sie.
  • was tun sie alles für ihre gesundheit? weiss ihre krankenkasse davon?
  • wie wichtig ist ihnen gesundheit überhaupt?
  • wie anstrengend finden sie es, gesund zu bleiben in dieser kranken welt? begründen sie.
  • glauben sie, es gibt ein leben ohne krankheit? ist krankheit für sie wirklich so negativ? warum?
  • wie sieht es mit ihrer geistigen und psychischen gesundheit aus? was macht am meisten negativen stress?
  • fühlen sie sich zur gesundheit gezwungen? wer kontrolliert ihren zustand?
  • was ist für sie das schönste am gesund sein?

selbsterkenntnis und schreibpädagogik

schreiben hat immer reflexive momente. selbst wenn ich gerade eine horrorgeschichte verfasse, fließt etwas von mir als person ein. dies kann sich in verhaltensweisen des protagonisten zeigen, in gedanken der opfer, im gesamten plot oder auch nur an der ausstaffierung einer beschriebenen wohnung. aber es gibt kaum einen schreibprozess, in dem ich so weit von mir abstrahieren kann, dass das ergebnis keine persönlichen anteile enthält. geschäftsbriefe, vielleicht auch forschungsarbeiten oder juristische texte kommen meist ohne persönlichen anteil aus. doch das macht sie auch so distanziert und alles in allem recht uninteressant, zumindest für nicht-spezialisten.

inzwischen lösen sich selbst diese starren muster ein wenig auf. es menschelt in der post und in der wissenschaft. das kann skurrile formen annehmen, die eher nach emotionalen offenbarungen scheinen, denn nach ernsthaften professionellen tätigkeiten. es kann aber auch zu ansprechenden texten mit persönlichem bezug führen, die sich angenehm lesen und noch eine menge informationen vermitteln. selbst solche texte schreiben sich leichter von der hand, wenn ich mir meiner bewusst bin. daher kommt es nicht von ungefähr, dass menschen, die abschlussarbeiten oder berichte verfassen müssen, prompt dann in persönliche krisen geraten, wenn dies ansteht. abgesehen von der frage, „warum mach ich das überhaupt?“, oder dem zweifel, „wie sieht meine zukunft nach der abgabe aus?“, lässt das regelmäßige schreiben die gedanken nebenher fließen. sie in zaum zu halten fällt schwer und kann einen ganz schön aus der bahn werfen.

hier bekommt die schreibpädagogik zwei funktionen. zum einen durch techniken eine trennung zu schaffen zwischen dem verfassen der professionellen arbeit und den persönlichen reflexionen, zum anderen aber, selbst in die arbeit, die wissenschaftlichen gedanken, persönliches einfließen zu lassen. und eigentlich gibt es noch eine dritte funktion, die aber mit psychologischen vorgehensweisen kombiniert wird, einen umgang mit den selbstreflektiven momenten in stresssituationen zu finden. Weiterlesen

selbstbefragung (42) – genuss

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um „genuss„.

  • welchen genussmitteln sind sie verfallen? keinen? finden sie ihr leben nicht ein wenig langweilig?
  • wie sieht ein genussvoller perfekter tag für sie aus? beschreiben sie.
  • was halten sie von askese?
  • wann waren sie das letzte mal so richtig exzessiv, maßlos, ausschweifend, hemmunglos? beschreiben sie.
  • wen empfinden sie in ihrem umfeld als genussbremse? begründen sie.
  • wird genuss irgendwann für sie zur belastung? warum?
  • welches war ihr genussvollster moment?
  • wonach sind sie süchtig? leben sie gut mit ihrer sucht?
  • wann werden folgende dinge für sie zum genuss? beschreiben sie:
    1. essen
    2. trinken
    3. sex
    4. drogen
    5. kultur
    6. arbeit
    7. kommunikation
  • wozu gibt es überhaupt genuss? beschreiben und begründen sie.