Tagesarchiv: 23. Februar 2010

wie werde ich kreativ?

anders formuliert lautet die frage: wie werde ich schöpferisch? und die platte antwort lautet: indem man einfach loslegt. doch womit nur loslegen? gern formulieren menschen von sich, dass sie nicht kreativ seien. so etwas könnten sie nicht, sie hätten keine fantasie, ihnen würde nicht so viel einfallen. genauer betrachtet sind erst einmal alle kreativ. allein die bewältigung des alltags in der heutigen zeit, verlangt von jedem menschen ein gewisses maß an kreativität. immer wieder geschehen situationen, die einen auffordern, die üblichen handlungs- und denkgewohnheiten zu verlassen und neue wege zu beschreiten. dies ist ein ausdruck von kreativität.

doch schauen wir mal auf die kreativität, die im kulturellen bereich eine rolle spielt. eines der größten vorurteile besteht darin, dass man glaubt, die kreativen köpfe würden ihre ideen aus sich selber heraus schöpfen, hätten eine veranlagung dafür auf ideen zu kommen. dabei machen sie nichts anderes, als zu spielen. natürlich bauen viele ein gedankengebäude drumherum, das ihre kreativität als theoretisch unterfütterte entwicklung erscheinen lässt. und doch spielen sie im endeffekt. denn was ist spielen anderes, als gegebenes neu zu kombinieren, unerwartete situationen zu meistern und szenarien zu erfinden.

spielen wird bei uns gern als den kindern vorbehalten angesehen. spiel hängt mit spaß zusammen und kann deshalb in der vorstellung vieler nichts ernsthaftes sein. dabei ist spielen eine form, die welt zu entdecken und zu bewältigen. nichts anderes machen kreative. sie greifen die einflüsse von außen und die gefühle von innen auf, kombinieren sie und schaffen daraufhin etwas neues. neu wird es durch die neuartige kombination. nehmen wir ein allseits bekanntes beispiel: die verhüllung des reichstags in berlin durch christo und jeanne-claude. es handelte sich um nichts anderes, als dinge, die man im alltag auch macht, nämlich etwas zu verpacken, in andere dimensionen zu übertragen. zum einen verpackt man geschenke und zum anderen verhüllt man häuser mit gerüsten, wenn man sie renovieren möchte. kreativ war die idee, ein großes gebäude, wie ein geschenk zu verpacken.

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woche des kreativen schreibens

so, jetzt aber mal zum bekanntesten bereich der schreibpädagogik, des schreibens für alle, der vorbereitungen für texte und bücher, das kreative schreiben. es handelt sich dabei um ein weites gebiet, da es viele möglichkeiten gibt, sich dem schreiben anzunähern und dabei den kreativen aspekt in den vordergrund zu stellen. wenn man dann noch die vorstellungen des creative writing dazu nimmt (schwerpunktmäßig aus den usa kommend), dann ufert das thema endgültig aus.

ich möchte in dieser woche den versuch unternehmen, das thema ein wenig einzugrenzen. ich möchte weitere schreibideen veröffentlichen und gedanken über das kreative schreiben im internet anstellen. daneben vielleicht noch ein paar links oder wortklaubereien einstreuen. mal sehen, was die „woche des kreativen schreibens“ bringt.

ein wenig ins schlingern gerate ich jetzt schon, da der begriff der kreativität beinahe noch schwerer einzugrenzen ist, als der des schreibens. es lohnt wahrscheinlich auch einmal ein blick auf die verwendung von kreativität im sprachlichen und wissenschaftlichen kontext zu werfen und vor allen dingen die frage zu stellen: wie werde ich denn kreativ?

und wie immer freue ich mich über aussagekräftige kommentare oder ideen.