web 2.0 und spiel

das internet bietet inzwischen viel spielerisches. das ist ein verdienst des web 2.0, das es jedem menschen relativ leicht ermöglicht, eigene homepages, blogs oder andere datenbanken zu erstellen. das aber auch die interaktivität fördert und somit den aufbau von netzwerken und dergleichen mehr. erst so wurde es immer einfacher, seiten aufzubauen, die viele menschen zusammenbringen. ähnlich funktionieren inzwischen auch viele online-spiele.

so schnell manches erscheint, so schnell verschwindet es auch wieder. erinnert sich noch jemand an „second life“, die virtuelle parallelwelt, die als das nonplusultra der zukunft gesehen wurde. sie war eigentlich auch ein großes kinderspiel nach dem motto: „wir schaffen uns unsere eigene welt“. inzwischen könnte man das web 2.0 als ein großes „second life“ verstehen. ganz viele menschen schaffen sich ihre eigene welt. teilweise nach eigenen regeln, mit virtuellem personal und viel persönlichem input.

abseits dieser simulationen kann das netz aber auch spielerisch verwendet werden. je mehr die menschen verstanden haben, dass sie sich nicht unbedingt auf anonymem terrain bewegen, desto stärker verschleiern sie ihre herkunft. sie geben zwar manches preis, lassen aber auch viel weg, verfälschen und erscheinen inkognito. das ist ein großer vorteil zu früher: man kann sich in diverse rollen begeben oder eben von blüte zu blüte im netz hüpfen.

durch seine unendliche vielfalt und die hohe umsetzungsgeschwindigkeit lädt das internet zum surfen durch verschiedene welten ein. da kann man kunst, kultur, musik, wissen, filme, infos, rezepte und animationen entdecken. man begibt sich beim richtungslosen surfen auf expedition und kann gewiss sein immer etwas witziges, spielerisches oder spannendes zu finden. das web 2.0 ist ein großer spielzeugladen, der uns große kinder staunen lässt. dabei verwundert es immer wieder, mit welcher ernsthaftigkeit manche menschen durch diese virtuellen welten wandeln.

gut, es kann auch süchtig machen, immer wieder die abwechslung und eine steigerung zu suchen. aber es kann gleichzeitig zufrieden machen, das gefühl zu haben, sich zum beispiel durch virtuelle ausstellungen bewegen zu können, menschen in einem netzwerk zu treffen oder eben einfach nur stundenlang schöne bilder anzuschauen, lustige filme zu betrachten. da bietet das internet etwas, das der alltag immer seltener bietet: man kann sich treiben lassen.

im alltag sind ständig entscheidungen zu treffen, ist verantwortung für das eigene handeln zu übernehmen, ist in dem unendlichen angebot ein weg zu finden. beim besuch des web 2.0 mit seinen schwarmhaften cloud-computing-angeboten kann man alle vorsicht fahren lassen und in die vielfalt abtauchen. natürlich ist da auch viel „schrott“ drunter, doch etliches erscheint spannend, verweist auf noch spannenderes und lädt zum genießen ein. ein genuss ohne reue, wenn man mal vom zeitfaktor absieht. aber auch das ist entspannung in einer streng getakteten welt.

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