Tagesarchiv: 24. März 2010

50 wortklaubereien aus diesem blog

und wenn wir dann gerade schon bei den ganzen schreibtechniken, schreibweisen und schreibformen sind, dann können wir auch noch schnell einen blick auf die sprach werfen. also persönlich sind die wortklaubereien mein liebstes kind, da der geschriebene humor der schönste ist. meist war es anders gemeint, aber es findet sich beständig missverständliches. nachschlag kommt in den nächsten wochen. hier kann ich mich jedenfalls ein wenig austoben 😳

gepostet am 18.02.2010

vor ungefähr anderhalb jahren hatte ich angefangen, mich worten und wortwendungen zu zu wenden, die an aussage und doppeldeutigkeit kranken. es fanden sich immer wieder dinge, die ernst genommen, die welt auf den kopf stellen können oder leserInnen zweifelnd zurücklassen. was wollten die autorInnen mir damit sagen? wer kommt auf solche abstrusen wortspiele? diese „wortklaubereien“ seien nun hier zusammengefasst, um platz für neue zu schaffen.

wortklauberei (01): „tiefkühlkost“
wortklauberei (02): „seitenflügel“
wortklauberei (03): „ausbildung“
wortklauberei (04): „zeitnah“
wortklauberei (05): „wellness“
wortklauberei (06): „mit dem wort links habe ich keine berührungsängste“
wortklauberei (07): „wintereinbruch“
wortklauberei (08): „verantwortungsloses system“
wortklauberei (09): „dienstleistungsgesellschaft“
wortklauberei (10): „garnier-koffein-augen-roll-on“
wortklauberei (11): „finanzmarktstabilisierungsanstalt“
wortklauberei (12): „die genuss-molkerei“
wortklauberei (13): „schicksalsreportage“
wortklauberei (14): „handy“
wortklauberei (15): „rauschtrinken“
wortklauberei (16): „clashen lassen“
wortklauberei (17): wort des jahres: „finanzkrise“
wortklauberei (18): „kinderleicht-regionen“
wortklauberei (19): „… dass niemals wieder ein vorstandsvorsitzender der deutschen bank ein renditeziel von 25 prozent vorgibt“
wortklauberei (20): „kampfmittelbeseitigung“
wortklauberei (21): unwort des jahres: „notleidende banken“
wortklauberei (22): „always ultra mit secure guard schutzkonturen“
wortklauberei (23): „ein herz für erzeuger“
wortklauberei (24): „eine neue zeit beginnt. wir sind bereit.“
wortklauberei (25): „in dieser unendlichen weite des tabellen-ozeans“
wortklauberei (26): „cesar – zeig deine liebe“
wortklauberei (27): „wir werden das konjunkturtal überwinden“
wortklauberei (28): „up-&-awake-pads“
wortklauberei (29): „athletisches design“
wortklauberei (30): „zwei leben. eine liebe. sheba“
wortklauberei (31): „karriere lounge“
wortklauberei (32): „creativ catering“
wortklauberei (33): „bunte eier aus bodenhaltung“
wortklauberei (34): „das stinkt doch nach pfusch“
wortklauberei (35): „schicken sie ihren gaumen auf weltreise“
wortklauberei (36): „bossnapping“
wortklauberei (37): „bad bank“
wortklauberei (38): „sei welt – sei meister – sei berlin“
wortklauberei (39): „stück für stück ins homoglück“
wortklauberei (40): „gesundheitskasse“
wortklauberei (41): „endlich gibt es tempo auch als toilettenpapier“
wortklauberei (42): „trendwende“
wortklauberei (43): „internationaler tag des kusses“
wortklauberei (44): „frauenpolitik & genderpolitik in der friedrich-ebert-stiftung“
wortklauberei (45): „basisfahrplan“
wortklauberei (46): „analog-käse“
wortklauberei (47): „kundenlebenswert“
wortklauberei (48): „dienstleistungsbereitschaft“
wortklauberei (49): „du bist nicht auf der welt, um zu schweigen“
wortklauberei (50): „sprachbox“

viel spaß damit!

