Tagesarchiv: 6. November 2010

666 spiele von ulrich baer – ein buchtipp

wenn man dann mal nicht surft, sich mit menschen real trifft, dann kann man in die kneipe gehen, viel reden und die welt diskutieren oder man greift zu weniger ernsthaften dingen, wie spielkarten und würfel und spielt eine runde (manch einer wird nun sagen, dass dies eine sehr ernste angelegenheit sei, muss es aber nicht). wenn die gruppe der menschen, die sich treffen, größer wird, dann fällt noch scharade und personenraten ein, viel mehr aber meist nicht.

in diesen momenten kann das buch von ulrich baer auch aushelfen. wie der titel „666 spiele – für jede gruppe. für alle situationen.“ schon verspricht, so bietet das buch eine riesige auswahl. darunter sind spiele mit ernsthaftem charakter zur selbsterfahrung oder mit hohem pädagogischen gehalt, ebenso wie spiele, die einfach nur wenig material benötigen und spaß machen.

die spiele werden in alphabetischer reihenfolge aufgeführt. zu jedem spiel gibt es eine liste des benötigten materials, die empfohlene altersgruppe, eine anleitung und etliche stichwörter, die weitere brauchbarkeitshinweise geben. am anfang und am ende des buches gibt es verschiedene kategorien, unter denen die spiele sortiert sind. die sortierung ist hilfreich, wenn man eine bestimmte spielart sucht und dazu gern eine auswahl hätte. darunter zum beispiel auch spiele die mit sprache und sprechen zu tun haben, also wort- aber auch schreibspiele.

entstanden ist die spielsammlung in der akademie remscheid, einem fortbildungsinstitut im psychosozialen bereich. es lohnt sich ein blick in das buch und man findet für die jeweilige situation bestimmt das passende spiel, zum beispiel auch, um schreibgruppen zwischenzeitlich aufzulockern oder eben die private abendgestaltung lebhaft werden zu lassen. das buch ist 1994 ins seelze bei klett/kallmeyer erschienen. ISBN 978-3-7800-6100-3

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web 2.0 und spiel

das internet bietet inzwischen viel spielerisches. das ist ein verdienst des web 2.0, das es jedem menschen relativ leicht ermöglicht, eigene homepages, blogs oder andere datenbanken zu erstellen. das aber auch die interaktivität fördert und somit den aufbau von netzwerken und dergleichen mehr. erst so wurde es immer einfacher, seiten aufzubauen, die viele menschen zusammenbringen. ähnlich funktionieren inzwischen auch viele online-spiele.

so schnell manches erscheint, so schnell verschwindet es auch wieder. erinnert sich noch jemand an „second life“, die virtuelle parallelwelt, die als das nonplusultra der zukunft gesehen wurde. sie war eigentlich auch ein großes kinderspiel nach dem motto: „wir schaffen uns unsere eigene welt“. inzwischen könnte man das web 2.0 als ein großes „second life“ verstehen. ganz viele menschen schaffen sich ihre eigene welt. teilweise nach eigenen regeln, mit virtuellem personal und viel persönlichem input.

abseits dieser simulationen kann das netz aber auch spielerisch verwendet werden. je mehr die menschen verstanden haben, dass sie sich nicht unbedingt auf anonymem terrain bewegen, desto stärker verschleiern sie ihre herkunft. sie geben zwar manches preis, lassen aber auch viel weg, verfälschen und erscheinen inkognito. das ist ein großer vorteil zu früher: man kann sich in diverse rollen begeben oder eben von blüte zu blüte im netz hüpfen.

durch seine unendliche vielfalt und die hohe umsetzungsgeschwindigkeit lädt das internet zum surfen durch verschiedene welten ein. da kann man kunst, kultur, musik, wissen, filme, infos, rezepte und animationen entdecken. man begibt sich beim richtungslosen surfen auf expedition und kann gewiss sein immer etwas witziges, spielerisches oder spannendes zu finden. Weiterlesen