Tagesarchiv: 16. Februar 2010

selbstbefragung (45) – geilheit

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um „geilheit„.

  • können sie den satz „ich bin so geil“ unbefangen aussprechen? warum?
  • wann sind sie denn „so“ geil?
  • wann waren sie das letzte mal so richtig geil?
  • wie gehen sie mit ihrer geilheit um? beschreiben sie.
  • hat geilheit für sie ausschließlich mit sex zu tun oder gibt es da noch mehr? beschreiben sie.
  • wer ist für sie der geilste mensch? begründen sie.
  • wer findet sie wohl geil?
  • was halten sie von selbstbefriedigung? warum?
  • glauben sie an triebe? wo kommen die ihrer ansicht nach her? sind sie sich da sicher? und wie äußern sich ihre triebe?
  • was törnt sie sehr schnell ab? beschreiben sie.
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„am beispiel des hummers“ von david foster wallace – ein buchtipp

es ist ein kleines büchlein, es ist schnell gelesen, doch es hallt nach. der titel erschließt sich zum schluss vollständig und gibt eine wunderbare anregung für eine kreative schreibaufgabe. denn „am beispiel des hummers“ macht david foster wallace die ganze verrohtheit und verlogenheit der welt fest.

eigentlich begibt er sich als autor für ein feinschmeckermagazin auf den weg zum lobster festival in maine, eine fress- und freizeitveranstaltung rund um den hummer. doch während er anfängt, das amüsement der menschen bei dieser großveranstaltung zu beschreiben, rutschen erst in die fussnoten und später in den ganzen text gesellschaftskritische töne. dabei geht es um die sinnhaftigkeit und aufgesetztheit solcher großevents und es geht vor allen dingen um die tierquälerei, die sich mit großer wahrscheinlichkeit hinter der zubereitungsweise von hummer verbirgt.

und plötzlich verstrickt sich der leser in die wortgewaltige anklage an den menschen, der andere kreaturen quält, um seine genusssucht zu befriedigen. ein grandioses stück der entblössung gedankenlosen tuns. und dies alles an dem kleinen beispiel des hummers. hier kommen einem ideen für schreibübungen, wie am beispiel andere einzelner wesen oder gegenstände die gesamte gesellschaft aufgerollt werden kann. werde sicherlich noch einmal darauf zurückkommen. doch erst einmal sei nicht nur allen tierschützern dieses buch ans herz gelegt. diese buch ist im arche literatur verlag in zürich und hamburg 2009 erschienen. ISBN 978-3-7160-2611-3

am rande (07)

bloggen will gelernt sein, so könnte man es auf den punkt bringen, was studierende des masterstudiengangs „biografisches und kreatives schreiben“ der alice-salomon-hochschule in berlin versuchen. sie haben einen eigenen blog, den sie mit ihren ideen, kommentaren und texten bespielen. dabei kann nachdenkliches, reflektierendes, politisches oder poetisches seinen platz finden.

schön ist dabei jedesmal die anfängliche skepsis dem medium gegenüber und dann bei etlichen das erstaunen ob der leichtigkeit und der wirkmacht von selbstgeschriebenem im netz. wahrscheinlich eine erfahrung, die alle bloggerInnen zu beginn machen. man findet sich in einem pool wieder, den man nicht einschätzen kann. man weiß nicht, wer einen liest. und doch hat man, zumindest für eine gewisse zeit, bleibendes hinterlassen. noch nie war es so leicht, sich in der öffentlichkeit zu äußern, ohne unterbrochen oder gestoppt zu werden. das ist den versuch wert.

zu finden ist der blog „schreibMut“ unter http://schreibmut.wordpress.com. ich wünsche fröhliches lesen (und eventuell enthusiastisches kommentieren).

woche des liegengebliebenen (01)

so langsam sammelt sich etliches an. dadurch, dass ich motto-wochen in diesem blog verfasse, bleibt `ne ganze menge liegen. zwischendurch ist es zeit, die gedanken, die karteikarten und die linklisten zu leeren. da gibt es etliche bücher, die ich inzwischen gelesen habe und auf die hinzuweisen wäre, da gibt es veranstaltungen, die interessant sind oder waren und die erwähnt werden sollten. da gibt es neues und altes im internet, das mir über den weg surfte. da gibt es einen neuen studienjahrgang im biografischen und kreativen schreiben an der alice-salomon-hochschule der viele anregungen lieferte. da gibt es wortwendungen und politische entwicklungen, die beachtet werden wollen. da erschienen zeitungsartikel, die interessantes, vor allen dingen zur auseinandersetzung mit dem internet brachten. und da gibt es erlebnisse in der metropole, die man nur hier erleben kann und die eine erwähnung wert sind.

also, es blieb eine menge liegen. die woche des liegengebliebenen wird einen bunten strauss an kleinigkeiten, wichtigkeiten und nichtigkeiten liefern, hauptsache es macht spaß. ach ja, und irgendwie wäre hier noch so manches zusammenzufassen, zu bündeln und zu sortieren. der blog existiert jetzt beinahe zwei jahre und wächst und wächst. er wird gelesen, er wird kommentiert und er wird genutzt wofür er da ist. damit das so weitergehen kann, ist es zeit, ein wenig aufzuräumen. ich werde die alten posts nicht rausschmeissen, sind sie doch eine art archiv, auch meiner gedanken. aber ich werde die links auf der rechten seite ein wenig überarbeiten. auch wenn manches wegfällt, neues kommt dafür. und das, das wegfällt bleibt trotz allem im archiv erwähnt, aber der platz ist einfach begrenzt (also nicht aus technischen gründen, eher aus dem grund, dass selten jemand ganz nach unten scrollt. so sind die heutigen zeiten!).

übrigens, sollte manches auch nach der aufarbeitung des liegengebliebenen noch unerwähnt bleiben: ich nehme gern hinweise und tipps entgegen, schaue sie mir an, schreibe vielleicht darüber und behalte mir vor, sie unerwähnt zu lassen. irgendwo muss ja beschränkt werden 😀