biografisches schreiben und kinderspiele

wer in der vorherigen liste noch keine kinderspiele unter den lieblingsspielen vermerkt hatte, kann sich ja noch schnell eine extra-liste anlegen. meine lieblingskinderspiele:

und dann erinnere man sich: im gegensatz zu den heutigen kindern haben wir wahrscheinlich viel mehr gespielt und weniger gepaukt. obwohl wir auch beim spielen viel lernten, viel über fairness, über unsere kräfte und fähigkeiten, über das leben der erwachsenen. kinder spielen gern auch die erwachsenen nach. ob dies nun die kleine reparaturwerkstatt für die fahrräder der freunde war oder die selbstgebauten seifenkisten, die man aufmachte. oder das nachspielen von filmserien, die cowboy-und-indianer-spiele.

ach und dann gab es murmeln, karten, seile oder bälle, die viele möglichkeiten des spielens boten. daneben noch der experimentierkasten, die wälder und wiesen in der nähe, brettspiele, die man nicht beenden wollte oder auch nur das einfache „verstecken spielen“ bis zur dämmerung. es gab so viele varianten des gemeinsamen spielens mit anderen. und erstaunlicherweise ließen viele erwachsene ihre kinder in ruhe, waren sie doch froh mal ruhe zu haben.

beim betrachten der eigenen lebensgeschichte sollten nicht nur die tragischen momente und die problematischen situationen betrachtet werden. auch die einfachen tagesereignisse der kindheit, zu denen neben kindergarten oder schule eben auch die spiele gehörten, hatten einfluss auf unsere entwicklung. manche eltern waren auch damals schon der meinung, dass es wichtigeres für ihre kinder gab als das spielen. sie durften nicht bei der clique dabei sein, mussten damals schon pauken. oder aber auch die kinder, die man nicht mitspielen lassen wollten. meist waren es die jüngeren geschwister der einzelnen, die nervten ja nur. oder es waren die kinder, die nicht verlieren konnten und gleich zu weinen anfingen, wenn sie mal nicht gewonnen hatten.

wenn kinder spielen nehmen sie oft die umwelt überhaupt nicht mehr wahr. sie vertiefen sich in eigene welt, die mit viel fantasie in ihrem kopf ausgestattet wird. wer hat nicht ganze landschaften im sandkasten mit anderen gebaut? oder zum beispiel den zirkus, den zoo, die pferdekoppel nachgestellt? kinder können aus beinahe jedem gegenstand einen zaubergegenstand machen oder eine figur, die ein erwachsener nicht erkennen kann. man wollte unsichtbar sein, um anderes beobachten zu können. man wollte die natur dem eigenen willen unterwerfen, ob mit dem größten schneemann oder dem kleinen bach, der zu einem see aufgestaut werden sollte. nicht alle vorstellungen ließen sich umsetzen, doch auch dies lehrte einiges für das spätere leben.

so begebe man sich biografischen schreiben in die spielerische vergangenheit und frage sich beim notieren der eigenen kinderspiele, warum man heute eigentlich so wenig spielt. die zeit fehlt für das lockere beisammensein mit anderen. sonst hat sich wahrscheinlich wenig geändert. es gibt immer noch die menschen, die nicht verlieren können, manche dürfen wegen ihrer partnerInnen nicht mitspielen und wiederum andere unterfüttern ihr spiel mit dem wunsch nach geld. ja, wenn man sie lässt, dann können auch heute noch kinder einem etwas vorspielen und darstellen, dass man sich fragt, wo nur die vielen ideen herkommen. und bei memory gewinnen sie sowieso immer, da sie sich die schon einmal aufgedeckten bilder besser merken können. und die frage am schluss: könnte ich nicht noch heute einiges spielerisch lernen?

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