schreibtechnik (24) – exzerpieren

ähnliches gilt für diesen text. auch hier dachte ich, dass das internet viele hinweise zum exzerpieren gibt. weshalb er dann doch hier bei den spitzenreitern landete, erschließt sich mir nicht. anscheinend auch da wieder die nische. es hat noch niemand die links zum exzerpieren zusammengesammelt, aber in bildungseinrichtungen wird die schreibtechnik immer wieder verlangt. also suche ich mir ein paar hinweise dazu. hier sind sie 😀

gepostet am 21.02.2009

auch dies ist keine schreibtechnik im eigentlichen sinne. es handelt sich dabei eher um eine vorbereitende technik für darauf folgendes schreiben. exzerpieren wird verwendet, um sich einen text anzueignen. dafür kann es beim kreativen oder biografischen schreiben viele gründe geben.

zum anfang der häufigste gebrauch. man liest einen wissenschaftlichen text, den man in einer eigenen arbeit nicht nur zitieren, sondern mit eigenen worten wiedergeben möchte. so genügt es nicht, die zu zitierenden stellen zu markieren. um sich den text selber verständlich und handhabbar zu machen, lohnt es sich, während des lesens die wichtigsten stichpunkte und gedanken zu notieren. das verlangsamt zwar das lesen, bietet aber den vorteil nach dem lesen eine erste stichpunktartige zusammenfassung vorliegen zu haben. dies am computer zu bewerkstelligen kann kompliziert werden, wenn man ein gedrucktes buch vorliegen hat, da man immer hin und her wechseln muss. in diesen momenten erstellen viele ein handschriftliches exzerpt, um das papier direkt neben das buch legen zu können und die blickrichtung nicht stark verändern zu müssen. solte das buch aber als e-book vorliegen, dann besteht natürlich die tolle möglichkeit, seinen bildschirm aufzuteilen und sowohl zitate sofort zu notieren als auch abschnitte zu exzerpieren.

genauso hilfreich kann das exzerpieren beim lesen von prosa sein, wenn man zum beispiel später eine zusammenfassung der geschichte oder des buches verfassen möchte. dies kann für literaturkritiken bedeutung haben aber auch für kurze vorträge oder hausarbeiten. selbst bei schriftlichen feedbacks auf einen text oder ein buch kann das exzerpt gute dienste leisten. Weiterlesen

schriften für den computer

der für mich erstaunlichste text, da es mich verwunderte, dass er so oft aufgerufen wurde. ich dachte immer, dass die suchmaschinen so viele angebote an computerschriften, also fonts, machen, dass so ein blögchen wie dieser hier wirklich wenig neues dazu beisteuern kann. also ich würde nicht hier suchen. oft wurde wohl schreibschrift für den computer gesucht, darum also die landung in diesem post. nun denn, noch einmal die paar links.

gepostet am 07.04.2008

wenn sich schon ein teil der schreibenden tätigkeiten an einen computer verlagern und man anschließend seine texte ausdruckt, dann kann man ruhig die ganze palette des layouts auskosten. dazu gehören auch verschiedene schrifttypen. diese sollten aber nur dann angewendet werden, wenn man die dateien nicht an andere versenden möchte, jedenfalls nicht als textdateien. denn andere computer haben oft andere schrifttypen und ersetzen das schöne bild durch eine schlichte gebräuchliche schrift. was nicht heißen soll, dass die schlichten nicht manchmal die schöneren schriften sind. und doch, es gibt sogenannte fonts, die für manche darstellung eine aufwertung bedeuten können. und es gibt natürlich auch viel schnickschnack. zwei interessante portale für kostenlose schriften seien hier aufgezeigt: http://www.myfont.de/ – riesige auswahl, aber man muss aufpassen, dass man nicht aus  versehen auf die werbung klickt. und: http://www.designerinaction.de/fonts/index.php – hier findet sich noch viel mehr als schriften. die angebote drehen sich hauptsächlich um grafikdesign. übrigens, das schriftangebot bezieht sich nur auf textverarbeitungen. die auswahl für das layout eines blogs oder einer homepage, auch im web 2.0 ist sehr viel eingeschränkter, wegen der html-codierung. viel spaß damit.