Tagesarchiv: 29. Oktober 2010

selbstbefragung (62) – sex

die fragebögen zur selbstbefragung versuche ich unter rubriken zu bündeln. dieses mal geht es um den „sex„.

  • welche sexuelle spielart mögen sie am meisten? beschreiben sie.
  • wie lebt es sich in einer sexualisierten welt?
  • mit wem hätten sie gern sex, auch wenn es nie dazu kommen wird?
  • wie können sie sich aufgeilen oder was geilt sie auf? beschreiben sie.
  • welche ihrer sexuellen begegnungen verunglückte gehörig?
  • wie gehen sie oder wie würden sie mit „sexuellem versagen“ umgehen? wie sieht dies für sie aus?
  • welche menschen in ihrem umfeld finden sie unattraktiv? benennen sie.
  • welchen körperteil finden sie bei ihren sexualpartnerInnen am erotischsten?
  • haben sie zu viel oder zu wenig sex? warum?
  • warum ist ihnen sex nur so wichtig?

schreibidee (185)

nach dem vortrag über „das wort“ an sich im letzten post, möchte sich diese schreibidee auf wörter stürzen. es soll darum gehen, sich von einem einzigen wort im weiteren leiten zu lassen. oder anders formuliert, wie viel kann man bei der genauen betrachtung eines wortes entdecken, was kann alles daraus entstehen? denn die ein-wort-gewaltigkeit wird oft unterschätzt, man sehe sich nur „hartz IV“ an. na gut, es sind eigentlich zwei worte, nehme ich also „babyklappe“. bei dieser schreibidee sollen „texte um ein wort“ geschrieben werden.

zu beginn sammelt die schreibgruppe worte, die sie bewegen, berühren oder ihnen momentan ständig durch den kopf schwirren auf dem flipchart. die teilnehmerInnen wählen sich jeweils ein wort aus dem „pool“ aus, mit dem sie sich den ganzen abend beschäftigen möchten. als erstes werden ein elfchen und ein haiku zu dem gewählten wort verfasst. im anschluss wird ein cluster um dieses wort erstellt.

anschließend ist in einer längeren zeit, ein text zu verfassen, der aus dem cluster heraus entstanden ist. die stilmittel sind frei gegeben, einzige auflage ist es, das wort immer wieder im text auftauchen zu lassen. aus der ständigen wiederholung eines wortes in einem text, entsteht ein ganz eigener tonfall, ein bestimmter stil. es ähnelt der vorgehensweise aus einem scherz: jemand lernt für eine prüfung nur etwas über den elefanten. bei jeder frage sorgt er dafür, immer wieder auf den elefanten zurückzukehren, um sein wissen anbringen zu können.

der text wird nun genommen und verdichtet. das heisst, aus den worten des textes wird ein 12-zeiliges gedicht konzipiert. das wort muss nicht in dem gedicht auftauchen, ist aber die überschrift. im gegensatz zu den sonstigen schreibideen, werden die elfchen, haikus, geschichten und gedichte nicht zwischendurch in der schreibgruppe vorgetragen. erst zum schluss werden zu dem jeweils gewählten wort, alle texte hintereinander vorgelesen. anschließend geben die teilnehmerInnen sich gegenseitig ein feedback.